Neuer Anlauf für Oberlandautobahn

Seit knapp 50 Jahren wird an der A53 geplant und gebaut. Jetzt wird erneut der Versuch unternommen die letzte Lücke zu schliessen. Fünf Varianten stehen dafür zur Auswahl. Der Gemeinderat von Wetzikon (ZH) hat sich auf zwei festgelegt.

Bei der erneuten Diskussion um die Linienführung der Oberlandautobahn favorisiert der Wetziker Gemeinderat eine zweimal zweispurige Variante mit einem Halbanschluss Wetzikon Ost.

Karte mit dem noch fehlenden Abschnitt rot umsrandet.

Bildlegende: Kleine Lücke – grosses Problem: Zwischen Wetzikon und Uster gibt es keine Autobahn, dafür aber Stau en masse. afv zürich

Insgesamt stehen fünf mögliche Linienführungen zwischen Wetzikon und Hinwil zur Debatte. Von diesen fünf Varianten führen aus Sicht des Gemeinderats «2 Ost» und «2 West» am ehesten zum Ziel, wie die Stadt mitteilte.

Tunnel limitieren Zahl der Fahrzeuge

 Auf der geplanten Oberlandautobahn zwischen Uster Ost und Wetzikon werden im Jahr 2030 voraussichtlich 45'000 bis 50'000 Fahrzeuge pro Tag verkehren. Da grosse Abschnitte als Tunnel geplant sind, müssen bestimmte Richtlinien eingehalten werden. Damit sind nur 10'000 Fahrzeuge pro Tag und Fahrstreifen erlaubt. Daher sei es notwendig, unabhängig von der Linienführung, einen Ausbaustandard von zweimal zwei Fahrstreifen festzulegen, so der Gemeinderat.

Die erneute Diskussion wurde nötig, weil das Bundesgericht Mitte 2012 die Linienführung zwischen Wetzikon und Hinwil wegen der schützenswerten Moorlandschaft zurückgewiesen hat. Das kantonale Amt für Verkehr hat dem Gemeinderat daraufhin Ende 2012 die fünf neuen Varianten präsentiert.