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Neuer Fahrplan bei der SBB Einzig der Schnee sorgt für Ärger

Legende: Video Herausforderungen beim Fahrplanwechsel abspielen. Laufzeit 01:33 Minuten.
Aus Tagesschau vom 10.12.2017.

Störungen gibt es nur wegen des Schnees und der tiefen Temperaturen. Unter anderem konnten die Züge zwischen Aigle (VD) und Monthey (VS) nicht fahren, weil die Weichen wegen Schnee und Wind blockiert waren. Die Fahrgäste konnten auf Ersatzbusse umsteigen.

Die Mehrheit der Züge sei jedoch pünktlich unterwegs, sagt Linus Looser in Bern. Looser leitet das Verkehrsmanagement der SBB.

Bescheidene Änderungen

Der Fahrplanwechsel am heutigen Tag fällt vergleichsweise bescheiden aus. Gewöhnen müssen sich die Kunden insbesondere an eine neue Kennzeichnung der Züge und der Verbindungen.

Nach der Inbetriebnahme des Gotthard-Basistunnels vor einem Jahr kommt der neue Fahrplan mit deutlich weniger Änderungen daher. Er bringt der Kundschaft insbesondere in der Romandie und im Tessin sowie im internationalen Bahnverkehr mit Italien und Deutschland verschiedene Verbesserungen. So gibt es tägliche Direktverbindungen von Frankfurt über die Schweiz nach Mailand sowie von Zürich nach Venedig.

Dazu kommen neue Direktverbindungen im Inland: Der IR Genf-Flughafen-Bern-Luzern hält beispielsweise neu in Nyon, Morges, Palézieux und Romont. Damit erhalten Nyon und Morges eine neue Direktverbindung nach Bern und Luzern.

Die InterRegio-Züge Genf Flughafen-Lausanne-Brig verkehren neu stündlich ohne Halt zwischen Genf und Lausanne, so dass sich die Reisezeit zwischen dem Wallis sowie der Riviera und Genf um elf Minuten verkürzt.

Im Tessin entsteht mit der Inbetriebnahme der Ferrovia Mendrisio-Varese eine neue Verbindung: Die S40 und S50 von Stabio werden bis nach Varese verlängert; ab Sommer fährt die S40 dann sogar bis zum Flughafen Malpensa bei Mailand.

Ausserdem kommt es wegen Bauarbeiten auf gewissen Strecken zu Angebotsanpassungen. Dabei wird das Zeitfenster für die nächtlichen Bau- und Instandhaltungsarbeiten erweitert, um schneller und wirtschaftlicher bauen zu können. Punktuell wird es auch zu längeren Streckensperrungen kommen.

Kennzeichnung wie beim Strassennetz

Die InterRegio- und die InterCity-Linien werden neu mit Nummern versehen. Damit soll den Kunden die von den S-Bahn-Systemen gewohnte Orientierung auch im Fernverkehr ermöglicht werden.

Zudem werden die Zugbezeichnungen im nationalen Fernverkehr vereinfacht und zusammengefasst. Der heutige ICN wird im Fahrplan neu als IC aufgeführt. Es gibt somit nur noch die Bezeichnungen IC (InterCity) und IR (InterRegio).

Die Nummerierung orientiert sich am Nationalstrassennetz. Die Verbindung auf der West-Ost-Achse trägt neu beispielsweise die Bezeichnung «IC1», jene von Zürich nach Chur «IC3».

Ein IR verkehrt in der Regel im Stundentakt zwischen kleinen und grossen Zentren in der Schweiz, verfügt sowohl in der 1. wie auch 2. Klasse über Steckdosen sowie Mobilfunkempfang. Der IC hingegen fährt in der Regel alle 30 Minuten zwischen den grossen Zentren. Zusätzlich bietet er ein Bistro oder Restaurant sowie eine Ruhe- und Businesszone.

Die internationalen Züge zwischen der Schweiz und ihren Nachbarländern verkehren weiterhin unter ihren bisherigen Bezeichnungen: TGV, ICE, Railjet und EuroCity. Im Nachtverkehr gilt dies für EuroNight beziehungsweise Nightjet. Die internationalen Züge der SBB werden weiterhin unter der Bezeichnung Eurocity (EC) zusammengefasst.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Ernst Boller (BOER)
    Ich lese: „Störungen gibt es nur wegen des Schnees und der tiefen Temperaturen.“ Bei 5 cm Schnee und -5 Grad! Was läuft wohl noch, wenn ein richtiger Winter kommt?
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  • Kommentar von Hans Fürer (Hans F.)
    Welch spleenige Idee, die IC und IR mit Zahlen von Autobahnen zu versehen, vor allem wenn sie Strecken längs verschiedener Autobahnen befahren! Ob wenigstens die Autofahrer, welche solche Züge nur sporadisch benützen, mit diesem System zuverlässiger in den richtigen Zug einsteigen?
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