Neuer Fleischskandal: Schweiz bislang nicht betroffen

In Europa herrscht erneut Lebensmittelalarm: Fleischverarbeiter und Behörden sind 50'000 Tonnen verdächtigem Rindfleisch aus den Niederlanden auf der Spur. Die Schweiz blieb bislang verschont. Dennoch sind die Behörden wachsam.

Areal des niederländischen Fleischgrosshändlers in Oss.

Bildlegende: Gegen den Grosshändler ermittelt die niederländische Justiz schon seit Februar. Reuters

Der Schock ist gross: Händler in Europa müssen 50'000 Tonnen verdächtiges Fleisch aus den Niederlanden aufspüren.

Alarm ausgelöst hat das europäische Schnellwarnsystem RASFF (Rapid Alert System for Food and Feed) hat Alarm ausgelöst. Ein niederländischer Grosshändler soll das Rindfleisch mit Pferdefleisch gestreckt haben.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) wurde ebenfalls über das Schnellwarnsystem informiert – und entwarnt nun vorerst. Derzeit lägen keine Informationen über Lieferungen von betroffenem Rindfleisch in die Schweiz vor, sagt BAG-Sprecherin Monika Neidhart. Sollte sich im Lauf der Ermittlungen herausstellen, dass Lieferungen auch in die Schweiz erfolgt seien,  würde das BAG über das Warnsystem in Kenntnis gesetzt.

Mehr als 100 Betriebe in Deutschland betroffen

Die Lebensmittelkontrollbehörde hatte im Februar das Unternehmen im südniederländischen Oss durchsucht und in zwei Proben Pferdefleisch entdeckt.

Nun wird europaweit nach verdächtigen Fleischlieferungen gefahndet. Alleine in Deutschland gibt es über 100 Betriebe, die Ware vom niederländischen Hersteller bezogen haben. Gemäss dem Bundesverbraucherministerium seien praktisch alle Bundesländer davon Betroffen.