Neuer Rekord im 2017 Zivis leisteten 1,8 Millionen Diensttage

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FOKUS: Was macht den Zivildienst so attraktiv?

4:20 min, aus 10vor10 vom 12.1.2018

Während sich die Schweizer Armee über Nachwuchsprobleme beklagt, ist der Trend hin zum Zivildienst seit Jahren ungebrochen. 6785 neue Zivildienstleistende wurden 2017 zugelassen, so die aktuelle Zahl der Vollzugsstelle für den Zivildienst ZIVI.

Rekordzahl an Diensttagen

Die Zivildienstleistenden absolvierten 1,8 Millionen Diensttage. Dies ist ein Rekordwert, die höchste Zahl seit 1996, also seit Inkrafttreten des Zivildienstgesetzes in der Schweiz.

Der Zivildienst ist trotz der längeren Dauer für immer mehr junge Männer attraktiver als der Militärdienst. Dies, obwohl es statt 260 Tagen bei der Armee beim Zivildienst bis zu 390 Diensttage sein können. Zivildienstleistende arbeiten hauptsächlich in der Altenpflege, in Spitälern oder Behinderteneinrichtungen.

Zivildienstleistende WBF / VBS

Viele Soldaten werden 'abtrünnig'

Schwierig für die Armee sind die Abgänge nach abgeschlossener Rekrutenschule. Die Auswertung der neuesten Zahlen zeigt: Statt Wiederholungskurse beim Militär zu absolvieren, wechselten 2016 13,5 Prozent der Soldaten zum Zivildienst. Also fast jeder siebte Soldat wechselt nach der Rekrutenschule in den Zivildienst. Tendenz auch hier steigend.

Der Bundesrat will die Anzahl Zulassungen zum Zivildienst verringern. So soll sichergestellt werden, dass der Armee genügend Personal zur Verfügung steht. Armeeangehörigen soll der Wechsel in den Zivildienst mit einem Wartejahr erschwert werden. Ausserdem müssen mindestens 150 Diensttage im Zivildienst geleistet werden, so der Plan.

Wechsel nach RS in den Zivildienst WBF / VBS