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Neuer Trend Mit der «Magie des Aufräumens» zum Seelenfrieden

Legende: Video Neuer Trend Aufräumcoach abspielen. Laufzeit 03:00 Minuten.
Aus 10vor10 vom 10.05.2018.

Das Wichtigste in Kürze

  • Aufräumcoaching wird immer beliebter.
  • Vorreiterin ist die Japanerin Marie Kondo, deren Bücher weltweit millionenfach verkauft wurden.
  • Auch in der Schweiz wird nach der japanischen KonMari-Methode aufgeräumt.

Karine Paulon ist die Erste im deutschsprachigen Raum, die ein Zertifikat der japanischen KonMari-Methode hat. 400 Franken kostet sie als Aufräumcoach: Paulon assistiert beim Wegwerfen und beim Loslassen von altem Ballast. Dabei steht die Leitfrage im Zentrum «Macht mich der Gegenstand glücklich?» Aufgeräumt wird allerdings nicht konventionell Zimmer für Zimmer, sondern Kategorie für Kategorie.

Eine junge Frau strahlt in die Kamera.
Legende: Aufräumcoach Karine Paulon arbeitet in einem 50-Prozent-Pensum. ZVG

Am besten starte man mit Kleidern, empfiehlt Karine Paulon gegenüber SRF: «Von den Kleidern kann man sich am einfachsten trennen. Bei Erinnerungsstücken und Fotos ist das deutlich schwieriger.» Jedem Ding gehört nach dem Ausmisten ein ganz bestimmter Platz im Zimmer, so weiss man stets, wohin man es nach Gebrauch wieder legen muss.

Beliebtes Aufräum-Coaching

Das Aufräum-Coaching wird in der Schweiz immer beliebter. Karine Paulon arbeitet teilzeit auch als Ordnungscoach, und es gibt sogar einen eigenen Berufsverband. Nicht alle arbeiten jedoch nach demselben System – die japanische KonMari-Methode ist noch in der Minderheit. Aber rund um den Globus wird die Erfinderin Marie Kondo gefeiert.

Marie Kondo hält einen Vortrag
Legende: Die Japanerin Marie Kondo hat mit ihrem Buch «Magic Cleaning» einen Hit gelandet. Reuters

5 Millionen Mal hat sie ihr Buch mit dem Titel «Magic Cleaning» bereits verkauft. Sie verspricht: Wer sein Heim ausmistet, reinigt damit auch seine Psyche. «Die Unordnung im Zimmer entspricht der Unordnung im Herzen – Der Zustand der Unordnung weist also immer auch auf ein psychisches Problem hin.»

Tausende lassen sich von Marie Kondo inspirieren. Ihre Faltmethode ist zu Beginn etwas aufwändig, verspricht aber Überblick über die eigenen Kleider. «Dadurch, dass die T-Shirts, Hosen und Pullis in der Kommode stehen und nicht liegen, weiss man stets, was man überhaupt alles besitzt», sagt Aufräumcoach Karine Paulon.

Eines ist jedenfalls sicher: Aufräum-Berater ist ein Job mit Zukunft.

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12 Kommentare

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  • Kommentar von elize naude (elize)
    Heutzutage ist es völlig OUT wenn mann / frau noch einigermassen gesunde menschenverstand besitzen...
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  • Kommentar von elize naude (elize)
    Meine güte... es war schon immer befreiend sich von allasten zu trennen... gerade mit der frühlingsputzt... ich brauche doch kein coach dafür...??? Irgendwann brauchen wir noch einen coach für den wc gang...
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  • Kommentar von Bruno Hochuli (Bruno Hochuli)
    Aufräumen und Ordnung machen, habe ich schon als Kind gelernt, dafür muss ich keine 400 Fr. bezahlen für ein Buch bezahlen. Wer als Eltern die Kinder zu Ordnung und was machbar ist, erzieht, hat später sicher keine grossen Probleme.
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    1. Antwort von antigone kunz (antigonekunz)
      Herr Hochuli, ich bin mir da nicht so sicher. Der Anteil der Dinge/Kopf ist ein wesentlich anderer, als vor ein paar Jahren. Des Bürgers oberste Pflicht ist zu konsumieren. Denn der Markt heiligt jede Überproduktion, jedes Unnütze Ding, solange es sich zahlt. Auf der Strecke bleibt oft der Bezug zur Sache, der sich dadurch auszeichnet, dass ein Ding einen ihm angestammten Platz haben darf und dass es gepflegt und gewartet wird. Manche Dinge sind heute unerwünschte oder geduldete WaisenDinger.
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