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Neues Strahlenschutzgesetz Unter 18-Jährige sollen kein Solarium mehr besuchen dürfen

Solarium
Legende: Die WHO bezeichnet Solarien als «krebserregend». Sie seien ähnlich schädlich wie Zigaretten oder Asbest. Keystone
  • Der Bundesrat will laut einer Meldung der «SonntagsZeitung» unter 18-Jährigen künftig verbieten, ein Sonnenstudio zu besuchen.
  • Das sieht die Verordnung zum neuen Strahlenschutzgesetz vor.
  • Der Vorschlag kommt im Februar im Rahmen des neuen Strahlenschutzgesetzes in die Vernehmlassung.

«Künftig dürfen die Betreiber keine Minderjährigen mehr ins Solarium lassen», hiess es vom BAG. Die Fakten seien klar: UV-Strahlung sei schädlich und verursache Krebs. Wer etwa vor dem 30. Lebensjahr mit Solariumbesuchen beginne, steigere das Risiko eines Melanoms um drei Viertel, sagte ein Vertreter des Bundesamts für Gesundheit der «SonntagsZeitung».

Nicht erfreut über die geplante Neu-Regelung ist der Verband der Schweizer Solarien. Bei Verstössen drohen happige Strafen. Dies sieht eine Verordnung vor, die das BAG im Februar in die Vernehmlassung schicken will. Hintergrund ist das neue Bundesgesetz zum Strahlenschutz, das im vergangenen Juni vom Parlament verabschiedet wurde.

Es verpflichtet Solarium-Betreiber, die Sicherheitsvorgaben der Hersteller zu befolgen. Aufgrund dieser Vorgaben dürfen Solariumbetreiber künftig keine Minderjährigen ins Solarium mehr lassen. Die geplante Verordnung formuliert diesen Grundsatz aus. Das BAG bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur sda die Zeitungsmeldung.

Hautkrebs-Risiko

Wissenschaftliche Studien zeigten seit langem, dass Solarien bei Minderjährigen und jungen Erwachsenen kausal Krebs auslösen könnten und deshalb besonders gefährlich seien, schreibt das BAG weiter.

Offensichtlich sind Solarien bei den Jungen nicht unbeliebt. Laut einer repräsentative Studie zur Solariennutzung, die das BAG 2009 durchführen liess, hatte von den befragten 16- bis 25-Jährigen jede fünfte Person schon einmal ein Solarium benutzt oder benutzte regelmässig eines.

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Irtimid Wonnoque (Irtimid W.)
    Etwas mehr Respekt gegenüber ihren Eltern oder älteren Generationen? Fehlanzeige! Hinreichende Zuwendung der Eltern, Erziehung? Längst überholt, ist ja die Aufgabe des Staates! Während sich Eltern am Arbeitsplatz rumrackern, müssen Kinder vom Staat durch Kitas, Gebote und Verbote optimiert werden. Ist ja eine gute Idee, die Freiheit und Verantwortung herzugeben, um sich mehr Zeit für Konsum, Optimierung und Narzissmus zu schaffen. P.S.: Solarien sind blöd.
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  • Kommentar von Arthur Pünter (puenti)
    Der Bundesrat will den Solarienbesuch erst ab Alter 18 erlauben: Aha, für eine 19-Jährige oder einen 19-Jährigen ist der Solarienbesuch also weniger schädlich? Das passt genau in die Bestrebungen, auch beim täglichen Essen Vorschriften zu erlassen. Dagegen sieht die neue Strahlenschutzverordnung sicher keine Einschränkungen für kleine Kinder beim Handygebrauch vor. Vermutete Schädigungen werden hier der der mächtigen IT-Wirtschaft zuliebe in Kauf genommen. Staatwillkür zugunsten des Profits.
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    1. Antwort von Dr. Heinrich Faust (Dr. Heinrich Faust)
      Ab 18 gilt man laut Gesetz als erwachsen bzw. handlungsfähig. Ab dann kann eine Person seine Handlungen grundsätzlich frei bestimmen, die Grenze ist also nicht willkürlich gesetzt. Handys dagegen sind nicht per se schlecht, sondern es kommt auf die Dosierung an. Zudem müssen weitere Faktoren wie die soziale Interaktion etc. mitberücksichtigt werden. Zuerst müsste aus gesundheitlichen Überlegungen wohl eher gegen Alkoholkonsum und Zigaretten vorgegangen werden.
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    2. Antwort von Joel Busch (Joel)
      UV Strahlung (ultraviolettes Licht) mit UHF Strahlung (Mobilfunk, Radio, Richtfunk, Wettersatelliten) gleichzusetzen muss man erstmal hinkriegen. Ultraviolett ist im Frequenzbereich 800'000'000 MHz - 3'000'000'000 MHz, UHF hingegen im Bereich 300 MHz - 3000 MHz. Zur erinnerung Röntgen- und Gammastrahlung sind am hochfrequenten Ende der Skala. Aber wenn man den Unterschied zwischen Strahlungsfrequenzen nicht kennt, muss man eben die Wissenslücken mit Vorstellungen von staatlicher Willkür füllen.
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  • Kommentar von Daniel Kellerhals (Daniel Kellerhals)
    Nächstens wird der Bund vorschreiben wann man Zähne putzen muss.
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    1. Antwort von Franz NANNI (igwena ndlovu)
      Ist doch ganz einfach... Sie gehen mal in eine Hautklinik und lassen sich die Hautkrebse "on site" zeigen... sehr lehrreich....
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