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Schweiz Neujahrsansprache: Maurer beschwört die Tradition

Tradition und Erbe der Eidgenossenschaft – das sind die wichtigsten Themen von Ueli Maurers Neujahrsansprache. Der neue Bundespräsident wählte einen entsprechend symbolträchtigen Ort.

Legende: Video Neujahrsansprache von Ueli Maurer abspielen. Laufzeit 3:19 Minuten.
Aus News-Clip vom 01.01.2013.

«Bundesbriefmuseum» steht über der Pforte, durch die Maurer vor seiner Neujahrsrede schreitet. In dem Museum in Schwyz liegt das Gründungsdokument der Eidgenossenschaft.

Der Bundespräsident spricht den für ihn wichtigsten Satz gleich zu Beginn: «Ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen für das neue Jahr gute Gesundheit und alles erdenkliche Glück.»

Aus dem Ausland droht Kritik

Maurer betont die komfortable Situation, in der sich die Schweiz heute befindet: «Uns geht es gut, und Länder um uns herum haben immer mehr Probleme.»

Die Schweizer sollten sich auf ihre Herkunft besinnen, auf den Bundesbrief. Seine Botschaft sei zeitlos, habe die schweizerische Gesellschaft geprägt. Auf einen einfachen Nenner gebracht laute diese Botschaft: «Miteinander, füreinander – und dies ist eine Erbschaft, ein Vermächtnis».

«Wir wissen alle, was man mit einem Erbe machen kann: Man kann es pflegen und weitergeben – oder man kann es in kurzer Zeit verprassen.» Die Schweiz müsse ihren Wurzeln und Werten treu bleiben, so der Bundespräsident.

Zum Ende seiner Neujahrsrede wagte Maurer einen Blick in die Zukunft: «Wir werden auch in den nächsten Monaten von verschiedenen Seiten kritisiert werden. Nicht, weil wir etwas schlecht gemacht haben, sondern weil wir vieles besser gemacht haben.»

Die Schweizer, sagt Maurer, dürfen stolz sein auf das Erreichte. Sie sollten die Botschaft des Bundesbriefes nicht vergessen. Und mit Selbstvertrauen in die Zukunft gehen. «Bewahren wir miteinander unser kostbares Erbe und geben es der nächsten Generation weiter. Ich wünsche Ihnen ein glückliches neues Jahr!»

Maurer auf Facebook

Um in seinem Präsidialjahr den Kontakt zum Volk zu pflegen, hat Bundespräsident Maurer ein Facebook-Konto eröffnet. Die Seite soll den Alltag des Bundesrates zeigen, aber auch Seitenblicke zulassen. Maurers Privatleben soll weiterhin unangetastet bleiben.

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85 Kommentare

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  • Kommentar von Niedermann Roland, Genf
    Eid-Genossenschaft (Einer für alle, alle für einen) ist das Gegenteil des freien Marktes. Wofür genau ist der Bundespräsident ??
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  • Kommentar von Peter W. Küng, Zürich
    Warum hat es Ueli Maurer bei seiner Präsidialansprache unterlassen, auch diejenigen miteinzubeziehen, die beispielsweise dafür sorgen, dass wir in unseren Spitälern gepflegt werden? Alle seine Vorgängerinnen und Vorgänger haben sich jeweils nicht nur an die Bürgerinnen und Bürger, sondern auch an die (ausländischen) Mitbewohnerinnen und Mitbewohner unseres Landes gewandt, denen wir zu einem erheblichen Teil unser Wohlergehen verdanken. Sie verdienen doch auch gute Neujahrswünsche!
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    1. Antwort von W. Helfer, Zürich
      BP Maurer hat es nicht unterlassen den ausländischen MitbürgerInnen gute Neujahrswünsche zu übermitteln und hat sie sehr wohl miteinbezogen. Er kennt einfach den Unterschied zwischen StaatsbürgerInnen und MitbürgerInnen. Sie aber offesichtlich nicht.
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    2. Antwort von Adolf Fingerhut, Berlin
      Den Tausenden Deutschen die als medizinisches Fachpersonal an CH-Spitälern arbeiten,gebührt nach Ansicht Ihres Präsidenten bestimmt kein Dank. Die SVP würde doch liebend gerne auf sie verzichten. Die CH bekommt von D jährlich ca. 1 Milliarde "geschenkt" . Das sind allein die Kosten der in Deutschland ausgebildeten Ärzte, die man sich in der CH spart, indem man zu wenig ausbildet. Zusammen mit den übrigen Kosten von in D ausgebildeten Fachkräften kommen da astronomische Summen zustand...
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  • Kommentar von J. Schwendener, Phuket Thailand
    Eine einfache, sehr gute Ansprache mit dem Kern der Wahrheit. Bravo! Das ist ein guter Bundespräsident. Die paar Schmährufe aus der EU und den grossen Kanton müssen wir in Kauf nehmen. Aber solange dort Chaos und Unfähigkeit herrscht, wird die Schweiz wohl weiterhin als Filetstück vor den Augen deren Politiker liegen.
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    1. Antwort von Hans Haller, Kölliken
      Es reicht nicht mehr, nur gute Neujahrsansprachen zu halten. Gegenüber der EU, speziell gegenüber der "deutschen Kavallerie" müssten Retorsionsmassnahmen ergriffen werden. Unsere Regierung hat es sich selbst eingebrockt, damals als sie lediglich verbal sich entrüstete, statt zu handfesten Massnahmen zu greifen. Nun machen "die da" halt so weiter...!
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