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Schweiz Noch nie so viele unbegleitete minderjährige Asylbewerber

Noch nie haben so viele minderjährige Asylsuchende ohne Begleitung die Schweiz erreicht wie in diesem Jahr. In den ersten sieben Monaten des Jahres 2015 registrierten die Behörden 984 unbegleitete Minderjährige. Dies ist bereits mehr als im gesamten Jahr 2014.

Legende: Video 1000 minderjährige Flüchtlinge ohne Eltern in der Schweiz abspielen. Laufzeit 3:23 Minuten.
Aus 10vor10 vom 02.09.2015.

984 Minderjährige Asylbewerber, die ohne Begleitung in die Schweiz gereist sind, haben seit Jahresbeginn einen Asylantrag gestellt. Dies belegen unveröffentlichte Zahlen des Staatssekretariats für Migration SEM, die «10vor10» vorliegen. Die Zahl der so genannten UMA (unbegleitete minderjährige Asylbewerber) ist damit so hoch wie noch nie.

Von den 984 registrierten UMA, die von Januar bis Juli 2015 die Schweiz erreichten, stammen rund zwei Drittel aus Eritrea – praktisch alle sind männlich. Diese möchten laut SEM vor allem dem Militärdienst und der willkürlichen Behandlung im Heimatland entgehen.

Sprunghafter Anstieg 2014

Während vieler Jahre war die Anzahl neu registrierter Minderjähriger, die ohne Eltern aus der Heimat in die Schweiz flohen, konstant. Ein sprunghafter Anstieg fand dann 2014 statt. Innert eines Jahres verdoppelte sich die Zahl der neu registrierten UMA beinahe auf knapp 800. Heuer nun wurde diese Zahl bereits jetzt deutlich überschritten.

Für das Staatssekretariat für Migration SEM hat diese Erhöhung keine spezifischen Massnahmen zur Folge – für die Kantone hingegen schon. Sie müssen für jeden UMA eine Vertrauensperson ernennen. Diese begleitet und unterstützt einen Minderjährigen im weiteren Verfahren. Zudem haben minderjährige Asylbewerber Anrecht auf eine geeignete Unterkunft, Schulbildung und Animation. «Es ist eine grosse Herausforderung für die Kantone, genügend Unterkünfte für unbegleitete Minderjährige anzubieten», sagt die Aargauer Regierungsrätin Susanne Hochuli.

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34 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Haensenberger (Original Haensenberger)
    In Zukunft werden die Flüchtlinge NICHT nur flüchten vor dem Krieg und Bedrohung, viele werden aus dem Heimatland flüchten, weil das Land Zahlungsunfähig wird. Wenn das dann Wirklichkeit werden soll, werden wir die nächste Welle von Flüchtlinge erwarten können von vielen Ländern, wo nach Europa kommen. Nehmen wir an, dass die Schweiz in den nächsten 10 Jahren Millionen von Franken ausgeben, egal ob Spende-Geld oder Steuergeld, die Flüchtlinge, werden sehr viel Geld kosten.
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  • Kommentar von Margot Helmers (Margot Helmers)
    Ich lese immer wieder vom Familiennachzug. Aber seit der Asylgesetzesrevision vom 14.12.2012 (in Kraft seit 01.02.2014) ist es nicht mehr möglich, andere Verwandte ausser Ehepartner und minderjährige Kinder via Familiennachzug in die Schweiz zu holen (Art. 51 AsylG). Daher können unbegleitete Minderjährige ihre Familien (Eltern, Geschwister, usw.) nicht in die Schweiz nachziehen.
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  • Kommentar von Verena Eberhard (Verena Eberhard)
    Sehr schlau.. Familieinväter schicken ihre ältesten Söhne in die Schweiz. Hier stellen sie einen Asylanstrag, der sicher bewilligt wird und schon sitzt die ganze Familie mit mehreren Kindern in der Schweiz. So geht das heute, weil unsere Gesetze lächerlich sind. Und wenn man weiss wieviel ein Kind von der Sozialhilfe bekommt dann erübrigt sich die weitere Diskussion.
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    1. Antwort von heni seemann (heni)
      wieviel bekommt ein kind den von der sozialhilfe?
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