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Schweiz Nur 16 Prozent aller Schweizer leben auf dem Land

Die Zahl der Schweizer, die in Städten lebt, nimmt zu. Das liegt am Bauboom, an der Einwanderung – und an einer Neudefinition beim Bundesamt für Statistik.

Zürich West
Legende: Heute leben 84 Prozent aller Schweizer in städtischen Gebieten. 2000 waren es erst 73 Prozent. Keystone

Die Schweiz ist auf einen Schlag städtischer geworden. 84 Prozent der Bevölkerung leben in städtischen Gebieten. Das sind ganze 11 Prozent mehr als im Jahr 2000. Verantwortlich für den sprunghaften Anstieg sind der Bauboom, das Bevölkerungswachstum und eine neue Definition des Bundesamts für Statistik.

Dieses hat neu festgelegt, welche Ortschaften «städtischen Charakter» haben. Neu zählen unter anderem auch Gemeinden in den Agglo-Gürteln dazu oder Kerngemeinden ausserhalb von Agglomerationen.

In ländlichen Gemeinden ohne städtischen Charakter leben nur 16 Prozent der Bevölkerung, dies aber auf 59 Prozent der Landesfläche. Umso dichter besiedelt ist der städtische Raum, der sich in zwei Bändern vom St. Galler Rheintal bis nach Basel und von Genf bis Bern erstreckt. Hier leben 84 Prozent der Bevölkerung auf 41 Prozent der Fläche. Nach wie vor dominieren dabei die Agglomerationen: In diesen leben 73 Prozent der Bevölkerung.

21 Kommentare

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  • Kommentar von N. Humke, koblenz
    Mal was zum nachdenken: wenn 16% der Schweiter auf 60% des Landes Leben, ist naheliegend das ein Großteil dieses auch besitzt. Also sind die subventionierten Bauern evtl. doch vielleicht nicht so arm ;-)
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    1. Antwort von Ernst Jacob, Moeriken
      N. Humke: Der mit Abstand grösste Schweizer Landbesitzer soll das Kloster Einsiedeln sein, las ich vor ein paar Jahren mal irgendwo. Und die armen Bauern würden trotzdem erst reich sein, wenn sie ihr Land zum Baulandpreis verkaufen könnten. Aber was nützen mir ein paar Hektaren Ackerland, wenn ich nichts davon verkaufen kann, ohne mir, und meinen Nachkommen, so eigentlich nur selber zu schaden?! Geld ist nicht Alles, es gibt auch noch Boden...
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    2. Antwort von Walter Starnberger, Therwil
      N. Humke, der Grossteil dieser 59% Landesfläche besteht aus Alpenraum und Jura, darunter so illustre Gebilde wie das Matterhorn und der Vierwaldstättersee. Die Flächen gehören grösstenteils den Gemeinden und sind nicht in Privatbesitz. Also klar nein, die Bauern sind nur dort reich wo sie erstens Land in der Bauzone besitzen und zweitens dort auch jemand bauen will.
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  • Kommentar von Beppie Hermann, Bern
    Erstaunlich,wie Mensch als Teil der Natur in Städten glücklich leben kann.In Lärm,Gestunk+Gestank,wo Fenster der Häuser so dicht beieinander stehen wie die Löcher meines Mehlsiebes,Trämli durch Grau fahren,die Blicke der komprimierten Leute ins Leere od.in Displays starren,wo Kinder fern jegl.Natürlichkeit konsumorientiert,zugedröhnt von Elektronik+synthet.Freizeitangeboten inmitten Betonwüste aufwachsen.Sie kennen nichts anderes mehr,aber wie entwicklungsfähig ist dieses Leben auf Generationen?
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    1. Antwort von Barbara Wihler, züri
      @Hermann..also eine Stadtrundfahrt mit dem OEV.hat auch seinen Reiz und stellen Sie sich vor..da wo ich wohne in Züri gibts wieder Bienen ,wir teilen mit der Nachbarschaft Aepfel und Zwetschgen und sonst so allerlei..über den Hag sogar kleine Kinder.gibts und neuerdings ein paar Hühner und beim Bauern weiter hinten sogar Wasserbüffel auf der Weide.Also lebe ich lieber hier als in einem Dorf wo man trotz sozialem Engagement auch nach 30 Jahren noch ausgegrenzt wird.Laut juchzäääää!
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    2. Antwort von Beppie Hermann, Bern
      Sie mögen ja schon recht haben,dass es da+dort Quartiere gibt mit solchen Strukturen od.gar noch Restbestände von Schrebergärten.Im Allgemeinen aber,bes.in Agglos,stehen Blöcke dicht an dicht.So auch kleineren Städten,die noch vor 10J Dörfer waren u.rasant gewachsen sind,reine Käfighaltung!Da wurde einem der Grundbedürfnisse des Menschen null Rechnung getragen,geschweige denn dem unsrer Mitgeschöpfe wie Wildbienen,Schmetterlinge,Amphibien,Vögel usf,dem Recht auf eine natürliche Lebensgrundlage.
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  • Kommentar von Rita Meier, Luzern
    nur Wohlhabende können es sich leisten auf dem Land zu wohnen- Die Mehrheit ist jedoch berufstätig und ist gezwungen sich einen Wohnsitz in der Stadt oder Stadtnähe zu suchen. Kein freiwilliger sondern ein existenzieller Entscheid
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    1. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      Blödsinn! Wenn es so wäre, gäbe es die vielen Pendler nicht, die täglich zur Arbeit in die Stadt oder Stadt-Nähe unterwegs sind. Und eben u. a weniger Wohlhabende leben auf dem Land, weil dort, wenn überhaupt noch günstigere Wohnungen zu finden sind. Und Menschen, welche nicht in Betonwüsten leben wollen, sondern noch Natur vor der Haustüre haben wollen. Und solche Menschen finden sich bei Wohlhabenden, wie auch bei welchen, die es nicht sind.
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    2. Antwort von Margrith Schär, Langenthal
      @ Frau Meier. Wenn ich die Mietpreise zwischen Stadt und Land vergleiche, wird schnell klar, wo sich wohlhabende Mieter niederlassen!
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