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Schweiz Nur eine Handvoll Flüchtlinge kommt in die Schweiz

Hunderte Flüchtlinge haben in Ungarn Züge Richtung Westen bestiegen. Auch in der Schweiz sind die ersten eingetroffen. Doch anstatt Hunderte – wie in Österreich und Deutschland – stiegen am Vormittag nicht mal ein Dutzend in Buchs (SG) aus.

Legende: Video Grenzwächter nehmen Flüchtlinge in Empfang abspielen. Laufzeit 1:10 Minuten.
Aus Tagesschau vom 01.09.2015.

Die Flüchtlinge, welche von Ungarn über Österreich nach Westeuropa gelangen wollen, machen derzeit europaweit Schlagzeilen. Heute kamen aber nur wenige von ihnen aus Österreich in die Schweiz.

Rund ein Dutzend Flüchtlinge stiegen bis zum Mittag in Buchs (SG) aus den Zügen aus Österreich – darunter eine syrische Familie mit zwei kleinen Kindern. Sie hätten sich auf viele Flüchtlinge eingerichtet, sagt Markus Kobler, Kommandant der Grenzwachtregion III, Morgen auf dem Bahnhof Buchs.

Noch immer viele Flüchtlinge im Tessin

«Wir kontrollieren nicht nur in den Zügen, sondern auch auf dem Gelände», sagt er. In der Nacht auf Dienstag seien 13 Flüchtlinge aufgegriffen worden. Doch die meisten Flüchtlinge wollten zurzeit nach Deutschland, sagte Polizeisprecher Hanspeter Krüsi.

«Die Situation an der Ostgrenze der Schweiz ist bislang ruhig», sagte auch Céline Kohlprath, Mediensprecherin des Staatssekretariates für Migration (SEM). Die rund ein Dutzend per Zug angekommenen Flüchtlinge könnten in den Bundesunterkünften untergebracht werden.

Zurzeit kämen die meisten Flüchtlinge über die Südgrenze über das Tessin in die Schweiz, teilte die Eidgenössische Zollverwaltung EZV mit. Ein grosser Teil der Tausenden Migranten auf der Balkanroute wolle aber nach Nordeuropa gelangen.

Kantone helfen mit

Im Kanton St. Gallen sind die Kontrolle in den Zügen aber intensiviert worden. Grenzwächter aus anderen Regionen werden ihren Kollegen zudem in den nächsten Tagen zu Hilfe kommen.

Auf einen vorübergehenden Anstieg von Asylgesuchen ist die Schweiz laut SEM vorbereitet: Seit Frühling 2015 sei die Anzahl Plätze für Asylsuchende von 2400 auf 3100 erhöht worden, sagte Kohlprath. Um einen plötzlichen Ansturm bewältigen zu können, würden zudem mit den Kantonen weitere Unterkunftsmöglichkeiten geprüft – auch solche, welche nicht ganz den üblichen Anforderungen entsprächen.

Die Berner Kantonsregierung teilte mit, im Berner Seeland ab Mitte September in zehn Armeezelten 250 Asylsuchende unterzubringen. Die Armee stelle die Zelte, welche auf dem Areal der Kollektivunterkunft Kappelen-Lyss zu stehen kommen, kostenlos zur Verfügung.

Bereits seit Ende Juli wohnen Asylbewerber in Aarau in Zelten. Der Kanton Basel-Stadt setzt hingegen auf temporäre Wohncontainer. Rund 30 Flüchtlingsfamilien – insgesamt rund 150 Personen – sollen ab Herbst 2016 in den Containern auf dem Areal einer ehemaligen Werkstätte der Verkehrsbetriebe leben.

Glückskette sammelt für Nothilfe

Der Strom der Flüchtlinge, die nach Europa ziehen, reisst nicht ab. In mehreren europäischen Ländern ist die Situation desolat. Die Glückskette sammelt für die Menschen auf der Flucht. Das Geld geht ganz konkret in die Nothilfe.

Tony Burgener, Direktor der Glückskette, erklärt: Man habe Partner-Hilfswerke, die beispielsweise in Serbien, Mazedonien, Sizilien oder auf der Insel Kos aktiv seien. «Nothilfe heisst Nahrungsmittel, Nothilfe heisst Wasser, Nothilfe heisst Hygiene, Nothilfe heisst aber auch Unterkünfte und in gewissen Fällen brauchen diese Leute aus Kriegsländern auch psychologische Unterstützung», sagt Burgener.

Die Glückskette ruft zu Spenden für die Flüchtlinge auf. Diese können auf das Konto 10-15000-6 (Vermerk «Flüchtlinge»), auf www.glueckskette.ch oder via App «Swiss Solidarity» überwiesen werden.

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85 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Haensenberger (Original Haensenberger)
    Wir sind doch nicht das Geldspender Land. Sind die Schweizerin und Schweizer eigentlich nur dafür da um Geld zu spenden, aber viele dann in der Rente unter dem Existenzminimum leben müssen, weil vielen dann noch das Geld aus dem Sack gezogen wird.
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  • Kommentar von Peter Haensenberger (Original Haensenberger)
    Die Flüchtlings-Welle wird wachsen, es wird mal ein stillstand geben, es dann weiter wachsen Flüchtlings-Welle. Viele Länder auf der Welt, werden sich der Verantwortung entziehen. Viele Länder auf der Welt und in Europa haben Geld, kaufen sich noch auf ganz andere Weise der Verantwortung frei. Dass die Flüchtlings-Welle abreissen wird, glauben nicht viele bei der Bevölkerung ganz Europa. Dass der Druck auf Europa Grenzen in den nächsten Jahrzehnten eher zunehmen wird, wird die Zukunft zeigen.
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  • Kommentar von Peter Haensenberger (Original Haensenberger)
    Flüchtlinge kommen nach Europa, die Glückskette Spendet Geld. Nicht alle Flüchtlinge werden von dem Geld was sehen, nicht alle Flüchtlinge werden in dem Heimatland bleiben und es aufbauen mit dem Spende-Geld. Es werden viele Flüchtlinge über das Meer kommen Schlepper Leute werden neue Wege finden um den Flüchtlinge das Geld aus dem Sack zu ziehen. Unsere Bundesräte, viele Politiker werden ein Weg finden, uns noch mehr Steuergeld aus dem Sack zu ziehen.
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