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Bundesrat plant weitere Lockerungen
Aus Tagesschau vom 11.06.2021.
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Öffnungsschritte vom 28. Juni Die Übersicht: Diese Lockerungen schlägt der Bundesrat vor

Weitere Öffnungsschritte sollen den Weg in Richtung Normalisierungsphase ebnen – rechtzeitig auf die Sommerferien hin.

Das ist die Ausgangslage: Seit dem letzten Öffnungsschritt von Ende Mai hat sich die epidemiologische Situation verbessert. Die Fallzahlen sinken, die Intensivbetten sind weniger mit Covid-19-Patienten belegt, gleichzeitig sind immer mehr Personen gegen das Coronavirus geimpft. Darum steht weiteren Lockerungen vor den Sommerferien laut dem Bundesrat nichts im Weg.

Lockerung der Maskenpflicht: Der Bundesrat möchte ab dem 28. Juni die Maskenpflicht im Freien aufheben. Konkret schlägt Gesundheitsminister Alain Berset vor, die Maskenpflicht in Aussenbereichen von öffentlich zugänglichen Einrichtungen, Freizeitbetrieben, Bahnhöfen und Haltestellen aufzuheben. Das betrifft ebenso die Aussendecks von Schiffen und Sessellifte.

Vorsichtsmassnahmen im Büro: Am Arbeitsplatz soll die generelle Maskenpflicht zwar ebenfalls aufgehoben werden. Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber hätten aber weiterhin die Pflicht, ihre Arbeitnehmenden zu schützen, heisst es in der Mitteilung. Eine generelle Aufhebung der Homeoffice-Pflicht ist im Vorschlag des Bundesrats nirgends erwähnt.

Kurzarbeit bis Ende September

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Der Bundesrat hat auch eine Anpassung der Massnahmen im Bereich der Kurzarbeitsentschädigung vorgeschlagen. Denn viele Betriebe und Arbeitnehmende können auch mit den nun per Ende Juni vorgesehenen Öffnungen nicht im selben Ausmass arbeiten wie vor der Coronakrise.

Aus diesem Grund schlägt der Bundesrat vor, die Betroffenen weiter gezielt zu unterstützen und den ausserordentlichen Anspruch auf Kurzarbeitsgelder für Lernende, für Personen in befristeten Arbeitsverhältnissen und für Personen auf Abruf in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis bis Ende September zu verlängern. Die Kantone, die Sozialpartner und die zuständigen Kommissionen können sich noch dazu äussern. Der definitive Entscheid folgt am 23. Juni.

Änderungen an den Schulen: Der Bundesrat will die Maskenpflicht auf der Sekundarstufe II aufheben. Für Regeln an den Gymnasien, Fachmittelschulen und Berufsschulen sollen ab 28. Juni wieder die Kantone zuständig sein.

Neue Regeln für die Gastronomie: In Restaurants soll die Gruppengrösse pro Tisch von vier auf sechs Personen erhöht werden. Wie bisher soll drinnen eine Sitzpflicht gelten, draussen soll sie aber aufgehoben werden. Auf Terrassen will der Bundesrat auch die Beschränkung der Gästegruppengrösse und die Maskenpflicht aufheben. Kontaktdaten müssen aber angegeben werden.

Gute News für Ferienhungrige: Die Quarantänepflicht für Einreisende aus allen Staaten und Gebieten des Schengenraums soll vollständig aufgehoben werden. Auch Drittstaatenangehörige sollen wieder einreisen dürfen.

Besuch in Clubs mit Zertifikat: Betreiber von Diskotheken sollen nach monatelanger Schliessung ihre Tanzflächen wieder öffnen können. Jedoch soll nur Personen mit Covid-Zertifikat – also Geimpfte, Genesene oder Getestete – Einlass gewährt werden. Maximal sollen 250 Personen anwesend sein dürfen. Sie sollen keine Maske tragen müssen, aber ihre Kontaktdaten angeben.

Zugang zu Anlässen: Ab 1000 Personen soll das Covid-19-Zertifikat Pflicht sein. Drinnen können bis zu 3000 Personen – mit Maske – teilnehmen, im Freien bis zu 5000. Auch Läden, Freizeitbetriebe und Sporteinrichtungen sollen nach dem Bundesrat ihre Kapazitäten wieder besser nutzen können. Aquaparks sollen mit Platzeinschränkungen für alle Gäste wieder öffnen.

So geht es nun weiter: Die obigen und weitere Vorschläge hat der Bundesrat heute in die Konsultation geschickt. Am 23. Juni entscheidet er definitiv.

Quelle: Bundesrat, 11.06.2021Das hat der Bundesratam 11. Juni beschlossenSport und Kultur in Innenräumen• Beschränkung der Gruppengrösse aufgehoben• Masken- und AbstandpflichtSelbsttests• Verkauf von Selbsttests in Drogerien und Detailhandel • Vom Bund finanzierte 5 Selbsttests pro Monat weiterhin in ApothekenAufhebung der Maskenpflicht in der Sekundarstufe II• Für Gymnasien, Fachmittelschulen und Berufsschulen sind Kantone zuständigDiese Lockerungen sollen ab dem 28. Juni geltenKeine Maskenpflicht mehr im Freien• Öffentliche Einrichtungen und Freizeitbetriebe• Bahnhöfe und Haltestellen• Aussendecks von Schiffen und SessellifteMehr Kapazitäten im Innenbereich • In Läden, Freizeitbetrieben oder SporteinrichtungenAufhebung der Maskenpflicht bei der Arbeit• Abstand muss eingehalten werden• Maskenpflicht weiterhin für Angestellte in Restaurants und im DetailhandelRestaurants• Innen max. 6 Personen pro Tisch• Sitzpflicht bleibt, Bewegung mit Maske • Draussen Gruppengrösse unbeschränkt, Sitzpflicht wird aufgehobenDiskotheken und Tanzlokale offen• Zugang nur mit gültigem Covid-Zertifikat• Höchstens 250 Personen• Keine MaskenpflichtVeranstaltungen mit Zertifikat• Bewegung im Innenraum mit Maske• Innen max. 3‘000 Personen• Draussen max. 5‘000 Personen• 2/3 der Kapazitäten können genutzt werdenVeranstaltungen ohne Zertifikat• Sitzend max. 1000 Personen (Kino, Theater, Fussballmatch)• Bewegend max. 250 Personen (Hochzeit, Konzert ohne Bestuhlung)• 1/2 der Kapazitäten können genutzt werden

SRF 4 News, 11.06.2021, 15:30 Uhr;

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141 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Schneebeli  (Thomas Schneebeli)
    Einen Impfnachweis oder Test während der Pandemie, um den Flugverkehr wieder zu beleben, könnte ich irgendwie nachvollziehen.
    Was jetzt gewisse EU-Länder etablieren, das GGG-Zertifikat im eigenem Land als Eintritt ins Sozialleben zu verlangen,
    ist ein weiterer Zentralisierungsexess überakt.Politiker.
    Dass unser BR und schlimmer noch,
    unser Parlament, die Restaurants und Hotels in der Orangen-Zone platziert und man zurückweisen darf, ist absurd.

    Mein Vertrauen in die Politik ist dahin.
    1. Antwort von Pirmin Schläpfer  (Gwunderer)
      Es ist eine ganz sonderbare Sache um das Vertrauen. Man ist von Kind auf gewohnt und darauf eingestellt, es zu schenken. Meist relativ bedingungslos. Bis jemand wirklich - und ich glaube Ihnen das - sein Vertrauen in die Politik oder (in meinem Fall) die ganze westliche Kultur verliert, muss einiges geschehen. Letztendlich profitiert man aber nur davon, sieht tiefer in die Wirklichkeit, entwickelt ev. sogar eine Vorsicht, die nicht schaden kann. Auch wenn man auf das meiste keinen Einfluss hat.
    2. Antwort von Thomas Michel  (Don Thomas)
      Man hat einen Einfluss darauf wenn man seine Stimme erhebt, anstelle den Mist schönzureden!
  • Kommentar von Beat Zurbrügg  (BeZu)
    Ich finde es schon bedenklich wie sich einige Leute benehmen und immer noch Angst verbreiten wollen. Warum eigentlich haben die Geimpften immer noch Angst vor den Ungeimpften wenn der Schutz doch so gut ist. Das sie aber weiterhin den Virus weitergeben können ist vielen nicht mal klar. Ich finde Kommentare wie z.B. von Thomas Steiner sowas von daneben. Ist es nicht möglich dass wir wieder nach dem Motto leben und leben lassen vorwärts gehen können. Dies alles spaltet die Bevölkerung.
    1. Antwort von Thomas Steiner  (Thomas Steiner)
      Die Angstmacherei der Impfgegner ist extrem, die Lügen werden immer absurder. Ich frage mich, warum die solch Panik verbreiten wollen? Haben die Angst, dass die Pandemie bald vorbei ist?
    2. Antwort von Michael Mauerhofer  (mmhofer)
      Herr Steiner. Die Pandemie ist vorbei, oder macht zumindest Pause. Und ob man sich impfen lassen will ist jedem selbst überlassen. Druckversuche der Impf-Befürworter wie Gruppenzwang, die Mehrheit ist im Recht, oder Bevorteilung Gleichgesinnter, sind für mich nicht zulässig.

      Versuche diese Aussage, mit Vergleichen (Schlagzeilen) z.B. aus Indien, mit der Erinnerung an Bilder aus Bergamo, unbekannten Mutanten oder irgendwelchen bezugslosen Zahlen, als uneinsichtig zu bezeichnen - wären naja.
  • Kommentar von Thomas Steiner  (Thomas Steiner)
    Viele scheinen nicht zu verstehen, dass sie das Recht haben, an Covid zu erkranken. Sie haben dank Patientenverfügung sogar das Recht, an Covid zu sterben. Warum es Leute gibt, die denken es sei ihr Recht, andere krank zu machen werde ich nie verstehen.
    1. Antwort von Pirmin Schläpfer  (Gwunderer)
      Moralisch oder juristisch? Juristisch habe ich durchaus in den allermeisten Fällen (Krankheiten) dieses Recht, sofern Sie damit meinen, dass ich ohne Impfzertifikat unter die Leute gehen darf. Ich hoffe sehr, es kommen keine Krankheiten auf die Menschheit zu, wo sich die Frage ernsthaft stellt. Übrigens habe ich gar nichts grundsätzlich gegen Impfungen, lasse mich einfach nicht gern zum Versuchskaninchen machen, nur weil ein unbekanntes Corona- oder Influenzavirus auftaucht. Verstehen Sie das?
    2. Antwort von Nathalie Berger  (NathiB)
      @pirmin
      HIV?
    3. Antwort von Thomas Steiner  (Thomas Steiner)
      Nein Herr Schläpfer, dass verstehe ich nicht: Ersten haben Sie nicht das recht, jemand wissentlich ohne dessen Einwilligung mit was auch immer anzustecken, sei das HIV, Hepatitis C, Ebola, oder Corona. Dann tun sie so, als wenn die Covid-Impfstoffe nicht getested wurden, dabei wurde über 10 Jahren an Sars-Cov-1 geforscht, und die Impfstoffe wurden besser getestet als fast alle auf dem Markt erhältliche Medikamente, und die Zulassung war völlig normal.
    4. Antwort von Pirmin Schläpfer  (Gwunderer)
      @Steiner & Berger, ich kann problemlos Leute mit der Grippe anstecken, sogar wild hustend unter die Leute, ohne deswegen zur Rechenschaft gezogen zu werden. Sie müssten erst einmal erklären, ob das bei diesem Virus nicht gehen soll, weil es für uns neu ist, weil die Sterblichkeit und schweren Verläufe so hoch sind, oder ob Long-Covid all die nie gehabten Einschränkungen rechtfertigt. Mir scheint es irgendeine Kombination zu sein, aber so werden Grundrechte mal so über den Daumen eingeschränkt.
    5. Antwort von Thomas Ackermann  (Biologe)
      Herr Steiner, in einer Gesellschaft, wo es verboten ist, ansteckende Krankheiten zu haben und andere möglicherweise anzustecken - unter dem Promillebereich tödlich - möchte ich nie leben. Sie schauen die Impfung naturwissenschaftlich an. Ich habe (auch) andere Kriterien, u.a. mathematische (Verhältnismässigkeit, Risiko und Wahrscheinlichkeit). Risiken sind Teil des freien Lebens. Ich dürfte nicht mehr Auto fahren ohne dringenden Grund, denn es ist potentiell verletzend, gar tödlich.