Offenbar Brandstiftung in Lausanner Bibliothek

Bei einem Brand in der Stadtbibliothek Lausanne sind am Sonntag rund 100'000 Bücher mit Russ bedeckt worden. Das Feuer richtete vor allem in den Büros der Bibliothek beträchtlichen Schaden an. Offenbar handelt es sich um Brandstiftung.

Feuerwehrmann bei der Arbeit.

Bildlegende: Vor allem die Büros wurden durch die Flammen beschädigt. Keystone

Das Feuer in einer Lausanner Bibliothek wurde wahrscheinlich gelegt. Die Polizei konnte in zwei verschiedenen Räumen je einen Ausbruch des Feuers ausfindig machen, sagte der zuständige Staatsanwalt. Einer oder mehrere Unbekannte versuchten, einen Tresor gewaltsam zu öffnen. Ob dies gelang, ist nicht bekannt.

In den Büros wurden auch mehrere Schubladen durchsucht und ihr Inhalt auf den Boden entleert. Am Gebäude wurden keine Einbruchsspuren entdeckt. Die Ermittler prüfen nun die Bilder der Überwachungskameras der Umgebung.

Bücher nicht beschädigt

Die eigentliche Bibliothek hingegen, die eine Etage unter den Büros liegt, wurde vom Löschwasser der Feuerwehr nicht unter Wasser gesetzt. Das Wasser floss vor allem über den Teppichboden und nicht über die Bücher.

Der Bibliotheksstandort an der Place Chauderon bleibt für mindestens eine Woche geschlossen. Bis dann soll der Russ, der alles bedeckt, abgesaugt werden. Die verwüsteten Büros werden längere Zeit nicht verfügbar sein. Die rund 25 Personen werden vorübergehend an anderen Standorten arbeiten.