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Olympia in der Schweiz Parmelin will keine Volksabstimmung

Legende: Audio Feuer und Flamme für Sion 2026 abspielen. Laufzeit 27:00 Minuten.
27 min, aus Samstagsrundschau vom 17.02.2018.
  • Das Parlament entscheidet voraussichtlich im März, ob das Schweizer Stimmvolk über Sion 2026 abstimmt.
  • Bundesrat Guy Parmelin will einen Urnengang auf nationaler Ebene unbedingt verhindern. Sein Hauptargument gegen eine Volksabstimmung: Zeidruck.
  • Konkret läuft die Bewerbungsfrist um eine Austragung der Olympischen Winterspiele am 11. Januar 2019 ab.
  • Diese Deadline könne mit einer Volksabstimmung laut Sportminister Parmelin unmöglich eingehalten werden.

In der «Samstagsrundschau» zeigt sich Bundesrat Guy Parmelin von Olympia begeistert. Mit Blick auf die aktuellen Spiele in Pyeongchang verrät er: «Jeden Morgen schaue ich mir die Resultate an. Und ich bin natürlich sehr zufreiden, wenn unsere Sportlerinnen und Sportler gewinnen.»

Angesprochen auf die Möglichkeit einer Schweizer Kandidatur im Rahmen von Sion 2026 betont der Sportminister, dass die Bewerbung eine kantonale Angelegenheit sei. Sie zu einer nationalen werden zu lassen, sei riskant. Denn: «Wenn man die Spielregeln ändert, um ein Referendum zu machen», so Parmelin, «haben wir keine Zeit, die Bewerbung zu realisieren, bevor die Kandidatur deponiert sein muss.»

Parmelin hofft auf Solidarität der Kantone

Bei den Kosten für Sion 2026 appelliert Bundesrat Parmelin an die Solidarität der Kantone. Er hoffe, dass die Nicht-Olympia-Kantone für Sion 2026 Gratispolizisten zur Verfügung stellten. So, wie dies auch bei der Fussball-Europameisterschaft 2008 gehandhabt worden sei.

Die kantonalen Polizeidirektoren haben jedoch im November entschieden, für allfällige Polizeieinsätze während Sion 2026 600 Franken pro Polizist und Tag zu verrechnen. Parmelin hofft nun, dass die Konferenz der Kantonsregierungen diesen Entscheid umstösst.

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111 Kommentare

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  • Kommentar von B. Lobermann (Weihnachtsfreude)
    Gut sind die grössten Parteien gegen Olympia (Budget) Die SP und SVP sind dagegen. Und beide sind für eine Volksbefragung. Allerdings ist die SP NUR beim Departement VBS für ein Finanzreferendum die SVP in jedem Departement. Das Volch ist der SP nur dann wichtig, wenn es um die eigenen Interessen geht. Ansonsten soll es nichts zu melden haben. Nein zu Olympia aber endlich ja zu den Finanzreferendum wie es die SVP seit Jahren fordert. U.a. die SP und CVP aber seit Jahren verhindert.
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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Für einen solchen "Volks-Zertreter" (und Arbeitnehmer), gibt es nur eine klare Antwort der Bevölkerung (dem Souverän und Arbeitgeber), welche dessen sehr guten Lohn mit den Steuergeldern bezahlt - "Non, monsieur Parmelin", so nicht! Von wegen "Volks-Politik"!! Wer bezahlt, entscheidet auch!
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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Bundesrat Parmelin, sucht mittels eines "Umweges" um das Schweizer Volk herum (ohne Volks-Abstimmung), zum "Ziel" seiner Interessen zu gelangen (Olympiade in Sion, Kampfflugzeuge...)! Und diese "Finte", von einem - angeblichen und selbsternannten - "Volks-Vertreter"!! Diese Haltung, deutet doch viel eher auf einen "Volks-Zertreter"hin!!
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