Online-Angebote bescheren Verlagen mehr Reichweite

Die digitale Revolution beschert den Schweizer Zeitungen eine wachsende Leserschaft. Während die Zahl der traditionellen Zeitungsleser stabil bleibt, wächst die digitale Mediennutzung stetig. Im Durchschnitt konsumiert bereits über ein Viertel der Gesamtleserschaft die jeweiligen Onlineangebote.

Online-Angebote werden für Schweizer Verlage immer bedeutender. Laut jüngsten Zahlen der WEMF für Werbemedienforschung kommen zu den Lesern der Zeitungen im Durchschnitt bereits über ein Viertel zusätzliche Nutzer, die die Online-Angebote der jeweiligen Titel konsumieren. Wie die Erhebung aus dem Zeitraum April 2014 bis März 2015 belegt, kommt dabei der Verbreitung über mobile Endgeräte eine besonders hohe Bedeutung zu.

Print-Markt bleibt stabil

Gleichzeitig halten sich die Print-Leserzahlen relativ stabil. Die meistgelesene herkömmliche Zeitung ist in der Deutschschweiz nach wie vor das Pendlerblatt «20 Minuten» mit 796'000 Lesern pro Tag. Zusammen mit seinen Ausgaben in der französischen und italienischen Schweiz erreicht der Titel aus dem Hause Tamedia gar gut 2 Millionen Leser.

An zweiter Stelle folgt in der Deutschschweiz die Print-Ausgabe des «Blick» mit 656'000 Lesern, gefolgt vom «Tagesanzeiger» mit 457'000 Lesern am Tag. 274'000 Leser erreicht die «NZZ» mit ihrem Printtitel, 367'000 die gedruckten Zeitungen des Medienverbundes «AZ Nordwestschweiz».

In der Westschweiz hat weiterhin «Le Matin» die grösste Leserschaft. 296'000 Menschen greifen pro Tag zur Printausgabe. Dahinter folgen «24 Heures» und «Le Temps».