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Online-Handel Online-Shopping kann ökologisch sein

Legende: Audio Onlineshopping und Ökologie: Nicht zwingend ein Widerspruch abspielen. Laufzeit 1:37 Minuten.
1:37 min, aus HeuteMorgen vom 01.03.2017.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Das Onlinegeschäft wächst auch in der Schweiz. Das bedeutet viel Arbeit für die Paketzulieferer.
  • Laut Verkehrsexperten führt diese Entwicklung jedoch nicht zwingend zu mehr Verkehr auf den Strassen und zu einer höheren Umweltbelastung. Entscheidend sei, wie die Paketzustellung organisiert werde.
  • In Zukunft könnten neue Innovationen wie Transport-Drohnen das Onlineshopping noch ökologischer gestalten.

Die Paketzusteller auf den Schweizer Strassen haben viel zu tun. Sowohl die privaten Zulieferdienste als auch die Schweizerische Post profitieren vom boomenden Onlinegeschäft. So hat alleine die Post im letzten Jahr fast sechs Prozent mehr Pakete zugestellt als im Jahr zuvor. Dabei müssen mehr Pakete nicht unbedingt mehr Transporte und eine grössere Umweltbelastung bedeuten.

Onlineshopping kann die Umwelt schonen

Laut Matthias Müller vom ökologisch orientierten Verkehrsclub VCS, kann Onlineshopping sogar gut für Umwelt sein: «Wenn die Ware durch einen Lieferwagen ausgeliefert wird und gleich zehn Haushalte bedient werden, dann ist dies ökologischer als wenn zehn Personen getrennt voneinander in den Laden fahren würden. Aber wenn der Lieferwagen nur eine Jeans ausliefert und dafür durch das ganze Land fährt, dann ist das nicht sehr ökologisch.»

Viele Pakete in möglichst grossen Fahrzeugen

Es kommt also auf die Umstände an. Wolfgang Stölzle, Professor für Logistikmanagement an der Universität St. Gallen, sieht das genauso. Onlineshopping sei dann ökologisch, wenn es den Paketdiensten gelinge, grosse Mengen an Paketen möglichst in grossen Fahrzeugen zu transportieren. Erst möglichst spät sollten die Pakete dann auf Kleinfahrzeuge umgeladen werden.

Fahrräder und fliegende Kuriere

Und in Zukunft könnte der Onlinehandel laut Wolfgang Stölzle noch umweltfreundlicher werden. Etwa wenn für die Feinverteilung vermehrt Lastenfahrräder eingesetzt würden. Oder wenn in ländlichen oder abgelegenen Gebieten Transportdrohnen verwendet würden. Bei einem anhaltenden Wachstum des Onlinehandels werden solche Ideen schon bald an Bedeutung gewinnen.

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Willi Fetzer (wi)
    Ökologischer, na klar! Man kann alles schönreden! Arbeitszeiten von täglich min 12 Std. der Chauffeure, alles wieder zurückschicken da's nichts kostet etc.
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  • Kommentar von Severin Heck (Selber denken und prüfen)
    Das ist typischer Grüner Blödsinn. Bilanziert auf Seite des Buches geht es vom Hersteller ins Grosslager, dann ins Distributionslager und dann zum Kunden. Ob der Kunde nun ins Geschäft fährt, oder das Buch zum Kunden fährt, ist alles ein Nullsummen Spiel. Es wird immer gleich viel Distanz zurück gelegt. Genauso mit den Lagerkosten. Die ganzem Energie und Ökobilanzen sind immer Nullsummen Spiele. Es ist reiner Populismus der nichts bringt ausser Streit.
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    1. Antwort von HP Korn (HaPeChe)
      Wenn ich online ein Buch bestelle dann bringt es der Pöstler mit all der anderen Post zu mir. Und er kommt ohnehin täglich bei mir vorbei. Ich lege dafür nicht einen einzigen zusätzlichen Kilometer zurück.
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  • Kommentar von HP Korn (HaPeChe)
    Ein gutes Beispiel, dass die bessere Lösung oft dem widerspricht, was wir aus dem Bauch heraus meinen oder tun und daher auch von Politikern zwecks Stimmenfang vertreten wird. Damit aber wird es nur schlimmer. Allerdings ist der Versandhandel nur dann ökologischer, wenn die Kunden nicht zuerst ins Shoppingcenter fahren um die Waren anzusehen und danach zu Hause das billigste Angebot online suchen und bestellen.
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    1. Antwort von Severin Heck (Selber denken und prüfen)
      Das Öko-Argument ist politisch ein Populistisches Mobbing Argument. Es dient meistens nur dazu gegnerische Geschäftsmodelle in Verruf zu bringen. Die Buchläden kriegen Konkurrenz, also wirft man mal ein bisschen 'Öko-Moralismus' in den Raum. Dass ist ein Riesieges Gesellschaftliches Problem und verzerrt einen fairen Markt.
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    2. Antwort von HP Korn (HaPeChe)
      "Populistisches Mobbing Argument" - warum nicht gleich "Populistisches linksgrünes Mobbing Fake Argument"?? Auf bestimmte Sparten spezialisierte Buchläden mit guter Beratung und mit freier Preisgestaltung haben Zukunft. Billigere E-Books (Marktwachstum in CH p.a. fast 6%) "downloade" ich sicher sicher nicht im Laden sondern zu Hause. Und den passendsten Reiseführer finde ich am ehesten im Internet, allenfalls bei einem sehr grossen Laden in der City.
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