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Schweiz Oskar Freysinger als neuer «SVP-Typ»

Der Walliser SVP-Politiker hat in letzter Zeit für viel Furore und Polemik in den Medien gesorgt. Die Sendung «Echo der Zeit» hat das Phänomen «Freysinger» eingeordnet.

Oskar Freysinger
Legende: Der umtriebige Politiker Oskar Freysinger (SVP/VS) muss sich nun als Walliser Staatsrat beweisen. Keystone

Vor zwei Wochen ist Oskar Freysinger in den Walliser Staatsrat gewählt worden. Doch schon kurz nach seiner fulminanten Wahl sorgte eine Reichkriegsflagge in seinem Keller für Diskussionen. Die Szene in einem «Reporter» erregte sogar in deutschen Medien die Gemüter. Zeigt diese Fahne eine neue Facette des SVP-Politikers?

«Dass er eine solch provokative Flagge in einem Dokumentarfilm zeigt, ist nicht überraschend», sagt Damir Skenderovic, Professor für Neuere Zeitgeschichte an der Universität Freiburg. Denn er habe ja seine Meinungen immer klar vertreten.

Freysinger mag ein neuer Politiker-Typ sein – seine Inhalte und seine Art des Politisierens sind traditionell. Er provoziere und erreiche so Aufmerksamkeit, führt Professor Skenderovic in «Echo der Zeit» aus. Er empfindet Freysinger daher als klassischen Rechtspopulisten.

Rollenwechsel für Freysinger?

In der SVP hat man ihn lange nicht ernst genommen. Doch inzwischen weiss die Partei, was sie an ihm hat: Er verkörpert einen neuen SVP-Stil. Er gibt sich locker, unverkrampft und gleichzeitig intellektuell.

Damit unterscheidet er sich von vielen Parteikollegen. Auch seine Mehrsprachigkeit macht ihn für die SVP wertvoll. Sie ermöglicht Freysinger Auftritte in der ganzen Schweiz und auch im Ausland. Zudem ist er international gut vernetzt.

Tatsächlich mag Freysinger die Polemik. Als Regierungsmitglied werde er aber nicht auf Konfrontation gehen, versprach er vor und nach den Wahlen im Wallis. Es wird spannend sein zu beobachten, ob er diesen Rollenwechsel tatsächlich vollzieht.

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114 Kommentare

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  • Kommentar von andreas furrer, prilly
    geht man davon aus, dass der neanderthaler durch das seinerzeit ausgetrocknete mittelmeer nach europa gekommen ist, kann es auch nicht verwundern, dass die swissair gold von südafrika einflog.
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  • Kommentar von Rainer Fauser, Augsburg
    Wenn schon ein Fetzen Symbolik an einer Walliser Kellerdecke derartigen Aufruhr verursacht, wobei real betrachtet niemand zu Schaden kam, welchen Aufstand müssten dann reale Misstände in der Öffentlichkeit verursachen? Leicht ist es, im stillen Kämmerli wegen einer Textilie in die Tastatur zu hauen, aber den heutigen Misständen im Forum und an der Urne zu begegnen benötigt schon mehr Chuzpe. Mit anderen Worten: mehr nationales Selbstbewusstsein. Mehr will Oskar wohl nicht.
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    1. Antwort von andreas furrer, prilly
      gerade mit chuzpe zeichneten sich die rechtsrheinischen nicht aus.
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    2. Antwort von andreas furrer, prilly
      dann werden sie mir auch gleich die antwort über die vorgänge in der cotonificia oetiker anno 1922 liefern. auch benito lag die nation am herzen.
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  • Kommentar von R.Anderegg, Zürich
    Bei Linksaussenparteien hüben und drüben des Rheins werden Fahnen und Symbole der Sowjetzeit benützt, ohne das hier die politisch Korrekten was auszusetzen hätten, obschon diese Fahnen und Symbole für Totalitarismus und Gewalt einstehen. Daneben auch jedes Jahr an Demos und 1. Mai Anlässen zur Schau gestellt und nicht bloss in Kellern aufgehängt. Schwarz-Rot-Gelb müsste man der Logik der Linken wegen auch verbieten, wenn mit diesen Flaggen Fußballhooligans und Extremisten Missbrauch tä...
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    1. Antwort von andreas furrer, prilly
      man könnte also von links- bzw. rechtsrheinischen, kurz; rheintalern sprechen. die grössten soldatenfriedhöfe liegen linkerhand.
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    2. Antwort von R.Anderegg, Zürich
      Die gewaltverherrlichenden Symbole und Fahnen der Linksaussenparteien kennen hier aber keine Grenzen, mindestens nicht zwischen Atlantik und Ural...
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    3. Antwort von andreas furrer, prilly
      nehmen wir suworow oder masséna (beide vor dreyfuss). sowohl die erste, wie die zweite schlacht um zürich wurde rechts der limmat geschlagen - suworow zog über den panixer rechts ab - besuchen sie das denkmal an der limmat bei dietikon oder den helgen in versailles.
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    4. Antwort von A. Andenmatten, Zürich
      Bravo genau Richtig. R. Anderegg. Nicht nur wie bei Linken Kommunistische Fahnen hängen, sie haben es sogar in ihrem Parteiprogramm. Meine Güte, wann wird gegen den Linken Extremismus mal kritisch berichtet?
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    5. Antwort von Lucas Kunz, Sallneck
      Kindergarten: weil der andere auch was blödes tut, darf ich das auch! Na ja, man sollte über so eine Denke hinausgewachsen sein - meinen Sie nicht? Dass ein Schweizer Hurrapatriot nicht die CH Fahne, sondern gar eine Kriegsfahne des undemokratischen Kaiserreichs, die für aggressives Grossmachtsstreben der damaligen Zeit und später eben für die Rechtsradikalenszene steht, "anhimmelt", lässt nicht gerade auf eine grundsolide demokratische Gesinnung schliessen.
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    6. Antwort von R.Anderegg, Zürich
      Kindergarten ist wohl eher was Sie betreiben Herr Kunz. Nach Ihrer Logik dürfte man zu Hause auch nicht mehr den Union Jack aufhängen, da dieser im britischen Empire auch für Imperialismus, Unterdrückung und Bevormundung stand. Das selbe gilt auch für die Sowjetfahne. Könnten Sie bitte noch nachgucken, dass kein Bürger und Politiker zu Hause solche Fahnen aufhängt?? Und bitte nehmen Sie auch die Che Guevera Flaggen und die Fahnen mit Hammer und Sichel aus den Wohnstuben. Danke.
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    7. Antwort von Lucas Kunz, Sallnekck
      Herr Anderegg, ich überlasse auch gerne Ihren Kindergaten mit immer dem letzten Wort haben müssen - s. Arenenbeiträge um 17:59 Woche für Woche... Was es mit Sowjet-Fahnen und dgl. auf sich hat, ist bereits X mal durchgekaut und von keiner Seite je gut geheissen worden. Es macht keinen Sinn, jedes Mal erneut darauf eingehen zu müssen. OF hat ein Zeichen gesetzt - jeder hat's verstanden und nun ist's dem OF mittlerweile peinlich, da der Schaden doch grösser ist, als er sich's je gedacht hatt...
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    8. Antwort von R.Anderegg, Zürich
      Doch Herr Kunz, es macht Sinn wenn man darauf eingeht, weil ihresgleichen immer mit zweierlei Ellen misst. Wenn ich denke wie viele Linke sich nicht von sozialistischen Symboliken trennen, dann habe ich nicht den Eindruck, dass diese so ein System verurteilen würden. Aber darüber möchten Sie natürlich nicht reden. Anstatt über die wahren Problem der Schweiz zu reden, redet man lieber über eine banale Flagge aus dem Jahre 1871, um von den jüngsten SVP Wahlerfolgen abzulenken.
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    9. Antwort von Lucas Kunz, Sallneck
      Herr Anderegg, jetzt ist's wirklich abstrus geworden - ich gehe mal in erster Linie von mir aus - wer meinesgleichen sein soll, weiss ich, und interessiert mich nicht. Ich persönlich habe nie mit verschiedenen Ellen gemessen und verurteile jegliches Symbol von Diktatur und Unterdrückung. Es waren laufend Sie selbst, der diverse Embleme antidemokratischen und menschenverachtenden Hintergrunds laufend vehement verteidigte. Von OF "Freundeskreis" wusste man, nun hat er sich selbst geoutet!
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    10. Antwort von Lucas Kunz, Sallneck
      Herr Anderegg, noch eine Ergänzung zu vorhin: Sie sprechen von einer "banalen Flagge..." So banal ist sie eben nicht - verwendet wird sie ausschliesslich von den rechten Randgruppen, und deren öffentl. Verwendung gilt in 7 Bundesländern als Verstoss gegen die öffent. Ordnung. Kein normal tickender Mensch würde so was aufhängen - es sind wirklich nur die beknackten Typen aus der ultrarechten Szene - haben Sie etwa die SWR Nachrichten vom 5. 4. vernommen? Nein - schade, dann wüssten Sie meh...
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