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Schweiz Pascale Baeriswyl wird Staatssekretärin im EDA

Der Bundesrat hat Pascale Baeriswyl zur Staatssekretärin und Politischen Direktorin des Aussendepartements ernannt. Die 48-Jährige ist derzeit Vizedirektorin der Direktion für Völkerrecht im EDA. Sie löst am 1. Dezember Yves Rossier ab.

Legende: Video Baeriswyl wird neue Staatssekretärin im EDA abspielen. Laufzeit 01:46 Minuten.
Aus Tagesschau vom 30.09.2016.

Pascale Baeriswyl ist ab dem 1. Dezember die neue Staatssekretärin und Politische Direktorin des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA). Sie löst Yves Rossier ab, der zum ausserordentlichen und bevollmächtigten Botschafter in der Russischen Föderation ernannt wurde.

Aussenminister Didier Burkhalter dankte dem nach Moskau wechselnden Spitzendiplomaten für sein Engagement sowie den anderen Kandidaten, die im Rennen um den Posten waren, für ihre Bewerbung im Rahmen des öffentlichen Ausschreibungsverfahrens.

Laut dem Bundesrat bringt Baeriswyl «jene Fähigkeiten mit, die für eine entschlossene Umsetzung der Aussenpolitischen Strategie 2016–2019 erforderlich sind». Sie verfüge über umfangreiche Erfahrung insbesondere in den Schwerpunktdossiers Europa und Menschenrechte.

Seit 2000 beim EDA

Die neue Staatssekretärin steht seit 16 Jahren im Dienst des Aussendepartements. Davor engagierte sie sich als Mitglied der SP-Vorstandes des Kantons Basel-Stadt in der Lokalpolitik. Sie war zudem als Richterin tätig.

Von 2005 bis 2008 war die heute 48-jährige Baeriswyl für aussen- und sicherheitspolitische Fragen an der Mission der Schweiz bei der EU in Brüssel zuständig. Von 2008 bis 2013 war sie Chefin des politischen Teams an der Schweizer Mission bei der UNO in New York.

Diplomatin mit Kindern

Seit 2013 ist die mehrsprachige Baslerin Vizedirektorin der Direktion für Völkerrecht. Sie führt einen Titel als Botschafterin. Laut ihren Angaben war sie die erste Frau, die mit kleinen Kindern die Diplomatenlaufbahn eingeschlagen hat.

«Ich habe sie über fünf Versetzungen über drei Kontinente, in vier Schulsystemen und in drei Sprachen aufwachsen sehen», sagte sie vor den Medien in Bern. Sie kenne die Herausforderungen und werde dies auch in ihrer neuen Funktion nicht vergessen.

Zu ihren persönlichen Meinungen wolle sie nicht öffentlich äussern. «Ich trage die Ziele des Bundesrates mit», und diese seien, die bilateralen Beziehungen zur EU zu Gunsten des Wirtschaftsstandorts Schweiz möglichst gut weiterzuführen. «Das ist auch meine Überzeugung», fügte sie hinzu.

Post-Brexit-Botschafter

Krystyna Marty Lang wurde vom Bundesrat zu Baeriswyls Stellvertreterin ernannt. Sie ist derzeit Chefin der Schweizer Mission in Pristina und übernimmt die Nachfolge von Alexandre Fasel, der neuer Schweizer Botschafter in London wird.

Der Bundesrat habe für die Post-Brexit-Zeit einen ausserordentlich erfahrenen Botschafter in Grossbritannien gewünscht, begründete Burkhalter diese Ernennung. Der jetzige Missionschef in London, Dominik Furgler, wechselt nach Tschechien.

Was tut ein Staatssekretär?

Der Staatssekretär und Politische Direktor des EDA ist der Vorsteher des Staatssekretariats. Ihm obliegt:

  • die Koordination und Weiterentwicklung der bilateralen Beziehungen
  • Zusammenarbeit mit Organisationen
  • Friedens-, Sicherheits- und Abrüstungspolitik
  • die Entwicklung aussenpolitischer Strategien
  • die Lokalisierung von Krisen- und Spannungsherden

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15 Kommentare

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  • Kommentar von Dölf Meier (Meier Dölf)
    Lucas Kunz, verboten ist das nicht, aber politisch unklug. Die SP ist für den EU-Beitritt und 80 Prozent der Stimmberechtigten sind dagegen. Daraus können Stunk und Leerläufe entstehen.
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    1. Antwort von Lucas Kunz (L'art pour l'art)
      Vertritt sie die SP in Brüssel, oder nicht doch die Schweiz? Dann, was wissen Sie über ihre persönlichen Einstellungen zum EU-Beitritt? Auch in der SP weiss man, dass ein EU-Beitritt in weiter, weiter unerreichbarer Ferne läge. Aber, es geht ja hier nicht um einen EU-Beitritt, sondern um die Vertretung der CH im Ausland ...
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  • Kommentar von H. Wach (H. Wach)
    Siehe SRF v. 20.8.2016 Staatssekretär „Yves Rossier tritt zurück“: Er würde sich nicht genug um Europa kümmern! Nun hat Euroturbo v. ECONOMIESUISSE BR DB/FDP eine Pascale Baeriswyl/SP als Euroturbo als mächtigste Diplomatin an seiner Seite mit der Aussage: „Ich trage die Anliegen des Bundesrates zur Sicherung der Bilateralen mit der EU für unsere Wirtschaft“! Kein Wort über die Anliegen unseres Volkes und der Volksentscheide unserer direkten Demokratie gegenüber dem Ausland und der EU.
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  • Kommentar von Urs Graf (U.Graf)
    warum wird Ihre SP Parteizugehörigkeit hier nicht erwähnt? Warum wurde jemand der die EU Gesinnung trägt vom BR in so ein Amt gewählt? Da stellt sich bei mir die Frage welche Ziele verfolgt werden. Die der Politiker oder die des Volkes? Das das nicht dasselbe ist, haben wir in dieser Legislatur ja deutlich gesehen. Ich befürchte das unterwandern unserer einzigartigen Demokratie geht weiter
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    1. Antwort von Lucas Kunz (L'art pour l'art)
      "Ich befürchte das unterwandern unser einzigartigen Demokratie geht weiter" Ist es verboten, Mitglied der SP zu sein? Demokratie nach Ihrer Fasson bedeute: Ausschliesslich Mitglied-sein in der SVP ist erlaubt! So ganz nach dem Slogan: Nur SVPler seien "wahrhaft echte" Schweizer! ... Meinen Sie nicht, dass im diplomatischen Dienst wie auch im Richteramt das Sachgeschäft der Parteizugehörigkeit vorangehe?
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    2. Antwort von Manuela Widmer (ManuelaWidmer)
      Das Volk hat mehrmals Ja gesagt zum bilateralen Weg. "Die bilateralen Beziehungen zur EU zu Gunsten des Wirtschaftsstandorts Schweiz möglichst gut weiterzuführen" ist ergo ein Volksauftrag. Ausserdem ist ihr Chef, Didier Burkhalter, FDP-Mitglied. Wieso sollte sie also nicht SP-Mitglied sein dürfen?
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    3. Antwort von Urs Graf (U.Graf)
      Die FDP ist EU unterwürfig genau wie die SP. Es geht hier um die SCHWEIZER Vertetung nicht um die EU Vertretung! Es ist definitv auffallend, dass in aussenpolitischen Ämtern übermässig viele linke Vertreter eingesetzt sind. Warum sollte jemand gegen seine Überzeugung für eine unabhängige, starke CH einstehen? Das hat System. Das Resultat kennen und sehen wir: Kuschen, kuschen, kuschen.
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    4. Antwort von Lucas Kunz (L'art pour l'art)
      Was wissen Sie über die Ausschreibung und Auswahl dieser Stelle, Herr Graf? Im Allgemeinen müssen Sie erstmal eine Ausbildung mit sehr harten Anforderungen im auswärtigen Dienst machen - da fliegen die allermeisten bei der Aufnahmeprüfung schon mal raus... Haben Sie Belege, dass vornehmlich "Linke" befördert werden, oder entstammt das aus dem Bauchgefühl eines SVP-Stammtisches? Andere Überlegung: Wenn's stimme, könnte es nicht an den teils recht ungehobelten Armleuchten dieser Partei liegen?
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    5. Antwort von marlene Zelger (Marlene Zelger)
      Lucas Kunz, wäre es verboten, als Mitglied der SVP die Rolle eines Staatssekretärs oder einer Staatssekretärin des EDA innezuhaben?
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    6. Antwort von marlene Zelger (Marlene Zelger)
      @Manuela Widmer, Sie haben schon Recht, aber als das Volk sah, dass mit der Einwanderung übertrieben wurde und statt der uns versprochenen 5000 pro Jahr 80'000 pro Jahr einwanderten, sah es sich zu Recht gezwungen, das Steuer selber in die Hand zu nehmen und der gefährlichen Entwicklung an der Urne Einhalt zu gebieten. Nie hätten wir zu den Bilateralen Ja gesagt, wenn wir gewusst hätten, was für katastrophale Folgen dieses "Ja" mit sich bringen würde.
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    7. Antwort von Adrian Flükiger (Ädu)
      @Graf: Bla, Bla - wird alles erwähnt. Lesen Sie gefälligst den Artikel durch. Die Wahl scheint vernünftig - ein Hardcore Typ a la SVP auf diesem Posten bringt nichts.
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    8. Antwort von marlene Zelger (Marlene Zelger)
      Lucas Kunz, es geht hier um die Vielfältigkeit unseres demokratischen Landes. Hier sollen nicht nur SP Leute bevorzugt werden, sondern warum nicht auch mal ein SVP Politiker als Staatssekretär des EDA? Ein anderes Mal wird es vielleicht ein CVPler, oder eine FDPlerin sein. Das ist Demokratie pur, Herr Kunz.
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    9. Antwort von robert mathis (veritas)
      Herr Graf,man darf sich ehrlich fragen warum Hr.Burkhalter Frau B.zur Staatssekretärin auserwählt hat er ist als EU Befürworter bekannt,und er liebäugelt mit der UNO ( wie Hr.Deiss)Frau Baeryswil hat für die Schweiz in Brüssel und für die UNO in Newyork gearbeitet,da kann schon der Verdacht aufkommen dass Hr.Burkart nicht ganz uneigennützig diese Auswahl getroffen hat....Hr.L.Kunz das hat nichts mit der Parteizugehörigkeit zu tun.
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    10. Antwort von Lucas Kunz (L'art pour l'art)
      Frau Zelger, Ist das Amt abhängig von einer Parteizugehörigkeit, oder nicht eher von Kompetenz? Könnten Sie sich vorstellen, dieses Amt hätte einer inne, dessen Fremdsprachenkenntnisse, welche im Englischen gerade mal von Yes bis No reichen, siehe etwa den SVP-Fraktionsvorsitzenden?
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    11. Antwort von robert mathis (veritas)
      L.Kunz warm bemängeln Sie nur die Sprachkenntnisse der SVP-Fraktion als wäre das Fremdsprachen Problem in den anderen Parteien gelöst,bis hin zum Bundesrat.Bitte sachlich und fair bleiben.
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