Zum Inhalt springen

Schweiz Passagiere zahlen künftig weniger Flughafengebühren

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt hat neue Flugbetriebsgebühren für den Flughafen Zürich verfügt. Sie sind zwar tiefer als bisher, entsprechen aber nicht den Forderungen der Fluggesellschaften. Die Swiss ist denn auch wenig begeistert. Ob sie Rekurs einreicht, ist noch nicht entschieden.

Legende: Video Gebührensenkung am Flughafen Zürich abspielen. Laufzeit 0:36 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 15.11.2013.

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt senkt die Flughafengebühren für den Zürcher Hub. Die neuen Tarife gelten vom 1. Februar 2014 bis Ende 2017, sofern keine Einsprachen erfolgen.

Die Verfügung des Bazl erfolgte, weil die Verhandlungen zwischen dem Flughafen und den Fluggesellschaften im August gescheitert waren. In der Folge musste der Flughafen dem Bazl einen Vorschlag unterbreiten. Dieser sei nun geprüft und diverse Anpassungen seien verlangt worden.

«Lärmfünfliber» entfällt

Insgesamt werden die passagierbezogenen Flugbetriebsgebühren nun tiefer als früher ausfallen. Ins Gewicht fällt insbesondere die Sistierung des sogenannten «Lärmfünflibers»; dieser diente bisher zur Alimentierung eines Lärmfonds für Entschädigungszahlungen und Schallschutzmassnahmen. Der Fond verfügt derzeit über genügend Geld, um die möglichen Forderungen zu erfüllen. Deshalb ist der «Lärmfüfliber» nicht mehr nötig.

Mit den tieferen Gebühren werde die Wettbewerbsfähigkeit des Flughafens Zürich weiter gestärkt, urteilt die Flughafenbetreiberin in einer Stellungnahme. Konkret wird der Flughafen ab 2014 pro Lokalpassagier nur noch 37 Franken einnehmen, nach 41,40 Franken in diesem Jahr. Dieser Betrag soll nach den Vorstellungen des Bazl bis 2017 schrittweise auf 38,50 Franken steigen, so der Flughafen Zürich.

Rekurs oder nicht?

Wenig begeistert gibt man sich bei der Fluggesellschaft «Swiss», die an vorderster Front für tiefere Gebühren gekämpft hatte. «Der Flughafen Zürich gehört zu den teuersten in Europa», sagt Swiss-Sprecherin Susanne Mühlemann im «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». Man werde die Verfügung des Bazls nun prüfen und sehen, was das für die Kosten der Airline heisst. Die Swiss kann Rekurs gegen die Verfügung des BAZL einreichen. Für einen Entscheid in dieser Frage sei es aber noch zu früh, meint die Swiss-Sprecherin.

8 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Urs Fischbacher, 8955 Oetwil a.d.Limmat
    "Lärm macht krank“ Liebes Bazel: die Lärm geplagte Limmattaler und Furttaler Bevölkerung wird sich freuen. Dank der eingesparten Lärmgebühr werden nun mehrere Billigerholungen auf einer angesagten Partyinsel möglich, sonst müsste man am Ende den Urlaub noch im ruhigen Toggenburg oder Berner Oberland verbringen und würde danach den Fluglärm als noch störender empfinden. Wehret den Anfängen hat sich schon immer bewährt, nicht wahr! Urs Fischbacher, Oetwil a.d.L.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Peter Meier I, Zürich
    JA kein wunder, wenn man nur noch mit den Billig-Fliegern fliegt. So auch im Flughafen München, mit dem Buss aufs Feld raus, und auch zurück ans Terminal.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von R.käser, Zürich
    Und wann kommt die Kerosinsteuer für kommerzielle Flüge ins Ausland, welche von der UNO blockiert wird? Wäre eine sinnvolle Abgabe für den klimakillenden Flugverkehr welche zum fördern von zukunftsgerichteten Energieformen verwendet werden könnte. Umweltschutz ja aber nicht da - ja wo denn?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen