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Schweiz Pendler benützen öfter den öV – sind aber länger unterwegs

Die neuste Pendlerstatistik zeigt es: Immer mehr Menschen pendeln zur Arbeit mit dem öffentlichen Verkehr. Die Arbeitswege werden aber immer länger. Und: Immer noch ist jeder zweite Pendler mit dem privaten Motorfahrzeug unterwegs.

Immer mehr Erwerbstätige benützen die öffentlichen Verkehrsmittel auf dem Weg zur Arbeit.

Rund 3,7 Millionen oder 89 Prozent aller Erwerbstätigen in der Schweiz sind gemäss Zahlen von 2011 Pendler. Ihr Anteil hat sich seit dem Jahr 2000 (92 Prozent) nur geringfügig verändert, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) mitteilte.

Pendeln immer zeitraubender

Gut zwei Millionen Pendler nutzen für den Arbeitsweg den motorisierten Individualverkehr (MIV). Die Zahl der MIV-Pendler ist zwischen 2000 und 2011 im Gleichschritt mit der Zunahme der Erwerbstätigen um rund 230'000 angestiegen.

Der MIV-Anteil am Pendelverkehr ist jedoch um drei  Prozentpunkte zurückgegangen. Als Grund dafür nennt das BFS den starken Anstieg der Pendler beim öffentlichen Verkehr (öV). Deren Zahl wuchs von 780'000 im Jahr 2000 auf rund 1,1 Millionen 2011. Damit erhöhte sich der öV-Anteil bei den Arbeitspendlern von 26 auf 29 Prozent.

Für einen Arbeitsweg benötigen die Pendler im Schnitt 30 Minuten, das sind sieben Minuten mehr. Das liegt laut BFS nicht an den verstopften Strassen, sondern an den längeren Wegstrecken.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Tom Berger, 3001 Bern
    Wenn der Berufsschullehrer aus dem Video täglich mit dem Auto von Thun nach Bern zur Arbeit fährt, sollte er sich auch nicht über den Stau aufregen. Für diese Strecke gibt es im Halbstundentakt einen Zug der in 17 Minuten ohne Halt nach Bern fährt. Sein Verhalten ist völlig unvernünftig und das Stauproblem auf den Strassen wird zum Ärger derjenigen, welche wegen einem abgelegenen Wohnort oder aus beruflichen Gründen tatsächlich auf das Auto angewiesen sind, verschärft.
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  • Kommentar von Roger Zamofing, Egg
    Wann werden Menschen merken, wie sie um ihre Lebenszeit, Gesundheit und den Lebensraum betrogen werden? Wann merkt der letzte Mohikaner, dass beliebige Mobilität ein volkswirtschaftlicher und menschlicher Schwachsinn ist und nur wenige dabei profitieren? Welchen Sinn machen noch mehr "idiotische" SUV-Egoisten in ihren Telefon-, Fress-, Sauf- und Rauchzimmern? Muss es sowohl beim ÖV als im Strassenverkehr zu immer mehr Verkehrsinfarkten kommen? Statt Lebensräume zu schaffen, zerstören wir diese.
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  • Kommentar von Tom Duran, Basel
    Das ist doch genau das, was uns Politiker, Beamte, Berufsberater und Bosse ständig sagen: wenn Du einen Job willst, musst Du 1-2 Stunden Arbeitsweg in Kauf nehmen. So liebe Politiker, dass habt ihr nun davon. Verstopfte Strassen und Züge und ein anstieg des Energieverbrauchs! Angeordnet von euch selber! Wann endlich übernehmt ihr Politiker für euren unverschämten Lohn endlich die Verantwortung? Oder noch besser, gleich den Hut. Und die Pension für eure Missetaten fliessen dann den Arbeitern zu!
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