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Schweiz Politik setzt Ziele für den Umgang mit Demenz

Jahr für Jahr erkranken in der Schweiz 25'000 Menschen an Demenz. Wie die Gesellschaft mit den Betroffenen umgehen soll, beschäftigt mittlerweile auch die Politik.

Legende: Video Politik zeichnet Weg im Umgang mit Dementen vor abspielen. Laufzeit 1:47 Minuten.
Aus Tagesschau vom 21.11.2013.

Jeder zweite Fall von Demenz wird nicht oder zu spät erkannt. Viele Erkrankte erhalten keine angemessene Pflege. Für die Angehörigen wird ihre Betreuung oft unerträglich. Weil die Zahl der Demenzerkrankungen stetig steigt, haben Vertreter von Bund und Kantonen für die nächsten Jahre gemeinsame Ziele in der nationalen Demenzstrategie festgelegt. Sie sei ein wichtiger Schritt, sagt Carlo Conti, Präsident der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektoren (GDK).

Bewusstsein erhöhen

Ein erstes Anliegen von Bund und Kantonen ist es, die Bevölkerung besser über Demenzerkrankungen zu informieren. «Das Bewusstsein in der Bevölkerung muss erhöht werden, dass mehr und mehr Menschen an Demenz leiden», sagt Conti weiter. Damit steige auch die Kompetenz, wie man Demenzkranken begegnen müsse. Das wiederum gewährleiste, dass die Erkrankten optimal betreut werden können.

Als weiteres Ziel sieht die Demenzstrategie vor, jene Menschen, die einen demenzkranken Angehörigen zu Hause pflegen, besser zu unterstützen, zum Beispiel durch den Ausbau von ambulanten Betreuungsdiensten. Laut Conti ist «gerade bei dementen Personen die Betreuungsaufgabe der Angehörigen wirklich sehr anspruchsvoll und zehrt auch an der Substanz». Deshalb müsse man auch an die Bedürfnisse der betreuenden Menschen denken. Zudem wollen Bund und Kantone dafür sorgen, dass die Früherkennung und Behandlung von Demenzerkrankungen in Spitälern und Heimen optimiert wird.

Die Ziele sind also definiert, nun liegt der Ball bei den Kantonen. Sie sollen diese Anliegen in die Praxis umsetzen. Die Betroffenenverbände hoffen jetzt, dass die anvisierten Ziele nicht am Geld scheitern werden.

Demenz in der Schweiz

In der Schweiz leben heute gegen 110'000 Menschen mit einer Demenzerkrankung. Jährlich gibt es rund 25'000 Neuerkrankungen. Betroffen sind vor allem Menschen ab dem 80. Lebensjahr. Zwei Drittel der Erkrankten sind Frauen.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Monica Ruoff, Bern
    Wer Angst vor Demenz hat, sollte sich unbedingt mit dem Thema Dopaminantagonisten (fördern Demenz, Bequemlichkeit, Diabetes und Depressionen) und Dopaminagonisten (reduzieren Demenz um bis zu 50%, machen aktiver) befassen, d.h. man sollte die von Ärzten verordneten Cholesterin- und Blutdrucksenker sowie Schlaf- und Beruhigungspillen genau unter die Lupe nehmen.
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  • Kommentar von Tom Duran, Basel
    Auf gut Deutsch: wie können wir die hohen Kosten den Bürgern unterjubeln! Warum wird eigentlich nichts gegen vermutliche Mitursachen dieser Krankheit unternommen? So wurde z.B. schon seit Jahrzehnten darauf hingewiesen, dass bei Demenzkranken erhöhte Aluminiumwerte im Gehirn und den Nerven festgestellt werden. Verfolgt man dies nach? Was könnten andere Ursachen (nebst der natürlichen "immer älter werden") sein? Wird da unabhängig von den Wirtschaftsinteressen geforscht? Ich fürchte nicht!
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    1. Antwort von W. Helfer, Zürich
      T. Duran. Die ursprüngliche Medizin (Menschen gesund zu machen) ist schon längst Vergangenheit. Sie wird schon längst als lukrative Geldabzockerei missbraucht. Gesunde Menschen sind eben nicht interessant, daher muss man möglichst viele krank halten, resp. im Glauben lassen, dass sie krank sind od. werden könnten,wenn sie Dies u Das nicht einnehmen. Und wenn sie dann doch krank werden ist die Pharmaindustrie eh NIE Schuld daran.
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