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Stadt Bern macht Ernst
Aus Schweiz aktuell vom 24.04.2014.
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Schweiz Polizei löst Protestcamp der Fahrenden auf

Stundenlang wurde verhandelt, am Nachmittag machte die Berner Polizei dann ernst: Sie räumte das Protestcamp der Fahrenden auf der Kleinen Allmend in Bern. Die Fahrenden wurden abgeführt.

Die Berner Polizei hat den Protest der Fahrenden auf der Kleinen Allmend aufgelöst. Die Fahrenden seien nach einer Ausweiskontrolle abgeführt worden, berichtete Matthias Haymoz vom Regionaljournal Bern Freiburg Wallis. «Einer nach dem anderen musste den Platz verlassen.» Einige der Fahrenden hätten das Gelände auch freiwillig verlassen – im Einvernehmen mit der Polizei. Nach seinen Schilderungen verlief die Räumung ruhig und kontrolliert.

Die Polizei hatte die Fahrenden bereits am frühen Donnerstagmorgen aufgefordert, den Platz zu verlassen. «Wir machten den Fahrenden das Angebot, ihre Fahrzeuge vom Platz zu fahren, damit sie ihre Symbolik haben», sagte Marc Heeb, der Chef der Berner Ortspolizei. Doch darauf seien die Fahrenden nicht eingegangen.

Behörden und Vertreter der Fahrenden versuchten anschliessend, eine Lösung zu finden – konkret ging es um alternative Standorte. Ein Mediator war im Einsatz. Die Verhandlungen blieben jedoch ergebnislos.

Besetzung seit Dienstag

Die Fahrenden besetzen seit Dienstag mit einem Protestcamp einen Teil der Kleinen Allmend im Osten der Stadt Bern. Sie wollen damit auf das Problem der fehlenden Standplätze aufmerksam machen.

Am Mittwochabend waren sie mit etwa 100 Fahrzeugen und Wohnwagen vor Ort und wollten nach eigenen Worten so lange ausharren, bis sich die Bundesbehörden mit ihren Anliegen beschäftigen.

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Einschätzungen von Sabine Dahinden in Bern
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Bislang aber sind die Berner Behörden am Zug. Diese verteidigten die Räumung des Platzes. Die Stadt habe Verständnis für die Anliegen und habe sich in Vergangenheit auch für die Suche nach Standplätzen eingesetzt, sagte Sicherheitsdirektor Reto Nause gegenüber SRF. Man könne den Fahrenden im Moment aber keine Alternative anbieten. Auch sei er der falsche Ansprechpartner für die Probleme. «Das Problem der Standplätze müssen letztlich der Kanton und der Bund lösen», so Nause.

Nause hatte zuvor mit den Vertretern der Fahrenden verhandelt – ohne Einigung. Der Platz auf der Kleinen Allmend werde für die Berner Frühjahrsausstellung BEA gebraucht, verteidigte Nause gegenüber dem Regionaljournal Bern Freiburg Wallis von SRF die geplante Räumung. Diese wird am Freitag eröffnet. «Eine Gefährdung der BEA kommt nicht infrage», so Nause.

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49 Kommentare

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  • Kommentar von Andy Brauch , Muri
    Geile fette Autos fahren die Jenischen. Amnesty Schweiz macht einen tollen Job!
    1. Antwort von Monika Wittwer , Vitznau
      Sollte arme jenischen Leute in Ruhe lassen. Gleiche Rechte für Alle. Diese Menschen stören niemanden ! Stadt sollte diesen Menschen auch so helfen wie den Asylanten .Die Polizei sollte die wirklichen Kriminellen kontrollieren und ausschaffen.
  • Kommentar von N.Souchon , Zürich
    Und wieviel steurbeiträge hat diese altion wieder gekostet?...
  • Kommentar von Adrian Flükiger , Bern
    PR mässig geschickt gemacht. Bleibt zu hoffen, dass es im Nachgang auch etwas nützt. Was man dazu auch noch sagen muss ist, dass jene "Perlen von Gemeinden", welche sich gegen alle Asylsuchenden und entsprechende Zentren auf ihrem Boden wehren, dazu verdonnert werden, Standplätze für Jenische zur Verfügung zu stellen. Schliesslich handelt es sich hier um Einheimische. Da können sie sich nun von ihrer solidarischen Seite zeigen!