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Schweiz Post baut Paketzentren wegen Boom im Onlinehandel aus

Immer mehr Menschen bestellen Waren übers Internet. Deshalb rüstet die Post nun auf und investiert in Maschinen, die pro Stunde bis zu 25‘000 Pakete sortieren können. Die Post investiert deshalb in die Zentren in Härkingen, Frauenfeld und Daillens.

Legende: Video Post baut Kapazität in Paketzentren aus abspielen. Laufzeit 01:05 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 23.09.2014.

Durch die Hände der Schweizer Post gehen mehr und mehr Pakete. Nun reagiert das Unternehmen auf den Trend und schraubt die Kapazität seiner Paketzentren hinauf: In Härkingen (SO) hat sie eine erste Sortieranlage in Betrieb genommen, die in Spitzenzeiten 25'000 Pakete pro Stunde verarbeiten kann.

Insgesamt investiert die Post 20 Millionen Franken in die leistungsfähigeren Paketzentren, wie es in einer Mitteilung heisst. Statt der bisher 20'000 sortierten Pakete könnten künftig 5000 zusätzliche Sendungen abgewickelt werden.

Am liebsten am nächsten Tag

Paketpostzentrum Frauenfeld
Legende: Im Paketpostzentrum in Frauenfeld werden Pakete mit der Sortieranlage nach Bestimmungsort sortiert. Keystone

Damit komme das Unternehmen den Kundenbedürfnissen nach, heisst es bei der Post. 46 Prozent der Kunden wünschten sich eine Zustellung ihres Pakets am nächsten Tag. Besonders zu Stosszeiten, wie etwa um Weihnachten, müssten täglich über eine Million Pakete verarbeitet werden.

Zudem nimmt auch die Zahl der Rücksendungen stetig zu. Dies hängt auch damit zusammen, dass immer mehr Produkte über das Internet eingekauft werden.

Die neue Sortieranlage in Härkingen läuft mit 2,5 Metern pro Sekunde 0,8 Meter pro Sekunde schneller als die bestehende Anlage. Bei geringer Auslastung lassen sich nicht benötigte Anlagenteile herunterfahren, wodurch laut der Post bis zu 80 Prozent weniger Energie verbraucht wird.

Pakete
Legende: Pakete liegen für die Verteilung am Dienstag 23. September 2014 im Paketzentrum Härkingen zum Verteilen bereit. Keystone

Im Paketzentrum in Härkingen wurde die neue Paketanlage bereits installiert. Eine weitere Sortieranlage vom gleichen Typ ist derzeit im Paketzentrum Frauenfeld (TG) im Bau. Auch in Daillens (VD) wird die Sortierkapazität im nächsten Jahr erhöht.

Post setzt in Oftringen auf Online-Handel

Die Post ist auch selbst im Bereich E-Commerce tätig. Seit diesem Jahr bietet sie mit der Hilfe des neuen Logistikzentrums «Yellow Cube» in Oftringen kleineren und mittleren Onlinehändlern alle Dienstleistungen rund um den Versand an. Von der Lagerung über die Bestellung bis zur Auslieferung der Waren.

Damit die bestellten Warten zu den Kunden gelangen, wird die Post danach ihr eigener Kunde. Von Oftringen aus sind es via Autobahn nur wenige Kilometer bis zum Paketzentrum Härkingen. Hier werden die online bestellten Sachen von der Post weiterbefördert.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Simon Sachser, Basel
    Hmm, schon, nur was ist heute die Definition von einer Poststelle? Ich wohne mitten in Basel und da muss ich zur Reinigung gehen um ein Paket aufzugeben. Aber Pauschalfrankierte Briefe darf man nicht abgeben, und das Päckli das 7 kg wiegt auch nicht, und die Post die ins Auslandgeht? Tja? Auch nicht. Und der eingeschriebene Brief? Sorry keine eingeschriebenen Briefe --> Quer durch Basel Reisen zur Post gehen. Mühsam. Sollen das Paket einfach vor die Tür stellen, ich will nicht umherreisen.
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  • Kommentar von Pit Petersen, Roggwil
    ...und wenn ein gelber Zettel (Abholeinladung) im Briefkasten ist, kann man erst am nächsten Tag das Paket abholen! Aus logistischen Gründen steht da... Das Paket sollte wie früher auch am selben Tag an der Poststelle abholbar sein. So nützt das beste Verteilzentrum absolut gar nichts.
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