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Post verdient 2017 weniger Ruoff: «Ohne Postauto AG wären Zahlen auf Vorjahresniveau»

Die Affäre um die illegale Buchungspraxis bei der Postauto AG drückt schwer auf das Ergebnis der Post. Der Gewinn ist gegenüber dem Vorjahr fast um einen Viertel auf 420 Millionen Franken gesunken.

Rückzahlungen an Bund und Kantone: Die Post hatte in den Jahren 2007 bis 2015 mit unrechtmässigen Umbuchungen zu hohe Abgeltungen erhalten. Sie zahle den Betrag von 78,3 Millionen Franken vollumfänglich an Bund und Kantone zurück, sagte Post-Chefin Susanne Ruoff in Bern.

Jahresergebnis bei Postauto AG: Der Verlust bei Postauto beträgt 69 Millionen Franken. Der Betriebsertrag der Tochter sank auf 836 Millionen Franken. Zusätzlich stelle die Post für die Jahre 2016 bis 2017 rund 30 Millionen Franken zurück. Der genaue Betrag werde in den nächsten Wochen festgelegt, so Ruoff.

Die Zahlen des Gesamtkonzerns Post: Der Betriebsertrag des Mutterhauses sank wie bereits vor einem Jahr leicht um 2,5 Prozent auf 7,987 Milliarden Franken. Der Gewinn ist gegenüber dem Vorjahr fast einen Viertel auf 420 Millionen Franken gesunken. Ruoff: «Ohne Postauto AG wären die Jahreszahlen auf Vorjahresniveau geblieben. Das Resultat wäre sehr zufriedenstellend gewesen.»

Kerngeschäft Briefpost: Hier konnte die Post zulegen. Das Betriebsergebnis stieg dank «ergänzenden Dienstleistungen auf der letzten Meile» um rund 17 Prozent auf 370 Millionen Franken. Wegen des Mengenrückgangs bei den adressierten Briefen und den zugestellten Zeitungen reduzierte sich der Betriebsertrag bei Post Mail um 2,5 Prozent auf 2,835 Milliarden Franken. Der Rückgang habe aber dank einem Kostenmanagement, Effizienzmassnahmen und Einmaleffekten kompensiert werden können.

E-Commerce boomt: Mit dem boomenden Onlinehandel wächst auch die Paketmenge: Die Post stellte letztes Jahr 130 Millionen Pakete zu, das sind 6,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Post Logistics will deshalb bis 2020 für 150 Millionen Franken drei neue regionale Paketzentren bauen.

Postauto-Skandal

Im Februar 2018 geriet Postauto Schweiz in die Schlagzeilen, weil das Unternehmen durch gesetzeswidrige Umbuchungen im Verlaufe mehrerer Jahre 78,3 Millionen Franken Abgeltungen von Bund und Kantonen erschlichen hatte. Postauto Schweiz muss die missbräuchlich bezogenen Subventionen dem Bund und den Kantonen zurückerstatten.

Der Leiter Daniel Landolf sowie der Finanzchef wurden umgehend von ihren operativen Aufgaben entbunden. Das Fedpol führt ein Verwaltungsstrafverfahren gegen die Post.

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