Preissystem im ÖV: Alles bleibt beim Alten

Noch bestimmt die Distanz den Preis des Zugbilletts – und daran wird sich vorerst auch nichts ändern. Denn die Einführung eines auf Angebot und Nachfrage basierenden Preissystems ist fürs Erste verschoben worden.

Ein Bild der Matterhorn-Gotthardbahn

Bildlegende: Das Prinzip bleibt vorläufig: Je weiter die Reise, desto höher der Preis. Keystone/Archiv

Auf Strecken mit hoher Nachfrage und gutem Angebot sollen die Tickets im öffentlichen Verkehr vorerst nicht grundsätzlich teurer werden. Dies geht aus einem Bericht des Bundesrats zur Preisgestaltung hervor.

Der zuständige Ausschuss hat im Februar 2013 beschlossen, die Einführung angebotsbezogener Preise auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben.

In der Zwischenzeit sollen die Auswirkungen solcher Preise vertieft abgeklärt werden. Auf welchen Zeitpunkt der strategische Ausschuss die Einführung verschoben hat, geht aus dem Bericht nicht hervor.

Distanzen statt Nachfrage

Grundlage für die heutige Preisbildung sind Distanzen und Preistabellen. Mit angebotsbezogenen Preisen gälte hingegen auf jeder Strecke ein marktbezogener Preis. Billette auf Strecken mit vielen Passagieren und einem guten Angebot würden also teurer beispielsweise die Paradestrecke Bern-Zürich.

Der Bundesrat hält im Bericht fest, dass die derzeitigen Arbeiten der Transportunternehmungen zur Tarifbildung und zu elektronischen Fahrausweisen aus seiner Sicht in die richtige Richtung gehen.