Preisüberwacher stellt Post an Pranger

Briefe und Pakete schicken wird nicht günstiger. Der Preisüberwacher verhandelte mit der Post – und scheiterte. Nun wählt der Preisüberwacher den formalen Weg.

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Preisüberwacher leitet gegen die Post ein Verfahren ein

0:13 min, vom 19.2.2013

Preisüberwacher Stefan Meierhans will, dass die inländische Brief- und Paketpost billiger wird. Weil Gespräche nichts brachten, eröffnet Meierhans jetzt ein formelles Verfahren gegen die Post.

Meierhans hatte die Preise bei der Post überprüft und kam zum Schluss: Die Post könnte Preise senken. Das jetzt eingeleitete Verfahren wird zeigen, ob gewisse Preise tatsächlich überhöht sind. Wenn ja, wird der Preisüberwacher einen beschwerdefähigen Entscheid erlassen.

Bei den reservierten Diensten (Monopol auf Briefpost bis 50 Gramm) kann der Preisüberwacher Empfehlungen an das zuständige Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) richten.

Post lehnt Preissenkungen ab

Die Post hat laut Postsprecher Oliver Flüeler marktgerechte Preise: «Mit einer Preissenkung würde mittelfristig die eigenwirtschaftliche Finanzierung der Grundversorgung aufs Spiel gesetzt werden.» Die Post könne «sehr attraktive Preise bieten». Die letzte Preiserhöhung bei der A-und B-Post liege neun Jahre zurück.

Flüeler erklärt: Im Preisvergleich mit 15 europäischen Staaten ohne Berücksichtigung der Kaufkraft befindet sich die Schweizerische Post im Mittelfeld. Kaufkraftbereinigt ist sie bei den Brief- und Paketpreisen gar am günstigsten.