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Zahlen des Bundes Pro Jahr machen 1000 Bauernhöfe dicht

Legende: Audio Bauernhofsterben in der Schweiz hält an abspielen. Laufzeit 3:30 Minuten.
3:30 min, aus SRF 4 News aktuell vom 11.05.2017.
  • Jeden Tag verschwinden in der Schweiz etwa drei Bauernbetriebe.
  • Dieser Trend hat sich auch 2016 fortgesetzt: Vor allem kleine und konventionell bewirtschaftete Höfe werfen das Handtuch.
  • Der Bio-Landbau floriert hingegen: 2016 gab 104 Biobetriebe mehr als im Vorjahr.

2016 gab es noch knapp 52'300 Landwirtschaftsbetriebe. Das sind 990 Betriebe oder 1,9 Prozent weniger als 2015, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag bekanntgab. Das Bauernsterben geht damit im gewohnten Rhythmus weiter: Jahr für Jahr machen rund 1000 Höfe dicht. Seit 1980 hat sich ihre Zahl halbiert.

Vom Rückgang betroffen sind vor allem unrentable Kleinstbetriebe (2016: -2,9 Prozent). Demgegenüber steigt die Zahl der Bauernhöfe mit einer Nutzfläche von mehr als 30 Hektaren weiter an, im vergangenen Jahr schweizweit um 1,9 Prozent. Die gesamte landwirtschaftliche Nutzfläche blieb 2016 stabil.

Bio-Boom hält an

Zulegen kann weiterhin der biologische Anbau. 2016 gab es nach den Zahlen des BFS 6348 Biobetriebe, 104 mehr als im Vorjahr. Entsprechend gestiegen ist damit die Zahl der Bio-Milchkühe (um 2 Prozent), während der Milchviehbestand wegen der Schwierigkeiten auf dem Milchmarkt insgesamt rückläufig war (-1,3 Prozent).

2016 beschäftigten die Schweizer Landwirtschaftsbetriebe 153'400 Personen, 1,3 Prozent weniger als 2015. Zwei Drittel der Betriebsleitenden arbeiten Vollzeit. Die restlichen Mitarbeitenden sind grösstenteils Teilzeitbeschäftigte (66 Prozent). Gesamthaft arbeiteten 55'600 Frauen in der Landwirtschaft, darunter knapp 3000 Betriebsleiterinnen.

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37 Kommentare

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  • Kommentar von Filliger Beat (Filliger Beat)
    Hier eine Diskussion zu führen ist gar nicht möglich da es in der Landwirtschaft kein Richtig oder Falsch gibt. Die Situationen auf den Bauernhöfen mit den topografischen Verschiedenheiten, finanzieller Lage, Interessen und Möglichkeiten der Betriebsleiter sind so vielfältig das es leider kein Gesamtrezept gibt. Es jammern bei weitem nicht alle Bauern. Zum einen weil ihnen die Zeit fehlt oder sie einfach zu bescheiden sind. Lade alle Kritiker an der Landwirtschaft auf meinen Betrieb ein.
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  • Kommentar von Olivier Wetli ("nicht von dieser Welt")
    Reduktion der Anzahl Betriebe bedeutet nicht analoge Reduzierung der Anbauflächen! Es gibt heute auch weniger Metzgereien und Bäckereien als vor 20 Jahren, wird deswegen weniger Brot oder weniger Fleisch gegessen? Ich kenne keine Wiese oder Acker die nicht bewirtschaftet werden. Herumgekarrt wird jedoch landauf landab (!) das ist das grössere Übel, weil man nicht Betriebsweise zusammenhängende Flächen macht/machen kann bzw. nicht will. Mit jedem Heufueder 10-15 km fahren ist nicht Seltenheit!
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  • Kommentar von Alain Terrieur (Imhof)
    ...Drohungen bald wie mit dem Strom: wir müssen's aus dem Ausland importieren!
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