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Projekt für Fahrgemeinschaften Private Firmen wollen nicht bezahlen, um Autos zu teilen

Legende: Video Nationale Car-Pooling-Offensive auf Eis gelegt abspielen. Laufzeit 2:00 Minuten.
Aus Tagesschau vom 04.11.2017.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Das Bundesamt für Energie (BFE) wollte ein Auto-Mitfahrprojekt mit privaten Unternehmen lancieren, um das Verkehrsaufkommen auf den Strassen zu vermindern.
  • Private Unternehmen haben zurzeit jedoch kein Interesse an dieser Idee, da sie sich finanziell beteiligen müssten.

Mehrere Treffen hatte das Bundesamt für Energie zusammen mit einer Gruppe von Unternehmen zum Thema Carpooling. Um schliesslich ein konkretes Projekt erarbeiten zu können, wollte das Bundesamt eine finanzielle Beteiligung der Privatwirtschaft. Es ging um 10'000 bis 50'000 Franken pro Firma.

Für Siemens Schweiz sei das der Grund, vorläufig nicht mehr mitzumachen, sagt Firmensprecher Benno Estermann: «Wir sehen es nicht als unsere Aufgabe, eine Anschubfinanzierung zu machen. Das ist der Grund, warum wir zurückhaltend sind.»

Bund macht ein eigenes Projekt

Andere Unternehmen begründen ihre Zurückhaltung anders. Coop zum Beispiel teilt mit, man habe beim Thema Mobilität andere Schwerpunkte. Der Bund konzentriert sich nun auf ein eigenes Carpooling-Projekt im Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation, wie Radio SRF kürzlich berichtete.

Eventuell lassen die Erfahrungen daraus das nationale Fahrgemeinschaften-Projekt in Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft wieder auftauen. Siemens Schweiz zum Beispiel würde mitmachen, sollte dereinst ein nationales Angebot bereitstehen.

19 Kommentare

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  • Kommentar von martin blättler (bruggegumper)
    Das Problem ist doch,dass man überhaupt pendeln muss,ob mit Bahn oder Auto. Es ist verlorene Lebenszeit.Das Problem liegt in der Raumplanung und deren strikten Trennung von Arbeitsort und Wohnort.Diese Idee geht auf die 60er Jahre zurück: Wohnen im Grünen,arbeiten im Ghetto.Mein Arbeitsweg beträgt 1.5 Km,mit Velo oder Moped 5 Min,paradiesisch.
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  • Kommentar von Achim Frill (Afri)
    Man wäre besser beraten, endlich die Alpenschutzinitiative von 1994 umzusetzen. Konkret heisst es dort: "Die Verlagerung des Gütertransitverkehrs auf die Schiene muss zehn Jahre nach der Annahme der Volksinitiative zum Schutz des Alpengebietes vor dem Transitverkehr abgeschlossen sein." Jetzt ist 2017, und es verstopfen immer mehr Lastwagen unsere Strassen. Besonders im Berufsverkehr. Ohne diese Stauproduzierer bräuchte man diesen Fahrgemeinschaften-Quatsch nicht mal anzudenken.
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    1. Antwort von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
      Die Fuhrunternehmer würden seit langem und sehr gerne mehr mit der Bahn transportieren. Man transportiert nicht mit dem Lastwagen, nur weil's Spass macht. Sondern weil der LKW derzeit das wirtschaftlichste Transportmittel ist. Fakt ist aber auch, dass Bund und SBB das Augenmerk vermehrt auf den Personenverkehr richteten und die notwendigen Kapazitäten nicht zur Verfügung stehen. Hinzu kommt noch die unüberlegte Zuwanderung von Seiten der Politik. Dafür kann der LKW nichts.
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    2. Antwort von Achim Frill (Afri)
      Herr Ducrey, die Schimpfe geht ja auch nicht grundsätzlich gegen den LKW, sondern gegen den Bundesrat. Dieser hatte sage und schreibe 23 Jahre Zeit gehabt, das Problem zu lösen. Stattdessen sehe ich nur Däumchendrehen und eine Überflutung unserer Strassen.
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    3. Antwort von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
      @Frill: Wer halt zu jeder Zeit alles überall haben will, wie etwa unser Alt-Bundesrat Moritz Leuenberger und gleichzeitig eine hohe Zuwanderung fördert, der muss sich nicht wundern, dass der LKW-Verkehr zunimmt. Zumal: Gerade die Links-Grüne Politik in den Städten (Fahrverbot, Parkverbot, etc.) dazu führt, dass grosse Zentren in der Stadtperipherie entstehen, wo Leute zwangsweise mit dem Auto einkaufen gehen müssen.
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  • Kommentar von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
    Wer bewilligt denn solch ein überflüssiges Beschäftigungsprogramm für Beamte? Scheinbar kostet uns das BFE noch nicht genug. Carpooling funktioniert nicht, dass sieht man jeden Morgen in der San Francisco Bay Area (gibt's dort seit Jahrzehnten). Im Schnitt sind es in Kalifornien 3% der Pendler die so zur Arbeit kommen und obwohl zig-Millionen in separate Spuren etc. investiert werden, steht man im Stau. PS: Die Mitarbeiter des BFE könnten eigentlich alle per ÖV zur Arbeit fahren....
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