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Bundesamt testet ÖV Pünktlich, zuverlässig – aber dreckig

Recycling-Station im Bahnhof
Legende: Viele Fahrgäste entsorgen ihren Abfall lieber im Zug als im Bahnhof. Keystone
  • Das Bundesamt für Verkehr hat erstmals im ganzen Land inkognito Testpersonen in Züge und Busse geschickt.
  • Das Fazit: Der öffentliche Verkehr in der Schweiz ist pünktlich und zuverlässig.
  • Die Sauberkeit ist jedoch ein grosses Problem. Es kommt häufig zu Littering.

Der Bund setzte 60 Testpersonen ein, um die Qualität im Regionalverkehr zu messen. Erste Daten liegen nun vor und diese zeigen: Pünktlichkeit gut, Personal gut, Kompetenz gut – nur eben sauberer dürfte es sein.

Die betroffenen Verkehrsbetriebe nehmen die Resultate jedoch gelassen. Beim Zürcher Verkehrsverbund zu dem auch das S-Bahnnetz der SBB gehört, heisst es etwa auf Anfrage, dass Sauberkeit ein Dauerthema sei. Man nehme die Ergebnisse jedoch zur Kenntnis.

Kein Problem mit der Sauberkeit haben hingegen die Basler Verkehrsbetriebe. Denn: Sie setzen seit 13 Jahren ein rigoroses Ess- und Trinkverbot in ihren Fahrzeugen durch. Sprecher Benjamin Schmid ist überzeugt, dass ein solches Verbot das beste Mittel gegen Littering sei.

Ess- und Trinkverbot auch für die SBB ein gangbarer Weg?

Nein, sagt die SBB auf Anfrage. «Die Kundinnen und Kunden wollen sich unterwegs verpflegen. Ein Verbot ist kein Thema», so Sprecher Reto Schärli.

Auch das Bundesamt für Verkehr will den Verkehrsbetrieben keine Vorschriften machen. Aber künftig soll ersichtlich sein, welche Züge am pünktlichsten und eben auch am saubersten sind.

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27 Kommentare

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  • Kommentar von Pia Müller (PiMu)
    Ich stelle immer mehr fest, dass unsere Schweiz - wie jahrelang ein Vorzeigestaat - im Abfall versinkt. Sei es auf dem Flughafen, im Bahnhof, in den Zügen oder in der Natur. Meines E. ist es nur eine Erziehungssache der Eltern und die Politik ist einfach zu large. "Littering wird gebüsst" - wer schmeisst denn schon was weg, wenn jemand zuschaut !!! Vorzeigestaat Singapore !!!
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    1. Antwort von Robert Meier (R. Meier)
      Vorzeigestaat Singapur?? Dort wird man mit 300 Dollar gebüsst, wenn man eine Zigarette auf den Boden wirft und wenn man eine Getränkeflasche liegen lässt, können sie einen vor Gericht ziehen. An einem solchen Ort möchte ich nicht leben.
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  • Kommentar von Beni Fuchs (Beni Fuchs)
    Littering entsteht vor allem dann, wenn Abfallkörbe entfernt werden. Definitiv ein Eigentor der SBB. Man sollte doch meinen, noch einen Kaffee trinken zu dürfen. Und wenn dazu noch die WC's abgeschlossen werden, damit man sie nicht mehr putzen muss, hätte ich völliges Verständnis, wenn mal jemand an die Tür 'brünzlet'... Ein anderes Thema sind Vandalenakte, vor allem bei Fussball-Sonderzügen. Da würde ein Umstellen auf Güterwagen Abhilfe bringen... die kann man nachher sandstrahlen... ;-)
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  • Kommentar von Charly Ball (Charly Ball)
    Kann es bis heute nicht verstehen warum man für Strecken zwischen 20 - 60 min. sein halbes Frühstück, Sandwiches, Döners, Kafi, etc. in den Zug/S-Bahn mitbringen muss. Welcher Mitreisende braucht all diese "Düfte" ? Dazu kommen schminken, Nägel schneiden, etc. - alles schon mehrmals live erlebt. Eines fällt dabei auf, in 99% der Fälle gehören diese Personen der Altersgruppe zwischen 15 - 35 an. Offenbar haben ältere Personen mehr Anstand und/oder mehr Zeit um sich andernorts zu verpflegen.
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