PUK soll Mord an Adeline klären

In Genf hat das Kantonsparlament eine Parlamentarische Untersuchungskommission (PUK) zur Klärung des Mordes an Adeline gutgeheissen. Bisher hatte das Parlament eine PUK abgelehnt.

Das Gefängnis Champ-Dollon in Genf

Bildlegende: Die Sozialtherapeutin Adeline war im September 2013 auf einem Freigang von einem Häftling umgebracht worden. Keystone

Das Genfer Kantonsparlament hat einer parlamentarischen Untersuchungskommission (PUK) zur Klärung des Mordes an Adeline mit grosser Mehrheit zugestimmt. Die Genfer Sozialarbeiterin wurde 2013 von einem Häftling umgebracht.

Einzig drei Ratsmitglieder waren am Donnerstag gegen eine entsprechende Motion, 74 stimmten zu und 17 enthielten sich der Stimme. Die Kommission soll aus 15 Mitgliedern bestehen und ihren Bericht Ende Oktober vorlegen.

PUK bisher abgelehnt

Zum Fall hatte es bereits zwei Administrativuntersuchungen gegeben. Eine PUK wurde vom Kantonsparlament noch im Juni vergangenen Jahres abgelehnt. Zudem reichten die Angehörigen des Opfers im August eine Petition ein, welche ebenfalls eine neue und unabhängige Untersuchung fordert.

Die 34-jährige Sozialtherapeutin war im September 2013 auf einem Freigang von einem wegen mehrfacher Vergewaltigung verurteilten Täter umgebracht worden. Ein Prozess zum Tötungsdelikt findet frühestens Ende 2015 statt.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • PUK untersucht Mord an Genfer Sozialtherapeutin

    Aus Schweiz aktuell vom 13.3.2015

    Mit deutlicher Mehrheit stimmte gestern das Genfer Kantonsparlament der Einsetzung einer parlamentarischen Untersuchungskommission PUK im Fall Adeline zu. Die aus 15 Mitgliedern bestehende Kommission soll untersuchen, wie es zum Drama kommen konnte. Im September 2013 hatte ein Häftling auf Freigang die Sozialtherapeutin getötet.