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Radioaktive Substanz Viel mehr Uhrenateliers mit Radium kontaminiert als angenommen

Eine Studie im Auftrag des Bundes zeigt: Bis zu 1000 ehemalige Manufakturen sind betroffen. Vier Fragen und Antworten.

Strahlen-Warnschild
Legende: Radium ist eine radioaktive Substanz und kann gefährlich werden. Keystone

Was hat die Studie herausgefunden? Es ist belegt, dass in rund 700 Liegenschaften in der Schweiz Radium in der Uhrenmanufaktur verwendet wurde. Zudem wurden etwa 300 Liegenschaften ermittelt, wo die Anwendung von Radium noch nicht geklärt ist. Die Studie wurde von der Universität Bern im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) durchgeführt. Sie ist Teil des «Aktionsplans Radium 2015-2019» des Bundes. Dieser wurde nach einer ersten Radium-Untersuchung 2014 eingeleitet.

Was ist Radium? Eine radioaktive Substanz, die von Marie und Pierre Curie entdeckt wurde. Radium wurde bis in die 1960er-Jahre in der Herstellung von Uhren verwendet. Der Stoff leuchtet im Dunkeln, weshalb er für Zifferblätter verwendet wird. Da Radium Strahlenkrankheiten auslösen kann, wurde es in der Manufaktur verboten.

Wo wurde Radium gefunden? An Standorten von ehemaligen Uhren-Werkstätten. Die Liegenschaften befinden sich grösstenteils in den Kantonen Neuenburg, Bern und Solothurn. Rund 400 davon waren bereits für die Verwendung von Radium bekannt, 50 davon wurden bereits saniert.

Was geschieht nun? Die Liegenschaften, in denen Radium nachgewiesen wurde, werden systematisch kontrolliert. Sollte dies notwendig sein, müssen sie saniert werden. Ende Jahr wird das BAG dem Bundesrat einen Evaluationsbericht zum Radium-Aktionsplan vorlegen.

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