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Reaktionen auf Postauto-Affäre Die Rezepte sind mannigfaltig

Nach Bekanntwerden der Untersuchungsergebnisse zur Postauto-Affäre sind sich Verkehrspolitiker aus den eidgenössischen Räten einig, dass Verwaltungsratspräsident Urs Schwaller die Post gut durch die Krise steuert. Darüber, welche Konsequenzen aus der Affäre zu ziehen sind, gehen die Ansichten freilich auseinander. Die «Tagesschau» hat sich im Bundeshaus umgehört:

Nationalrätin Edith Graf-Litscher (SP/TG): «Wir Verkehrspolitiker müssen dranbleiben und dauernd den Finger in die Wunde legen.» Es müsse für Leitplanken gesorgt werden und der Service-Public-Gedanke wieder in den Vordergrund rücken, «indem mit Steuergeldern und Subventionen sorgfältig umgegangen wird.»

Legende: Video «Service-Public-Gedanke muss wieder in den Vordergrund» abspielen. Laufzeit 00:23 Minuten.
Aus Tagesschau vom 11.06.2018.

Nationalrat Martin Candinas (CVP/GR): «Man hat die Spielregeln nicht eingehalten. Damit stellt sich nun die Frage, inwiefern man Innovationen auch künftig finanzieren kann und inwiefern ein Gewinn beim regionalen Personenverkehr möglich sein soll.»

Legende: Video «Inwiefern soll Gewinn im regionalen ÖV noch möglich sein?» abspielen. Laufzeit 00:19 Minuten.
Aus Tagesschau vom 11.06.2018.

Nationalrat Ulrich Giezendanner (SVP/AG): «Vom System her gibt es wenig politischen Handlungsbedarf. Für mich ist aber völlig klar, dass die Verwaltungsräte von Postauto und Post mehr privatisiert werden müssen. Da müssen Leute rein nicht mit dem Parteibuch, sondern mit der Kompetenz.»

Legende: Video «Verwaltungsräte mit Kompetenz statt Parteibuch» abspielen. Laufzeit 00:13 Minuten.
Aus Tagesschau vom 11.06.2018.

Nationalrat Kurt Fluri (FDP/SO): «Die Zeiten, als die Post mit dem Postauto transportiert wurde, sind vorbei. Ich sehe die Postauto AG deshalb als Reisebusveranstalter, der genauso gut selbständig operieren könnte.

Legende: Video «Postauto könnte genausogut selbständig operieren» abspielen. Laufzeit 00:15 Minuten.
Aus Tagesschau vom 11.06.2018.

Nationalrat Jürg Grossen (GLP/BE): «Man muss prüfen, welche Bereiche tatsächlich noch für Monopol-Leistungen zuständig sind. Wo Diensteleistungen auch von Privaten erbracht werden können, sollen diese das tun und nicht der Bund.

Legende: Video «Wo sind Monopol-Dienstleistungen wirklich nötig» abspielen. Laufzeit 00:13 Minuten.
Aus Tagesschau vom 11.06.2018.
Die Post – Besitzverhältnisse und Auftrag

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Einmal mehr, wurden die "falschen Leute, in falsche Positionen" gehoben...Wo bleiben die effektiven und notwendigen "Eignungstests" betreffend Charakter und Persönlichkeit, Leumund...??
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  • Kommentar von Alex Volkart (Lex18)
    Alle Beteiligten gehören entlassen und bestraft, in der Politik und bei der Post. Man sollte auch endlich klar definieren für was die Post eigentlich zuständig ist.
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  • Kommentar von Rolf Künzi (Unbestimmt)
    Dieeigentliche Deffinition hat Herr Schwaller richtig benannt. Unrechtsbewusstsein. Da gibt es noch andere Beispiele, Die ganze Bankenkriese weisst auf einen Mangel eines solchen hin. Laufend gibt es im Sozialwesen solche Stellen, wenn Wohnungen einfach aus Steuergelder bezahlt werden oder Firmen mit Steuergelder indirekt subventioniert werden. Dann betrügt man eigentlich hart arbeitende kleine Buden die besteuert werden.
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