Zum Inhalt springen

Rege Rettungseinsätze Rega rettet im 35-Minuten-Takt

Legende: Video «Allwetter Helikopter» abspielen. Laufzeit 1:02 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 06.04.2017.
  • Die Rega hat im vergangenen Jahr 15'093 Einsätze organisiert. Ein neuer Rekord.
  • Auch die drei Ambulanzjets waren 2016 so oft unterwegs wie noch nie. Sie brachten es auf 858 Einsätze.
  • Zudem setzt die Rega als erste zivile Luftrettungsorganisation der Welt nun auf ein lasergestütztes Hinderniswarnsystem.
  • Die häufigste Alarmursache für einen Helikoptereinsatz sind überraschenderweise Krankheiten.

Alle 35 Minuten hat die Rega im vergangenen Jahr einen Einsatz organisiert, insgesamt 15'093. Das ist ein leichter Anstieg um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr und ein neuer Rekord.

Die drei Ambulanzjets waren 2016 so oft unterwegs wie noch nie. Sie brachten in 858 Einsätzen insgesamt 869 Patienten aus aller Welt zurück in die Schweiz. Die Zahl der Helikopter-Einsätze ging dagegen um 1,2 Prozent leicht zurück auf 11'055.

Ruhiger Februar – turbulenter September

Wie oft die Helikopter unterwegs sind, hängt stark von den Wetterbedingungen und vom Freizeitverhalten ab. Im schneearmen Februar gab es 17,6 Prozent weniger Einsätze als im Jahr zuvor. Das schöne Wetter im September liess dagegen die Zahl der Helikopter-Einsätze um 18,2 Prozent steigen.

Häufigste Alarmursache für einen Helikoptereinsatz sind jedoch Krankheiten, wie Rega-Chef Ernst Kohler sagte. Etwa bei akuten Herz-Kreislauferkrankungen oder Schlaganfällen kann ein schneller Transport ins Spital lebensrettend sein.

Lasersystem warnt vor Hindernissen

Um die Sicherheit von Patienten und Crews weiter zu verbessern, setzt die Rega als erste zivile Luftrettungsorganisation der Welt auf ein lasergestütztes Hinderniswarnsystem. Dabei wird die Umgebung vor dem Helikopter permanent von einem Laser gescannt.

So können auch schwer erkennbare Objekte, wie dünne Kabel und Masten in bis zu zwei Kilometern Entfernung erkannt werden. Der Pilot erhält sowohl ein akustisches als auch ein optisches Signal. Im Vergleich zu passiven Warnsystemen, die auf eine Flughindernis-Datenbank zurückgreifen, warnt das Lasersystem auch vor Hindernissen, die auf keiner Karte verzeichnet sind.

3 Kommentare

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Manuela Fitzi (Mano)
    In einem neueren Dokufilm wurde ein Baby gezeigt, das in Griechenland zur Welt kam und per Ambullanzjetz repatriiert worden ist. Ich finde, solche Einsätze gehören absolut nicht in die Kategorie Notfall. Solche Einsätze würde ich knallhart den Eltern in Rechnung stellen. Aufnahmen im Spital in Athen zeigten eine top ausgerüstete Geburtenabteilung mit vielen süssen Babys dort liegend. Auslandsferien im 7. SW-Monat ist grobfahrlässig, wenn die Eltern nicht wollen, dass das Baby dort zu Welt kommt.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von marc rist (mcrist)
    Absolut kein Grund zum Jubeln. Das bedeutet in erster Linie, dass die Berggänger und Skifahrer hierzulande Jahr für Jahr noch leichtsinniger werden.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Jan Bühler (j4nuss3)
      Wenn Sie korrekt lesen würden, könnten Sie sehen, dass die Meisten Einsätze eine Krankheit als Ursache haben. Daher würde ich behaupten, dass die Menschen vor allem älter werden.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen