Zum Inhalt springen

Schweiz Rega will in Zukunft bei jedem Wetter fliegen

Die Schweizerische Rettungsflugwacht hat im vergangenen Jahr 13'793 Rettungseinsätze organisiert. Die Gönner bleiben der Organisation treu und haben um 59‘000 zugenommen. Ihre Spenden werden für neue Helikopter und dem Ausbau der Einsatzbasen eingesetzt.

Ein Helikopter der Rega bei einer Seilwinden-Übung.
Legende: Für den Ernstfall üben Retter mit der Rega-Equipe die Evakuierung aus der Gondelbahn Verdasio-Monte Comino. Keystone

Die Schweizerische Rettungsflugwacht (Rega) hat im vergangenen Jahr 13'793 Rettungseinsätze organisiert. 10'205 wurden mit Helikoptern geflogen und 1148 mit Flugzeugen.

Das waren 67 Rettungsaktionen weniger als im Vorjahr, dafür hat allerdings die Zahl der Flugstunden zugenommen. Denn immer häufiger müssen Patienten aus weit entfernten Gegenden repatriiert werden. So wurde die Rega vier Mal nach Australien gerufen.

Die leichte Abnahme der Zahl der Einsätze um 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr bewege sich im Rahmen der normalen Schwankungen, sagte Rega-Chef Ernst Kohler vor den Medien.

Sie erklärten sich hauptsächlich durch das Wetter und dem damit zusammenhängenden Freizeitverhalten: Je schöner das Wetter, desto mehr Menschen seien unterwegs.

Reiner Instrumentenflug soll möglich werden

Der Rega bereitet aber nicht das gute, sondern das schlechte Wetter Probleme. Pro Jahr können nämlich gegen 600 Patienten wegen Nebel oder Schneefall nicht aus der Luft versorgt werden.

Zur Verbesserung dieser Situation schult die Rega ihre Helikopterpiloten auf das Instrumentenflugverfahren IFR, wenn fliegen auf Sicht nicht mehr möglich ist. Das Training absolvieren die Piloten zum grossen Teil in einem neuen Flugsimulator. Bis Ende 2014 werden die Helikopter Augusta Westland Da Vinci auf IFR umgerüstet.

Zudem prüft die Rega die Anschaffung von allwettertauglichen Helikoptern, die mit einer Enteisungsanlage ausgerüstet sind. Allerdings dürfen diese nicht zu schwer sein, damit sie problemlos an Unfallstellen oder bei den Spitälern landen können.

2,5 Millionen Gönner finanzieren die neue Infrastruktur

Die Rega erwirtschaftete 2013 rund 3 Millionen Franken (Vorjahr: 11 Millionen). Zwei Gründe seien für die schlechtere Ertragslage verantwortlich, sagte Rega-Chef Kohler. Zum einen die Preisreduzierung bei Einsätzen mit Flächenflugzeugen und zum anderen der gestiegene Betriebsaufwand. Die Rega stehe auf solidem finanziellem Fundament, doch man müsse die Ertragslage im Auge behalten.

Finanziell wird die Rega von ihren heute 2,5 Millionen Gönnern getragen. Ihre Zahl stieg im vergangenen Jahr um weitere 59'000. Die Gönnerbeiträge werden laufend zur Verbesserung der Infrastruktur eingesetzt.

So wurden die beiden Einsatzbasen in Locarno (TI) und Zweisimmen (BE) neu gebaut. Am Flughafen Zürich wurde die neue Einsatzzentrale in Betrieb genommen und das erneuerte Funknetz mit 42 Stationen ging in Betrieb.

In den nächsten vier bis acht Jahren sollen die drei Ambulanzjets vom Typ Challenger CL-604 und die im Mittelland stationierten Helikopter Eurocopter EC 145 ersetzt werden.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.