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Schweiz Reiten ist ein gefährliches Hobby

Pro Jahr verletzen sich in der Schweiz rund 8000 Reiterinnen und Reiter. Nun richtet sich die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU) mit einer Broschüre an die Reitenden.

Eine Reiterin.
Legende: Vor allem Reiterinnen bauen beim Pferdesport viele Unfälle. Keystone

Die etwa 140'000 Reitenden hierzulande setzten sich mit ihrem Hobby grossen Gefahren aus. Pro Jahr gibt es 8000 Verletzte im Pferdesport. 90 Prozent davon seien Frauen. Innert 14 Jahren wurden in der Schweiz sogar 29 tote Reitende gezählt.

Stürze vom Pferd am häufigsten

«Der Hauptgrund für die vielen Unfälle ist die gesteigerte Begeisterung für den Reitsport», erklärt BfU-Sprecher Rolf Moning. Bei Stürzen vom Pferd verletzten sich die meisten Sportler. Pferde seien Lebewesen und kein Sportgerät. Das mache sie unberechenbar.

Die empfindlichsten Stellen der Reitenden sind der Rumpf, der Schultergürtel und der Oberarm. «Besonders gefährlich sind Kopfverletzungen, deshalb empfehlen wir einen Reithelm zu tragen», so Moning.

Wichtig sei eine gute Reitausbildung. Die Unfallhäufigkeit sei bei Anfängern und Kindern besonders hoch. Zudem sei die Ausrüstung entscheidend. Reithelm, Schutzweste, Reithosen, Reithandschuhe und Reitstiefel können laut Moning das Verletzungsrisiko minimieren.

Broschüre für Reitende

Die BfU richtet sich nun mit einer Broschüre an Reiterinnen und Reiter in der Schweiz. Darin sind die wichtigsten Regeln im Umgang mit Pferden festgehalten. Die Broschüre enthält auch Anweisungen, wie sich Tritt- und Bissverletzungen vermeiden lassen.

4 Kommentare

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  • Kommentar von stefanie Meier, Safenwil
    Wow. So ein Theater wegen nichts. Gewisse Menschen ist es wahrscheinlich sooo langweilig das sie arbeit suchen. wie viel verkehrsunfälle gibt es pro jahr hier in der schweiz? Man kann alles ober dramatisch anschauen.
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  • Kommentar von Norbert Suter, Rupperswil
    Ich reite seit unzähligen Jahren selbst. Diese Absoluten zahlen oder plakativen Aussagen sind für jeden etwas an der Thematik interessierten wertlos... Einen Hinweis auf die ausgeübte Disziplin, die Erfahrung, die Schuld, Situation... wären äusserst hilfreich um gezielt die Unfallzahlen zu senken. Zudem findet man auf der SVPS-Seite mit vernünftigem Aufwand überhaupt nichts zum Thema Reitschulen. Eine Bewilligungspflicht (Mindestausbildung etc.) um Reitunterricht zu erteilen gibt es auch nicht.
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  • Kommentar von Anna Sand, Bern
    Logisch sind 90% der verletzten Reitenden Frauen - 90% aller Reitenden sind Frauen. Es wäre etwas eigenartig, wenn 90% der verletzten Reitenden Männer wären, nicht? Und 8000 Verletzte pro Jahr bei 140 000 Aktiven? Das sind sagenhafte 5,7%! Beim Skifahren sind es rund 20% aller Skifahrer! Bei den 5,7% sind auch flachgetretene Zehen und Bisswunden dabei. Und dafür gibt es nun eine Brochure?
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    1. Antwort von Sascha Stalder, Oberdiessbach
      Also jeder Fünfte Skifahrer hat pro Jahr einen Unfall, das erscheint mir doch etwas viel bei ca. 2 Millionen Schweizer Skifahrer(innen). ;-)
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