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Unspunnenfest in Interlaken Rekordhohe Sicherheitskosten

Noch nie wurde so viel für die Sicherheit am Unspunnenfest gemacht. Die Kosten sind doppelt so hoch wie letztes Mal.

Legende: Audio Teure Sicherheit am Unspunnenfest 2017 abspielen.
1:47 min, aus HeuteMorgen vom 26.08.2017.

Das Wichtigste in Kürze

  • Für die Sicherheit an einem Unspunnenfest hat man noch nie so viel vorgekehrt wie in diesem Jahr.
  • Der Festort Interlaken wird jedoch nicht abgeriegelt.
  • Das Unspunnenfest, vor über 200 Jahren ins Leben gerufen, findet zum zehnten Mal statt.

Das Sicherheitskonzept für das Unspunnenfest in Interlaken ist 80 Seiten dick. Nach dem Terroranschlag in Barcelona habe man es nochmals überarbeitet, sagt Philipp Mischler, Chef Sicherheit am Unspunnenfest. «Wir platzieren auf Zufahrtsstrassen Betonelemente, und wir setzen auf eine starke und sichtbare Präsenz der Blaulichtorganisationen mit Polizei in Uniform, Sanität und Feuerwehr.»

Rund 200'000 Franken macht der Posten Sicherheit im Budget aus. Das ist doppelt so viel wie beim letzten Unspunnenfest vor elf Jahren. Interlaken ganz abzuriegeln, sei aber kein Thema gewesen, sagt Mischler. Der ganze Ort sei ein Fest-Dorf, es werde sehr viel Bewegung geben. «Wir haben uns auf die Hotspots konzentriert und werden diese absichern.»

Grosser Aufmarsch erwartet

Auf Strassen und Plätzen im ganzen Ort feiert Interlaken neun Tage lang das Schweizer Brauchtum. Den Auftakt machen an diesem Wochenende die Schwinger und die Steinstösser, allerdings nicht mit dem Original-Unspunnenstein. Der 83,5 Kilogramm schwere Stein wurde 2005 aus einem Interlakner Hotel gestohlen, wo er ausgestellt gewesen war. Seither ist er unauffindbar.

Wir setzen auf eine starke und sichtbare Präsenz der Blaulichtorganisationen Polizei, Sanität und Feuerwehr.
Autor: Philipp MischlerChef Sicherheit am Unspunnenfest

Unter der Woche zeigen dann Hornusser, Schützen, Fahnenschwinger und Alphornbläser ihr Können. Der grosse Publikumsaufmarsch wird beim Finale am nächsten Wochenende erwartet, dem Festumzug, bei dem auch Bundespräsidentin Doris Leuthard erwartet wird.

6 Kommentare

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  • Kommentar von Dennis Gutknecht (Chitty_2017)
    In der Schweiz hat's eh noch nie einen Anschlag gegeben
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    1. Antwort von W. Ineichen (win)
      Also braucht es keine Sicherheitsvorkehrungen??????
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  • Kommentar von Beppie Hermann (Eine rechte Grüne)
    Und wer macht das alles notwendig, und wer muss dies mit harter Arbeit finanzieren? Wir werden abgezockt mit zunehmend höheren Steuern, Gebühren und %en, aber radikale Muslime lässt man ins Land, verleiht ihnen den Flüchtlingsstatus, lässt sie jahrzehntelang unter dem Deckmantel Religion schmarotzen und zu Gewalt aufrufen! Hätte man einen Kahlköpfigen mit Hakenkreuz aufgenommen, weil ihm in I Knast drohte? Hier schafft man es zu fast 100%, Neonazis in Öffentlichkeit zu verhindern. Wieso nur sie?
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    1. Antwort von Tim Luethi (timluethi)
      @Hans Muster, aus welch anderen Gründen werden die Sicherheitsmassnahmen Ihrer Meinung verschärft, als wegen all den islamistisch motivierten Anschlägen, die in Europa schon fast an der Tagesordnung sind? Und wie sind diese Leute nach Europa gelangt, als Geschäftsleute oder als Touristen?
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  • Kommentar von Ivo Muri (Ivo Muri)
    Das freut Herrn Markt und Frau Wirtschaft. Je mehr wir für "Security" ausgeben, desto grösser ist das Sozialprodukt und die Oekonomen freuen sich, weil "die Wirtschaft" wächst. Höchste Ueit, dass wir uns wieder mehr dem Wachstum der Wohlfahrt widmen. Ein Wort, das wir aus dem Lehrplan der Öekonomen schon fast definitiv gelöscht hatten - in der Annahme, Herr Markt und Frau Wirtschaft wüssten von alleine, was wir für ein sinnvolles Leben brauchen.
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