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Schweiz Rekordmenge an Doping-Medikamenten sichergestellt

Schweizer und Deutsche Behörden haben in einer gemeinsamen Aktion einen Dopinghändler-Ring zerschlagen. Dabei haben sie eine Rekordmenge an Anabolika sichergestellt. Ein 36-jähriger im Thurgau wohnhafter Deutscher wurde festgenommen.

In der gezielten Aktion wurden zeitgleich mehrere sogenannte Nahrungsergänzungs-Shops in den Kantonen Thurgau, Zürich, Bern und Zug, sowie in Baden-Württemberg durchsucht. Dies teilt die Staatsanwaltschaft Kreuzlingen mit.

Ampullen, Tabletten, Geld und Schusswaffen

Gesamthaft wurde in beiden Ländern eine Rekordmenge an Dopingsubstanzen sichergestellt: 20'000 Ampullen Anabolika und Testosteron, 140'000 Anabolika-Tabletten sowie diverse Heil- und Arzneimittel. Die Polizei beschlagnahmte neben dem Doping auch Vermögenswerte von über 280'000 Euro zudem mehrere Schusswaffen. Ob in den Fall auch Sportler involviert sind, ist bisher noch nicht geklärt.

Doping-Handel kann sanktioniert werden

Nimmt ein Sportler Anabolika ein, macht er sich gemäss «Antidoping Schweiz»-Direktor Matthias Kamber nicht zwingend strafbar. Der Athlet verstosse aber wahrscheinlich gegen die Dopingstatuten von Swiss Olympic. Mit dem im Oktober 2012 in Kraft gesetzten Sportförderungsgesetz könne indessen der Handel von Doping sanktioniert werden, erklärt Kamber.

Seines Wissens handle es sich beim festgenommenen mutmasslichen Dopinghändler weder um einen aktiven noch um einen ehemaligen Sportler, sagte Kamber. Zur Angabe des festgenommenen Mannes gab die Staatsanwaltschaft aufgrund des Persönlichkeitsschutzes keine Auskunft.

Sorgfältige Vorbereitungen führten zur Razzia

Der internationalen Aktion zur Dopingbekämpfung gingen intensive Ermittlungen voraus. Seit Mitte 2012 operierten Zollfahnder aus Freiburg und Stuttgart sowie die Kriminalpolizei Rottweil im Auftrag der Staatsanwaltschaft Freiburg gegen mutmassliche Dopinghändler.

Die Ermittlungen ergaben, dass fast 20 Männer und Frauen im Alter zwischen 21 und 53 Jahren zumeist über Fitness-Studios und Nahrungsergänzungs-Shops einen regen Handel mit Doping und anderen nicht zugelassenen Arzneimitteln betrieben. Zumindest einen Teil von ihnen hat sich damit ihren gesamten Lebensunterhalt verdient.

1 Kommentar

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  • Kommentar von Ernst Jacob, Moeriken
    Man sieht sie doch bald überall, die aufgeblasenen tatowierten Proteinsäcke, in deutschen Schrott-TV Sendungen gehören sie bereits zum Alltagsbild, Leute, die vor lauter Kraft bald nicht einmal mehr selber gehen können. Und jetzt wundert man sich, dass das Geschäft so blüht. Ich frage mich eher, wieviel diese Leute wohl unser Gesundheitswesen einmal noch kosten werden, die Allgemeinheit wird den 'Trend' wahrscheinlich, früher oder später, wieder auszubaden haben. KIK - krank im Kopf, mein ich...
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