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Schweiz Rentenkürzungen sind nicht ausgeschlossen

Das Drei-Säulen-System der Schweizer Altersvorsorge sei stabil, sagt der oberste Aufseher über die Berufliche Vorsorge, Pierre Triponez. Anpassungen vornehmen müssten die Pensionskassen – etwa «Beiträge herauf setzen oder Renten kürzen».

Zwei Rentnerinnen spazieren in der Allmend Brunau in Zürich. (keystone)
Legende: Rentenkürzungen sind nur möglich, wenn die betroffenen noch im Erwerbsleben stehen – so steht es im Gesetz. Keystone

Die fetten Jahre für die Pensionskassen sind wohl vorläufig vorbei. 2015 erzielten sie im Durchschnitt noch eine magere Rendite von 0,8 Prozent. Das ist zu wenig, damit die Kassen allen ihren Verpflichtungen nachkommen können.

Deshalb müsse man aber nicht gleich in Panik verfallen, sagt Pierre Triponez, der oberste Aufseher, über die Pensionskassen in der «Samstagsrundschau». Es gebe aber durchaus einen gewissen Reformbedarf. Verschiedene Stellschrauben müssten bei der zweiten Säule neu gerichtet werden, so Triponez.

Nicht nur wegen den tiefen Anlageerträgen, sondern auch, weil die Lebenserwartung steigt. Pro Jahr um rund einen Monat. In nächster Zeit ist eine Erhöhung des Rentenalters aber keine Option.

Pensionskassen müssen laut Triponez andere Anpassungen vornehmen. «Dann müsste man eventuell die Beiträge heraufsetzen – oder früher ansparen, also den Sparprozess noch früher starten», so Triponez.

Schliesslich müsste man dann vielleicht auch Rentenkürzungen ins Auge fassen.
Autor: Pierre TriponezOberaufsicht Berufliche Vorsorge

Allfällige Rentenkürzungen seien aber nur bei Leuten möglich, die noch im Erwerbsleben stehen. Pensionierten könnten die Renten nicht gekürzt werden. Das habe der Gesetzgeber so gewollt und das sei auch richtig so, denn das gebe Sicherheit im Alter, betont er.

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17 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger (robo)
    In letzter Zeit muss man sich als Rentner immer mehr als "unerwünschter Zweitklass" - Bürger im Land vorkommen! Jahrelang keine Teuerungsanpassung bis hin zur Drohung einer Rentenkürzung und ewiges Gejammer, dass wir alten Gruftis immer älter werden! Nun, wer hat mehrere Jahrzehntelang regelmässige Prämien in die AHV, Pensionskassen und alle weiteren Sozialwerke einbezahlt und beigesteuert? Das seit Jahren grassierende "Asyl(un)wesen" anderseits, wird nie in Frage gestellt! Es ist eine Schande!
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    1. Antwort von Niklaus Bächler (SVP-Hinterfrager)
      Sie verwechseln da mal wieder etwas ganz gewaltig.Die Renten haben nun wirklich rein gar nichts mit dem Asylwesen zu tun! Ihre Frustration ist ja schon beinahe ansteckend! Ich gönnen jedem Rentner sein Dasein,doch müssen sie endlich zur Kenntnis nehmen,dass sie weniger einbezahlt haben, als sie nun konsumieren. Sie sprechen doch immer davon,wie teuer alles ist. Auch sie, RB sind für unseren Staat teuer geworden,weil sie alt werden.Ich gönne ihnen dies,doch seinen sie doch mal etwas zufriedener!
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  • Kommentar von René Balli (René Balli)
    Die Pensionskassen beruhen auf der Idee des ewigen Wachtums, also auf der Annahme, dass die Bäume in den Himmel wachsen. Was nicht nachhaltig ist, wirft die Evolution über Bord! Dieses System kommt aus der Zeit wo Nachhaltigkeit ein Schimpfwort war. Leute welche früher ein Bisschen über den Tellerrand gedacht haben wurden als Träumer und Verräter abgetan, Beispiele gibt es endlos. Natürlich müssten auch die aktuellen Renten gekürzt werden, aber was soll's, es ist eh aussichtslos.
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    1. Antwort von Walter Starnberger (Walter Starnberger)
      Natürlich ist es aussichtslos, weil das primäre Problem das ewige Bevölkerungswachstum ist. Die Weltbevölkerung wächst mit jährlich über 1 Prozent, trotz Kriegen und Katastrophen, und solange sie das tut muss alles andere mitwachsen, inklusive der Umweltverschmutzung.
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  • Kommentar von Manuela Fitzi (Mano)
    Ich kaufte gestern die Arbeitslosenzeitung "Surprise". Darin sagte der Sozialversicherungsexperte: "die BVG unterliegt im Kern dem Umlageverfahren". Dies ist falsch. PK DARF per Gesetz nicht umgelegt werden, sondern gehört zu 100% individual dem Sparer bzw. u.U. seiner Nachkommen. Ich finde es ungerecht, dass wir, Arbeitnehmer, keine Änderung in diesem Vertragsverhältnis bewirken können. Der Staat zapft unser Geld an, um die Finanzierungslücken der jetzigen Rentner zu stopfen. Dies ist Betrug.
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