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Risikoherd Klinik Jeder 17. Patient steckt sich im Spital an

Legende: Audio Swissnoso: 6 Prozent der Patienten infizieren sich im Spital abspielen.
1:21 min, aus Heute um halb Fünf vom 23.01.2018.
  • Eine Messung der Expertengruppe Swissnoso ergab, dass sich 5,9 Prozent der Spitalpatienten in der Schweiz eine Infektion zuziehen.
  • Das Risiko ist in grossen Spitälern am höchsten.
  • Insbesondere ältere Patienten sind gefährdet.
Aussenaufnahme des Inselspitals Bern.
Legende: Das Risiko ist in grossen Spitälern, wie etwa im Inselspital, aufgrund von kränkeren Patienten und schwereren Eingriffen besonders hoch. Keystone

Wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mitteilt, liege die Schweiz mit diesen Werten im europäischen Mittel. Die Untersuchung wurde nach internationalen Standards und parallel zur Erhebung des European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) in sämtlichen EU-Ländern durchgeführt. Zuletzt lag der Wert 2011/2012 noch bei 6 Prozent.

Wund-, Atem- und Harnwegsinfektionen

Erwartungsgemäss waren insbesondere ältere Patienten in grösseren Instituten betroffen. Dies liege insbesondere daran, dass kränkere Patienten normalerweise in grösseren Spitälern behandelt werden. Ein weiterer Faktor sind schwere Eingriffe, für die kleine Praxen häufig keine Kapazität haben.

Wundinfektionen nach chirurgischen Eingriffen machen mit 29 Prozent den Grossteil der Infektionen aus. An zweiter und dritter Stelle kommen Atem- und Harnwegsinfektionen.

Die Untersuchung war Teil der nationalen Strategie zur Überwachung, Verhütung und Bekämpfung von Spitalinfektionen. Ziel sei es, mit konsequenter Anwendung von Hygienestandards, diese vorzubeugen.

9 Kommentare

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  • Kommentar von Pia Müller (PiMu)
    Danke Frau M. Holzhammer. Sie sehen das Problem richtig wie ich auch ! Jeder Mensch hat ein wunderbares Immunsystem, doch wenn es durch extreme Sterilisation/Medikamente aufgrund von OP's und deren Vor- und Nachbehandlung ausgelöscht wird, ist es offen für jeden Spitalvirus, der extrem zunimmt. Da ist doch eine Impfung des Personals oder die Strassenbekleidung der Besucher einfach lächerlich für die Genesung der Patienten.
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    1. Antwort von Hanspeter Müller (HPMüller)
      Sterilisation von Operationsinstrumenten beeinflusst das Immunsystem überhaupt nicht. Unser Immunsystem ist spezialisiert auf die Abwehr von Keimen von aussen durch die Haut oder die Schleimhäute. Bei einer Operation öffnet man den Körper, wo das Immunsystem viele Mechanismen gar nicht hat. Und übrigens geht es bei Spitalinfektionen nicht um Viren, sondern primär um Bakterien. Das ist nicht dasselbe.
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  • Kommentar von Manuela Fitzi (Mano)
    Ist mir auch schon passiert. Ich sehe das Problem auch darin, dass jeder Besucher zu jeder Tageszeit ins Zimmer darf. Es spielt keine Rolle, dass die Zimmernachbarin gerade vom Aufwach ins Zimmer zurückkehrte - sie hocken da und haben es gemütlich, alle beisammen in Strassenkleider, benutzen die Toilette und manche waschen sich die Hände nicht einmal danach. Auch bei einem ambulanten Eingriff hatte ich erlebt, dass meine Strassenkleider in einem Behälter unter meinem Bett verstaut worden sind.
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    1. Antwort von Margrit Holzhammer (Margrit Holzhammer)
      Fr. Fitzi, die Keime auf Ihren Strassenkleidern sind harmlos. Allerdings gebe ich Ihnen Recht, was zum Teil die Horde (die ganze Sippschaft) von Besuchern bei einem einzelnen Patienten betrifft. Der Patient und seine Bettnachbarn sind krank und brauchen primär Ruhe!
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  • Kommentar von Daniel Bucher (DE)
    Und noch immer weigern sich Impfgegner unter den Pflegenden sich gegen Grippe impfen zu lassen. Ihnen liegt das Wohl des Patienten nicht so am Herzen wie sie immer geltend machen.
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    1. Antwort von Margrit Holzhammer (Margrit Holzhammer)
      Hr. Bucher, das Problem sind die antibiotikaresistenten Keime und dieses Problem wird noch zunehmen. Ich bin strikte gegen einen Impfzwang des Pflegepersonals!!!
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    2. Antwort von Hanspeter Müller (HPMüller)
      Bei den hier vorgestellten Spitalinfektionen geht es um Bakterien. Grippe wird durch Viren ausgelöst. Grippeviren sind nicht verantwortlich für Wundinfektionen, Harnwegsinfektionen und die in der Studie vorgestellten Atemwegsinfektionen. Die Impfrate des Pflegepersonal (und übrigens auch der Aerzte...) hat deshalb mit den hier vorgestellten Zahlen schlicht gar nichts zu tun.
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