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Roth ist raus Matratzen-Fabrikant zieht sich aus Rechtsextremen-Label zurück

Peter Patrik Roth, Geschäftsführer der Matratzenfabrik Roviva, will per sofort sein Kapital aus der T-Shirt-Firma «Fighttex» abziehen. Das bestätigt der Verwaltungsrat von Fighttex. Der Versandhändler vertreibt Kleider mit rechtsradikalem Inhalt.

Es war keine gute Woche für Peter Patrik Roth. Letzten Mittwoch enthüllte die «Rundschau» von SRF, dass der Geschäftsführer der Matratzenfabrik «Roviva» 50'000 Franken Aktienkapital der Firma «Fighttex» besitzt. Dort werden T-Shirts mit rechtsradikalen Symbolen vermarktet.

Legende: Video Aus dem Archiv: Rechtsextreme Kampfsportler im Angriffsmodus abspielen. Laufzeit 12:23 Minuten.
Aus Rundschau vom 04.09.2019.

Heute sagt Florian Gerber, Verwaltungsrat der «Fighttex», gegenüber Radio SRF: «Wir haben eine Lösung parat. Diese Lösung wird heute Abend noch abgesegnet. Herr Roth ist raus, in Gottes Namen.» Das heisst, Roth zieht sein Aktienkapital ab.

Florian Gerber vertreibt nicht nur T-Shirts mit rechtsradikalem Inhalt, er ist auch stellvertretender Vorsitzender der rechtsradikalen Partei national orientierter Schweizer (Pnos).

Portraitbild von Florian Gerber.
Legende: Florian Gerber, Verwaltungsrat «Fighttex» und stellvertretender Parteipräsident Pnos. SRF/Christian Liechti

Gerber und Roth sind befreundet. «Es geht ihm schlecht», sagt Gerber über den Roviva-Chef. «Er hat das Geld als Investor gegeben, mit dem Tagesgeschäft hat er nichts am Hut. Es tut mir leid, dass er in Mitleidenschaft gezogen worden ist.»

Schwinger kehrte Roviva den Rücken

Nachdem die Recherchen der «Rundschau» am vergangenen Mittwoch bekannt geworden sind, ist Roth in den Schlagzeilen. Am letzten Freitag gab der Schwinger Curdin Orlik bekannt, dass er seinen Sponsoren-Vertrag mit Roviva nicht verlängern werde. Er sei schockiert gewesen, als er von Roths rechtem Gedankengut erfahren hat.

Und gestern hat Roth seinen Rücktritt aus dem Vorstand des Wirtschaftsverbandes Oberaargau bekannt gegeben – nicht ganz freiwillig. Die Präsidentin des Verbandes hatte ihre Bedenken gegenüber Roths politischen Ansichten geäussert.

Verhängnisvolle Instagram-Posts

Peter Patrik Roth hatte sich immer wieder in T-Shirts mit rechten Symbolen fotografiert und diese Bilder auf Instagram gestellt. «Der Genickbruch ist, was er in den sozialen Medien hochgeladen hat», sagt Pnos-Vizechef Florian Gerber. «Roth interessiert sich für russische Kultur. Die Gesellschaft versteht das nicht so, wie Roth das sieht.»

«Fighttex» vertreibt das russische Modelabel «White Rex» – auf den Kleidungsstücken abgebildet sind Wehrmachtspistolen, Schlagringe und sogenannte Schwarze Sonnen, die an mehrere aufeinandergelegte Hakenkreuze erinnern.

Für eine Stellungnahme war «Roviva»-Geschäftsführer Peter Patrik Roth nicht erreichbar.

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25 Kommentare

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  • Kommentar von Daniele Röthenmund  (Daniele Röthenmund)
    Ich möchte besonders Curdin Orlik Gartulieren. Dieser Entscheid zeigt Charkterstärke und ein Mensch der noch Werte hat die ihm wichtiger sind als Geld! Bravo Curdin!
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  • Kommentar von Hans Solenthaler  (Hannes)
    Wichtig, ein Betrieb ist wieder kaputt. Was hat die Matraze mit Geschichten vor 70 Jahren zu tun. Ich jedenfalls brauche eine Matraze zum schlafen !
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    1. Antwort von Peter Holzer  (Peter Holzer)
      Auch ich finde es schade, wenn ein Betrieb durch unüberlegtes Handeln des Inhabers geschädigt wird.

      Wenn aber ein Firmeninhaber und erwachsener Mann sich in der Öffentlichkeit mit T-Shirts die ganz klar Rechtsextreme Symbole verherrlichen zeigt, so finde ich es durchaus fahrlässig! Schliesslich trägt er auch eine Verantwortung gegenüber seinen Angestellten!

      Die Schuld nun bei den anderen zu suchen wäre falsch, denn diese Suppe hat er sich zu 100% selbst eingebrockt!
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    2. Antwort von Olaf Schulenburg  (freier Schweizer)
      Und sind sie bereit mit ihrem Kauf den CH und internationalen braunen, nationalistischen Sumpf zu unterstützen? Mit zu finanzieren? Ich finde es auch schrecklich das eine CH Firma nun vielleicht draufgeht. Aber noch schlimmer wär es für mich, im vollen Wissen Nazis mit zu finanzieren. Die Firma kann sich aber noch retten. Raus mit diesem Typen. Neue Leitphilosophie und von vorne weg 100% Transparenz in Sachen Geldflüssen
      und Parteienfinanzierung.
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  • Kommentar von Andreas Buser  (AnMaBu)
    Herr Roth kann sich aus diesem braunen Sumpf zurückziehen, damit ändert sich seine Gesinnung nicht. ROVIVA ist und bleibt angeschlagen und ER wird das nicht mehr ändern können.
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    1. Antwort von Barbara Jermann  (BarbaraJ)
      Das will ich auch so hoffen ! Ich jedenfalls würde NIE mehr eine solche Matraze kaufen. Hatte Gottseidank auch nie eine ! Tant mieux !
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