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Unterbruch der Rheintalbahn Rückendeckung für Leuthard

Der Brief, den Bundespräsidentin Leuthard dem deutschen Verkehrsminister Dobrindt geschrieben hat, erhält Unterstützung.

Legende: Audio Unterbrochene Rheintalbahn: Leuthards Brief an Dobrindt erhält Unterstützung abspielen. Laufzeit 01:31 Minuten.
01:31 min, aus HeuteMorgen vom 29.08.2017.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Bahnstrecke zwischen Basel und Mannheim ist weiterhin unterbrochen.
  • Das habe gravierende Auswirkungen auf die Schweizer Wirtschaft, schrieb Bundespräsidentin Doris Leuthard dem deutschen Verkehrsminister Alexander Dobrindt.
  • Edith Graf-Litscher, Vizepräsidentin der nationalrätlichen Verkehrskommission, unterstützt Bundesrätin Leuthard. Es handle sich hierbei um ein wichtiges verkehrspolitisches Thema.

Der Unterbruch der Rheintalbahn bei Rastatt auf der Strecke Basel–Mannheim habe gravierende Auswirkungen auf die Schweizer Wirtschaft. Massnahmen zur Behebung der Störung seien dringlich: In ihrem Brief an den deutschen Verkehrsminister Alexander Dobrindt wählt Bundespräsidentin Doris Leuthard deutliche Worte, wie durch die «Sonntagszeitung» bekannt wurde.

Edith Graf-Litscher, SP-Politikerin und Vizepräsidentin der nationalrätlichen Verkehrskommission, unterstützt Leuthard. Der Brief sei ein wichtiges Zeichen. Es brauche aber noch weitere Schritte. Die Schweiz müsse sowohl gegenüber der deutschen Regierung als auch gegenüber der EU deutlich machen, «dass es sich hierbei nicht um ein kleines, sondern um ein zentrales verkehrspolitisches Thema handelt».

Schlechte Noten für Deutschland

Der bisherigen deutschen Verkehrspolitik erteilt Graf-Litscher schlechte Noten: «Dieser Vorfall in Rastatt zeigt ganz klar auf, dass die deutsche Verkehrspolitik in den vergangenen Jahrzehnten die Schiene vernachlässigt hat.»

Das räche sich jetzt; entsprechend gross sei der Handlungsbedarf. Das Thema Rheintalbahn werde auch die nationalrätliche Verkehrskommission weiter beschäftigen, sagt Graf-Litscher. Daneben sei es jetzt auch wichtig, dass Schweizer Transportunternehmen mit ihren ausländischen Partnern Möglichkeiten für alternative Bahnstrecken suchen würden.

Der Vorfall zeigt ganz klar, dass die deutsche Verkehrspolitik in den vergangenen Jahrzehnten die Schiene vernachlässigt hat.
Autor: Edith Graf-LitscherVizepräsidentin der Verkehrskommission des Nationalrates

Die Rheintal-Bahnstrecke bleibt voraussichtlich bis am 7. Oktober 2017 unterbrochen.

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20 Kommentare

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  • Kommentar von Marcel Chauvet (xyzz)
    Deutschland ist nicht Büttel der Schweiz oder Glücksbringer von xyz-Ländern. Wenn was unvorhergesehenes passiert, so haben Sie das demütig zu ertragen. Für mich ist viel wichtiger der Ausbau der Eisenbahn-Verbindung zwischen München und Berlin in 4 Stunden, um nicht mehr auf das Flugzeug angewiesen zu sein und des regionalen Schienennetzes oder der Ausbau der A5 Niemand hält die Schweiz auf, eine Ausweichstrecke zu bauen und natürlich auch zu finanzieren.
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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Es geht wieder einmal NULL
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  • Kommentar von Hermann Dettwiler (Alapeller)
    Eigentlich müssten Konstruktionspläne für Eisenbahn- Notbrücken vorhanden sein. Ein Stahlbauer ist in der Lage, auf erstellen der Fundamenten so eine Notbrücke innerhalb einer Woche vor Ort zusammen zu schweissen.
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    1. Antwort von Jakob Frauchiger (Jakob Frauchiger, Hilterfingen)
      Es gibt weder technische Probleme noch Herausforderungen im Gleisbau. Vielleicht ist es der Neid, welcher gemeinsamen Schaden in Kauf nimmt: Der Schaden für die Schweiz ist vermutlich grösser als für Deutschland. Also ist keine Eile angesagt....
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