Ruedi Matter: «‹Der Bestatter› ist sehr schweizerisch»

SRF-Direktor Ruedi Matter zeigt sich mit dem Serienstart der Eigenproduktion sehr zufrieden. Trotz leicht rückläufigen Marktanteils sieht Matter das SRF im internationalen Vergleich sehr gut positioniert.

Der negative Trend der Einschaltquote bei öffentlich-rechtlichen TV-Sendern zeige sich seit Jahren, sagt Ruedi Matter im «Tagesgespräch» von Radio SRF. Wenn man berücksichtige, wie viele Sender in den letzten Jahren neu für das Publikum verfügbar seien, sei der Rückgang 2012 aber recht moderat ausgefallen. Des Weiteren betont er, dass SRF den Markt in der Primetime mit einem Anteil von 29 Prozent nach wie vor dominiere.

Im Vergleich mit öffentlich-rechtlichen TV-Anstalten anderer Länder stehe SRF noch gut da, so Matter weiter. Diese hätten weit grössere Probleme, ihre Quoten zu halten, wie etwa in Deutschland. Das SRF hatte im abgelaufenen Jahr 2012 einen Marktanteil von 29,3 Prozent erreicht.

Vermehrt würden TV-Inhalte im Internet angeschaut. Das beeinflusse die traditionelle Fernsehnutzung. SRF habe auch deshalb die neue Website gestaltet, die Fernseh- und Radio-Angebote enthält. Dadurch sollen Sendungen von SRF einfach und rasch für Internet-User zugänglich gemacht werden.

Für die Quote mitverantwortlich macht Ruedi Matter die Tagesaktualität. Er nennt in diesem Zusammenhang das Jahr 2011, als der Tsunami und die Atomkatastrophe in Japan und die Schweizer Parlamentswahlen die Schlagzeilen beherrschten. Vor allem die Quoten von News-Sendungen an TV und Radio würden stark von solchen Ereignissen beeinflusst. Entsprechend waren in diesem Bereich 2011 die Einschaltquoten etwas höher als im vergangenen Jahr.

« Die Serie ist sehr schweizerisch »
SRF-Direktor Ruedi Matter.

Bildlegende: SRF-Direktor Ruedi Matter. Keystone

Sehr zufrieden zeigt sich Ruedi Matter mit der neuen Krimi-Eigenproduktion «Der Bestatter» mit Mike Müller. «Die Serie ist sehr schweizerisch», betont der SRF-Direktor. Die Serie zeige insbesondere, dass die Schweiz auch Humor habe. Die Einschaltquote sei nicht bekannt, weil die zuständige Stiftung derzeit Probleme mit der Messung habe. Allerdings hätten sich innert zweier Tage mehr als 25'000 Userinnen und User die erste Folge der Serie im Internet angeschaut.

Nach Ausstrahlung der vier bereits abgedrehten Folgen werde entschieden, ob die Serie weitergeführt werde.