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Stiftungsaufsicht Zewo Rüffel für Green Cross Schweiz

Die Zewo kritisiert die Umweltschutzorganisation Green Cross Schweiz – unter anderem wegen mangelnder Transparenz.

Legende: Audio Mängel bei Green Cross Schweiz von Martin Bäumle abspielen. Laufzeit 01:26 Minuten.
01:26 min, aus HeuteMorgen vom 12.04.2017.

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei der Überprüfung von Green Cross Schweiz sind der Zewo Mängel bei der Transparenz der Organisation, der Kontrolle von Projekten und der Kommunikation mit Spendern aufgefallen.
  • Es ist ungewöhnlich, dass eine Stiftung von der Zewo gleich mehrere Auflagen erhält.
  • Martin Bäumle, der Präsident von Green Cross Schweiz, warf seinerseits dem Dachverband Green Cross International mangelnde Transparenz vor.
  • Green Cross Schweiz will die Auflagen der Zewo umsetzen.

Der grünliberale Nationalrat Martin Bäumle hat vor ein paar Wochen die Umweltschutzorganisation Green Cross International kritisiert: Sie sei nicht ehrlich, und sie veruntreue Spendengelder.

Nun wird Bäumle selbst von der Stiftungsaufsicht Zewo gerüffelt. Green Cross Schweiz – Bäumle ist der Präsident dieser Organisation – muss über die Bücher. Sonst wird ihr das Zewo-Gütesiegel entzogen.

Es betrifft die Transparenz der Organisation, die Kontrolle von Projekten und die Kommunikation mit Spendern.
Autor: Martina ZiegererGeschäftsleiterin Zewo

Laut Zewo-Geschäftsleiterin Martina Ziegerer liegen bei Green Cross Schweiz mehrere Punkte im Argen. «Es handelt sich um Punkte, welche die Transparenz der Organisation, die Kontrolle von Projekten und die Kommunikation mit Spenderinnen und Spendern betreffen.»

Green Cross Schweiz muss den Spendern genauer erklären, ob Geld für ein bestimmtes Projekt zweckgebunden ist oder ob es frei für verschiedene Vorhaben verwendet werden kann.

Mehr als bei anderen Organisationen

Dass eine Stiftung nicht nur eine, sondern mehrere Auflagen erhält, ist laut Ziegerer ungewöhnlich: «Hier sind mehrere Bereiche betroffen, das ist mehr, als wir bei anderen Organisationen sehen.»

Nathalie Gysi, die Geschäftsführerin von Green Cross Schweiz, sagt zu den Auflagen der Zewo: «Diese setzen wir umgehend um.» Man habe bei der Administration zu viel gespart, deshalb sei nicht alles optimal gelaufen.

Was macht Green Cross?

Die Umweltschutzorganisation Green Cross International wurde
1993 von Michail Gorbatschow gegründet. Etwa zur gleichen Zeit gründete der
Schweizer Nationalrat Roland Wiederkehr die Organisation World Green Cross.
Beide Organisationen hatten zum Ziel, die nukleare Abrüstung zu fördern und
durch Chemiewaffen entstandene Umweltschäden abzubauen. 1994 fusionierten die
beiden Organisationen. Projekte von Green Cross International und Green Cross
Schweiz umfassen aktuell unter anderem die Zerlegung von Raketen, die
Entsorgung von gefährlichen medizinischen Abfällen oder die Unterstützung von
Kindern, die in verstrahlten Gebieten leben.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Martin Brunner (Frontal)
    Ich wurde mal unter der Türe überredet Spender zu sein. Einmal habe ich was gespendet, und seither bekomme ich immer Briefe von dieser Organisation, obwohl ich gemeldet habe, dass ich nicht mehr spenden werde. Ich denke schon nur alle diese Briefe an potenzielle Spender und die ganze Administration kosten Millionen. Und was wird aus diesen Geldern in einem völlig korrupten Land wie die Ukraine? Ich werde nie mehr für diese Organisation spenden, soviel ist sicher!
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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Wer kontrolliert konsequent die verschiedenen Grossfirmen und Hilfs-Werke-Organisationen schweizweit und wie??? Wer kontrolliert die vielen Spendengelder bei den grossen und selbsternannten politischen Parteien, welche sich angeblich: "christlich, sozial, liberal und/oder volksnah", allumfänglich für das essentielle und existenzielle Wohl des CH Volkes einsetzen...??
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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Immer wieder geht es bei Grossunternehmen, Hilfs-und andere Organisationen, ...um die Transparenz (zB auch: SVP, CVP und CO-Spendengeld-Transparenz)! Wo viel Geld fliesst, da kommen sie zusammen, die auffälligen Profit-Haie, Vettternwirtschaft, Lobbyismus, Korruption, Geldwäsche.....!! Wann handeln Bundesrat und Parlament endlich, respektive, warum eben nicht??? ParlamentarierInnen - von den Volks-Steuergeldern exzellent entlöhnt - mit lukrativen VR-Mandaten = Anti-Volks-Politik!!!
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    1. Antwort von Marlies Artho (marlies artho)
      D. Casagrande Soviel ich mitbekommen habe, hat Ch.B. SVP schon an vielen Orten Geld gespendet,in der Schweiz.Bin mir nicht sicher ob Grossunternehmer Milliarden Spenden an die Entwicklungsländer,darum vielleicht jetzt bei der Spendenaktion die Zurückhaltung. M. Bäumle GLP zeigt auf, was in der Organisation Green-Gross nun leider falsch läuft. Bei Wahlen erhalten doch alle Spendengelder, denke das Geld bei Wahlen nicht an erster Stelle sein sollte, sondern eher die Leistungen der Politiker.
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