Russen streichen ihre Schweizer Skiferien

Die internationalen Sanktionen und der schwache Rubel – für viele Russen bedeutet dies, dass sie sich einschränken müssen. Das hat auch Auswirkungen auf die Schweiz, insbesondere auf den hiesigen Tourismus, denn viele Russen treten ihre Skiferien in der Schweiz nicht an.

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Keine Winterferien für Russen

1:26 min, aus Tagesschau vom 20.12.2014

Die russischen Touristen sind kauffreudig. Sie geben im Schnitt 230 Franken pro Tag aus. Schweiz Tourismus befürchtet einen Rückgang zwischen 10 bis 30 Prozent bei den russischen Gästen. Für die Wintersport-Destinationen könnte das schmerzhafte Einbussen von 7,5 bis 22,5 Millionen Franken bedeuten.

In der russischen Hochsaison, in den beiden ersten Januarwochen, verweilen russische Touristen gerne im Gstaader Luxushotel Palace. Doch diesmal wird der Hoteldirektor weniger russische Gäste empfangen können. «Ganz klar haben diese Faktoren eine Auswirkung bei uns. Wir haben normalerweise Anfangs Januar bis 15 Prozent russische Gäste, im Moment liegt der Buchungsstand bei 10 Prozent», sagt Andrea Scherz.

In Zermatt zeigt sich das gleiche Bild. Auch hier streichen reiche Russen ihren Winterurlaub, wenn auch in geringer Zahl. Doch es sind vor allem die Russen aus dem Mittelstand, die verzichten müssen. Unter dem Rückgang könnten nicht nur die Hotels leiden, sondern auch das Gewerbe in den Skiregionen.

Gewissheit über den Grad der Einbussen in der Schweizer Tourismusbranche gibt es erst Ende der Wintersaison. Doch schon jetzt ist klar, die Wirtschaftskrise in Russland hinterlässt auch Spuren in der Schweiz.