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Schweiz Russland verärgert über Schweizer F/A-18

Eine Schweizer F/A-18 sorgte zwischenzeitlich für Verstimmung zwischen Frankreich und Russland. Die Maschine kontrollierte über Biel ein russisches Flugzeug mit Diplomaten an Bord. Die beschwerten sich bei der falschen Nation.

Eine F/A-18
Legende: Ein «völlig normales Verfahren» hiess es aus dem VBS zu dem Zwischenfall. (Im Bild: eine F/A-18, Archivbild). Keystone

Eine F/A-18 der Schweizer Luftwaffe hat am Vormittag über Biel ein russisches Passagierflugzeug luftpolizeilich überprüft. Im russischen Flugzeug sass eine russische Parlamentarierdelegation auf dem Weg nach Genf. Nach russischen Angaben befand sich auch der Vorsitzende der russischen Staatsduma, Sergej Naryschkin, im Flugzeug.

Moskau beklagte darauf eine bedrohliche Annäherung durch ein französisches Kampfflugzeug.

Russisch-französisches Missverständnis

Die französische Regierung dementierte umgehend, einer ihrer Kampfjets habe sich einem russischen Passagierflugzeug gefährlich angenähert. Das Aussenministerium erklärte, in den Zwischenfall sei ein Schweizer Flugzeug verwickelt gewesen. Details nannte es nicht.

Russland hatte zuvor den französischen Botschafter ins Moskauer Aussenministerium zitiert, um seinen Protest deutlich zu machen.

VBS: «Ein völlig normales Verfahren»

Tatsächlich war es aber die Schweizer Luftwaffe, die das russische Flugzeug kontrollierte. Das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) bestätigte den «luftpolizeilichen Einsatz über Biel». Es habe sich um ein «völlig normales Verfahren» gehandelt, wie es oftmals vorkomme.

Klärungsbedarf mit der Schweiz

Eine Sprecherin des russischen Aussenministeriums, räumte am Abend im staatlichen TV-Sender Rossija 24 ein, das Thema müsse sowohl mit Frankreich als auch mit der Schweiz über diplomatische Kanäle geklärt werden.

47 Kommentare

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  • Kommentar von Charles Halbeisen (ch)
    Ich glaube Russland sieht das gelassen. Sie wollten Frankreich auf die Füsse stehen und nicht der Schweiz. Es herrscht deswegen keine Aufregung in Russland.
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    1. Antwort von M. Keller (tgmike)
      Denken Sie etwas "globaler": seit Lugaschenko's ...fragwürdigem... Abtritt gibt es ein massives Powerplay zw. Russland und dem "Westen" (EU und USA). Und durch diesen Luftpolizei-Einsatz wurde die CH jetzt aktiver Mitspieler. Man muss jetzt also fragen "was führte zu was" - gabs keinen Funkkontakt zu Skyguide, als das rus. Flugzeug über Biel war, keine Transpondercodes usw... Und warum fand offenbar keine Kommunikation zw. F18 und rus. Crew statt... ?
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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    So sehen wir, dass bei uns die Kontrollen funktionieren, und so soll es auch sein. Bravo, Schweizer Armee.
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  • Kommentar von Bruno V. Nünlist (Bruno V. Nünlist)
    Dass zufälligerweise am gleichen Tag und in der gleichen Gegend die FA18 abgestürzt ist, ist mehr als nur merkwürdig. Erinnert an den Fliegerabschuss über die Ukraine. Wollten die Franzosen das Passagierflugzeug der Russen abschiessen und trafen dabei die FA18, die in der Gegend nichts zu suchen hatte oder haben die Russen mit elektronischen Gegenmassnahmen versucht, aus ihrer Sicht, den Angriff der FA18 abzuwehren? Die Sache stinkt vom Himmel!
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    1. Antwort von roland goetschi (pandabiss)
      Nette Verschwörungstheorie, aber der absturz der F/A-18 war am Mittwoch, 14. Oktober um ca.11:30h. Der Luftpoliziliche Einsatz war am Montag, 19. Oktober (vormittags). Das russisches Passagierflugzeug ist nicht in der Lage eine F/A-18 "abzuwehren". Das die Franzosen die Privatmaschiene angriffen ist doch eher eine grobe Unterstellung und entspricht wol nicht der Realität. Nein, hier gibt es keine "Sache die vom Himmel stinkt".
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    2. Antwort von peter weber (Schamane)
      Nein, es ist so, dass der Pilot der abgestützten FA18 ein NSA-Agent ist und versucht hat, den russischen Jet abzuschiessen. Dies wäre ja auch geglückt, wenn er nicht im letzten Moment ein russisches Angebot als Doppelagent in die Kabine bekommen hätte und er auch lauter Verwirrung den Hebel verwechselt hat....
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