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Schweiz «Säuli halten» bald nicht mehr garantiert

Topanlässe wie der Genfer Autosalon oder die Landwirtschaftsmesse Olma in St. Gallen können nicht mehr fest damit rechnen, dass ein Mitglied der Landesregierung sie beehrt. Der Bundesrat behandelt ab 2015 alle Einladungen gleich, damit auch weniger etablierte Veranstaltungen zum Zug kommen.

Der Bundesrat wird jedes Jahr zu vielen Veranstaltungen eingeladen. Bisher gab es Pflichtanlässe vor allem für den Bundespräsidenten: Bestimmte Anlässe waren auf einer Liste vermerkt und kamen stets zum Zug. An alle anderen Anlässe entsandte die Landesregierung Mitglieder je nach Möglichkeit.

Bundespräsident Burkhalter mit Säuli an der Olma am 9. Oktober 2014.
Legende: Der Bundespräsident hält das Säuli – die Olma-Welt ist in Ordnung. Doch die Tradition ist in Gefahr. Keystone/Archiv

Künftig will der Bundesrat alle Gesuche gleich behandeln. Dies erlaube, die ständigen Entwicklungen besser zu berücksichtigen. Jüngere Anlässe mit grosser aktueller Bedeutung könnten so gleich behandelt werden wie etablierte Veranstaltungen, schreibt die Bundeskanzlei.

Damit werden möglicherweise gewisse Fotosujets nicht mehr so regelmässig erscheinen wie bisher. Etwa von der Olma, wo das Ferkel fester Bestandteil des bundespräsidialen Programms ist. Auch der Autosalon wird möglicherweise ab und zu ohne hohen Besuch aus Bern auskommen müssen.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von W. Pip, Züri
    Nichtssagende Gleichmacherei, wo man hinschaut. Bloss niemanden übervorteilen. Schön in grau alles. Wahrscheinlich, weil es die EU auch so vorsieht... Mein Gott, wie es mich anwidert, was da für Blödsinn aus dem Bundeshaus ausfliesst...
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    1. Antwort von Fannie Stauffer, Baden
      Und was genau ist an diesem Vorschlag bitte "nichtssagende Gleichmacherei"?
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    2. Antwort von W. Pip, Züri
      "Künftig will der Bundesrat alle Gesuche gleich behandeln". Also kein Platz mehr für persönliche Präferenzen der BR und keine traditionellen Besuche mehr. Lieber einen grossen Topf, alles reinwerfen und einen Evaluationsprozess dahinterlegen, gell... Aber... zugegeben... es ist nicht unser grösstes Problem. Passt bloss ins Bild.
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    3. Antwort von Fannie Stauffer, Baden
      1. "Gleich behandelt" heisst hier lediglich, dass alle Gesuche prinzipiell als gleichwertig angesehen werden und nicht bestimmte Anlässe ohne zu überlegen bereits gesetzt sind --> eine Auswahl muss so oder so immer noch getroffen werden! Und genau da ist auch immer noch Platz für persönliche Präferenzen (sogar noch mehr als früher, weil es kein 'Pflichtprogramm' mehr gibt).
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    4. Antwort von Fannie Stauffer, Baden
      2. Die traditionelle Besuche werden nicht grundsätzlich gestrichen, sondern man denkt einfach wieder einmal darüber nach, ob es vielleicht auch andere neue oder einmalige oder bisher nicht berücksichtigte Veranstaltungen gibt, die einen Bundesratsbesuch ebenso verdient hätten. Was ist daran falsch? Sollte man etwas machen, nur weil man es immer so gemacht hat, ohne darüber nachzudenken, ob es heute noch Sinn macht?
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  • Kommentar von m.fischbacher, nidau
    Schluss mit Gratis Futtern und Trinken an der Olma? Da haben die Säuli sicher keine Freude! Dafür können die Säuli in dieser Zeit wieder Ihrer eigentlichen,wahren und einzigen Bestimmung nachkommen...
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  • Kommentar von A. Schneider, TG
    Burkhalter mit St. Galler Säuli und russicher Sau, von diesem Fotosujet hatten wir dieses Jahr eh genug.
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