Zum Inhalt springen
Inhalt

SBB holt Partner ins Boot 100 Millionen für die Mobilität der Zukunft

Legende: Audio Basteln an der Schweizer Mobiliät der Zukunft abspielen. Laufzeit 02:03 Minuten.
02:03 min, aus HeuteMorgen vom 24.01.2018.

Das Wichtigste in Kürze

  • ETH, SBB und Industrie investieren gemeinsam mehr Geld in die Innovation im Verkehrsbereich. Sie wollen das autonome Fahren, führerlose Züge und Mobilität von Tür zu Tür schneller vorwärts bringen durch eine engere Zusammenarbeit.
  • 100 Millionen Franken wollen Industriepartner und der Bund hälftig einschiessen für ihre sogenannte «Mobilitäts-Initiative» der nächsten 10 Jahre.
  • ETH-Präsident Lino Guzzella, SBB-Chef Andreas Meyer und Verkehrsministerin Doris Leuthard haben am Weltwirtschaftsforum in Davos ihre Ideen vorgestellt – zusammen mit ETH-Fachleuten.

Den ETH-Fachleuten schwebt Folgendes vor: Zum Beispiel könnte Person X von Oberhallau im Kanton Schaffhausen nach Allschwil im Kanton Basel-Landschaft zuerst mit dem Auto, dann wieder mit dem Zug und schliesslich wieder mit dem Auto reisen. Dies aber jeweils nicht mit dem eigenen Fahrzeug, sondern mit einem taxi-ähnlichen lokalen Dienst mit autonomen Fahrzeugen. Das ist die Verkehrs-Zukunft, sagt Roland Siegwart, ETH-Professor für mobile Roboter.

Ich hoffe, dass das Angebot so gut vernetzt ist, dass man gar nicht auf die Idee kommt, selbst mit dem Auto die ganze Strecke zu fahren.
Autor: Roland SiegwartETH-Professor für mobile Roboter

So soll der Verkehr nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch sicherer werden. Denn die neuen autonomen Fahrzeuge können in gefährlichen Situationen viel schneller abbremsen, als Menschen dies können.

Auch SBB-Chef Andreas Meyer erhofft sich von der Forschung Innovationen, von denen die SBB profitieren könnte. Dank der Digitalisierung lasse sich die Anzahl der Züge nochmals um 30 Prozent steigern, sagt Meyer. Die Abstände der Züge könnten verkürzt und die Netzauslastung optimiert werden.

Für allzu optimistisch hält Andreas Meier diese Visionen der zukünftigen Mobilität in der Schweiz nicht.

In der Schweiz müssen wir es wagen, etwas mutiger zu sein und auch hohe Ambitionen zu haben.
Autor: Andreas MeyerSBB-Chef

ETH-Fachleute gälten nämlich weltweit als sehr innovativ.

Private Industriepartner sind bei dieser neuen Mobilitäts-Initiative allerdings noch nicht dabei. Verkehrsministerin Doris Leuthard gibt sich da aber optimistisch, denn der weltweite Markt für diese neue Form der Mobilität sei sehr gross

Die ETH hat einen guten Ruf. Ich bin überzeugt, da wird man schnell auch weitere Investoren finden.
Autor: Doris LeuthardVerkehrsministerin

Der Bund übrigens investiert keine zusätzlichen Gelder in diese Initiative. SBB, ETH und Private tragen die Initiative aus eigenen Mitteln.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

9 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Benjamin Knie (Beno)
    Das Ziel mit 70% Arbeitslosen wird schon erreicht werden. Die Züge fahren automatisch und die LKW werden abgeschafft und die Autos mit ihnen und Millionen an Arbeitslose mehr, die in dieser Branche arbeiten. Die Finanzbranche und Versicherungen werden neue Systeme anwenden vielleicht eine Blockchain und weitere Millionen landen auf der Strasse. In anderen Branchen ist der Umschwung genauso im Gange und der Mensch wird per Roboter oder durch andere Technologien ersetzt freut euch auf die Zukunft
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von antigone kunz (antigonekunz)
    Mich erstaunt schon dieses ungebrochene Wohlwollen, das allen Modellen entgegengebracht wird, die den Menschen in eine chancenlose Konkurrenz mit der Maschine zwingen. Eine unkritische Haltung der ETH gegenüber den gesellschaftlichen Folgen solcher Technisierung ohne begleitende politisch-rechtlichen Maßnahmen, Regulierungen, zeigt wie sehr diese staatliche Institut nicht den Menschen sondern der Wirtschaft meint zudienen zu müssen. 'Autonomisierung' braucht eine Belastung mit 'Sozialabgaben'.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von D. Schmidlin (Querenlife)
    Es gibt bis heute keine greifbaren Erfolge für die ETH. Das Meiste läuft aus natürlichen Gründen in die gegenteilige Richtung. Bevölkerungswachstumsraten und Infrastrukturänderungen klaffen aus Kostengründen weit auseinander. Die finanziellen Mittel decken höchstens 20% der Wachstumsanforderungen ab. Wir wandern zielgerichtet ins Chaos.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen