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Schweiz SBB schafft Minibars ab

Kiosk und Sandwichläden in den Bahnhöfen machen den Minibars in den SBB-Zügen das Leben schwer. Deshalb werden die Wägelchen bis Ende 2017 aus dem Verkehr gezogen.

«Sandwich, Kaffee, Mineraaal» – diesen vertrauten Ausruf der Minibar-Bediener ist in den SBB-Zügen bald nicht mehr zu hören: Die SBB will die rollenden Verpflegungsposten abschaffen.

Die Wägelchen, von denen Getränke und Snacks verkauft werden, verschwinden bis Ende 2017 nach und nach aus den Zügen. Dabei hatte die SBB-Tochter Elvetino erst im April 2014 eine neue Minibar vorgestellt.

Umsätze stark rückläufig

Ein Sprecher der SBB bestätigte eine Meldung von Tagesanzeiger.ch/Newsnet. Die SBB begründete die Änderung in erster Linie mit dem schnell wachsenden stationären Verpflegungsangebot in den Bahnhöfen. Immer mehr Getränke und Esswaren würden vor der Fahrt gekauft. Damit gehen die Umsätze im Bahncatering laut SBB zurück, besonders bei den Minibars. In den letzten Jahren seien deren Umsätze um 40 Prozent gesunken.

Legende: Video Vorbei mit «Kaffee, Sandwich, Mineral!» abspielen. Laufzeit 1:12 Minuten.
Aus Tagesschau vom 08.01.2016.

Gewerkschaft kritisiert Profitdenken

Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals (SEV) kritisierte die «Folgen von reinem Profitdenken» und verlangte, die betroffenen Angestellten weiterzubeschäftigen. Die Minibars böten 300 Personen Arbeit.

Solle Minibar-Personal in Speisewagen eingesetzt werden, müsse es von Elvetino dafür geschult werden. Dasselbe gelte für die 65 Angestellten an den Segafredo-Ständen.

Tweets zum Ende der #Minibar

15 Kommentare

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  • Kommentar von Christa Wüstner (Saleve2)
    Das nenne ich mal Fortschritt. Zurück zur guten alten Zeit, als man noch mit einer Brotbüchse und einer Thermosflasche reiste....Aber auch wieder falsch, heute fehlt doch die Zeit für die Vorbereitung.
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  • Kommentar von Peter Isler (SchweizerQualität)
    Zu hohe Preise, mangelnde Innovation: Die Leute sind im Stress - wäre das Minibar-Angebot konkurrenzfähig würden sie bestimmt auch im Zug einkaufen. Stellen Sie sich vor: 7.30 Uhr, im Waggon: Die Türe geht auf, die Minibar kommt und es duftet nach frischen Brötchen, weil die SBB einen Deal mit Bäckereien an der Strecke hat die frisch auf den Zug liefern - Wetten die Ware ginge weg wie... "warme Weggli"...
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    1. Antwort von E. S. (E.S. (parteilos))
      Es war lediglich manchmal "bequem" oder wenn ich mal knapp auf den Zug kam - Qualität ist's/war's garantiert nicht. Lappige, gekühlte Sandwiches, teurer Pulverkaffee (CHF 4.50) etc. - "inspiriert" nicht wirklich zu Genuss... Kaufe mir frische Gipfeli, ein knusprig-frisches Sandwich und einen echten Kaffee lieber irgendwo im Bahnhof und nehme mir das Frühstück mit auf den Zug...
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  • Kommentar von Urs Heim (Ursus)
    Es war nur noch eine Frage der Zeit wann die Minibar dem Spardruck geopfert wird.- Das große Geld wird seit längerem mit den SBB Immobilien in besten Lagen gemacht und nicht mit den "anderen" Bereichen des Konzerns.
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