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SBB stellt Weichen für 2018 Wenn der Fahrplan wechselt und die Software streikt

Noch immer machen der SBB Software-Probleme zu schaffen. Und morgen wechselt der Fahrplan. Ob das gut kommt?

Legende: Audio SBB-Personal warnt vor Chaos abspielen. Laufzeit 4:07 Minuten.
4:07 min, aus HeuteMorgen vom 09.12.2017.

Probleme mit Software Sopre: Die SBB hat ihr Problem mit der neuen Software Sopre, die den Arbeitsplan für die Lokomotivführer erstellt, noch nicht behoben. Bereits vor Wintereinbruch konnten teils Züge nicht fahren, weil kein Lokführer aufgeboten worden war. Und ab morgen gilt ein neuer Fahrplan. Verbände des SBB-Personals warnten bereits im Vorfeld, die Software müsse funktionieren, sonst könne es ein Chaos geben. IT-Fachleute arbeiten noch immer mit Hochdruck daran, das Problem zu beheben.

Defekte Weichenheizungen: SBB-Sprecher Reto Schärli beschwichtigt, das Hauptproblem liege gar nicht bei der Software oder dem Fahrplanwechsel, sondern bei unvorhersehbaren Störungen, wie etwa defekten Weichenheizungen. Er verweist darauf, dass es bei über 10'000 Zügen pro Tag kaum möglich sei, dass alles zu 100 Prozent klappe.

Zuversicht bei der SBB: Die Software funktioniert laut Schärli hingegen seit Beginn, allerdings «noch nicht zu hundert Prozent». Hauptproblem sei, dass das System zu wenig leistungsfähig sei. Mittlerweile hat die SBB zusammen mit dem Lieferanten zwar nachgebessert, aber die SBB ist noch nicht dort, wo sie sein müsste. «Wir sind trotzdem zuversichtlich, dass wir den Fahrplanwechsel gut bewältigen werden», so Schärli.

Fahrplanwechsel: Die wichtigsten Neuerungen

Der IR Genf-Flughafen-Bern-Luzern hält beispielsweise neu in Nyon, Morges, Palézieux und Romont. Damit erhalten Nyon und Morges eine neue Direktverbindung nach Bern und Luzern.
Die InterRegio-Züge Genf Flughafen-Lausanne-Brig verkehren neu stündlich ohne Halt zwischen Genf und Lausanne, so dass sich die Reisezeit zwischen dem Wallis sowie der Riviera und Genf um elf Minuten verkürzt.
Im Tessin entsteht mit der Inbetriebnahme der Ferrovia Mendrisio-Varese eine neue Verbindung: Die S40 und S50 von Stabio werden bis nach Varese verlängert; ab Sommer fährt die S40 dann sogar bis zum Flughafen Malpensa bei Mailand.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Max Blatter (maxblatter)
    "... konnten teils Züge nicht fahren, weil kein Lokführer aufgeboten worden war" - zu Zeiten der Sowjetunion seligen Angedenkens wäre das ein gelungener Radio-Eriwan-Witz gewesen! Heute ist es in der Schweiz bittere Realität. Wahrscheinlich hervorgerufen von der rechtskonservativen "Zu-Tode-Spar-Mentalität".
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    1. Antwort von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
      Sogar ein rein technisch, aufgegleister Fahrplanwechsel wird von linken Ideologen mit der Schuld rechtskonservativer Politik in Zusammenhang gebracht! Mich dauern solche politisch völlig einäugige Ideologen immer! Was muss das für ein täglicher "Stress" sein, immer nur einen "Erzfeind" zu haben und den für alles beschuldigen zu müssen! Herr Blatter, die SBB hat eine neue Software eingeführt, die sie leider noch nicht ganz "im Griff" hat! Das hat mit Politik gar nichts zu tun!
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  • Kommentar von Henriette Rub (ehb)
    Wenn dann erst mal die selbstfahrenden Züge da sind, gibt es nie mehr Probleme (lach). IT ist ja immer auch menschgemacht. Menschen und Technik sollten aus Fehlern lernen. Dazu ist jedoch Heute keine Zeit mehr vorhanden. Kurzfristig muss ja das Neue mit dem Neuesten ersetzt werden. Keine Zeit als zu lernen!
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Das digitale Zeitalter ist nicht mehr aufzuhalten. Nur, bevor ein Fahrplanwechsel ansteht, sollte die nötige, vorgesehene Software ausgereift sein und mit Sicherheit funktionieren! Dienstpläne hatte früher jeder Lokführer 2-3 Wochen vor einem Fahrplanwechsel in Form von klar definierbaren schriftlichen Papier-Dienstplänen vor sich! Zu 99.5% war bis auf jedem Zug (Lok) ein Maschinist vorhanden. Jeder wusste schriftlich, was zu tun war! Wenn es morgens nicht klappt: "Ja, dann: Die gute alte Zeit!"
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