Schlechte News für 2015: Es gibt mehr Arbeitstage

Schweizer Arbeitnehmer müssen im neuen Jahr mehr Tage arbeiten als noch 2014 oder 2013. Grund: Viele Feiertage fallen auf das Wochenende.

Bauarbeiter auf einer gelben Holzplatte. Er bückt sich.

Bildlegende: 2015 ist Malochen angesagt. Viele Feiertage fallen auf ein Wochenende. Keystone

2015 wird in der Schweiz mehr gearbeitet werden als in den letzten zwei Jahren. Wegen der ungünstigen Lage der Feiertage steigt nämlich die Anzahl Arbeitstage um zwei bis drei Tage an.

In den Städten Bern und Aarau zum Beispiel steigt die Zahl der Arbeitstage 2015 nach Abzug der gesetzlichen kantonalen Feiertage von 252 auf 254 an. In der Gemeinde Schwyz werden es nach 247 in diesem Jahr 250 sein. Ebenfalls drei zusätzliche Arbeitstage wird es in der Stadt Luzern geben.

Arbeitnehmer kommen öfters gut weg

Grund für den Anstieg der Arbeitstage ist, dass der 1. August, Mariä Himmelfahrt und der Stephanstag 2015 auf einen Samstag oder einen Sonntag fallen. Pech also für die Arbeitnehmer. Allzu stark grämen müssen sie sich aber nicht. Denn kalendarisch sind sie gegenüber den Arbeitgebern, die von einer höheren Zahl der Arbeitstage profitieren, im Vorteil.

Es gibt nämlich deutlich mehr Jahre mit einer tiefen Anzahl Arbeitstage als solche mit einer hohen. In den Kantonen Bern und Zürich zum Beispiel lassen sich von 1990 bis 2029 siebzehn Jahre mit der tiefst möglichen Anzahl Arbeitstage zählen (BE: 252, ZH: 251) und nur fünf respektive sechs Jahre mit der höchst möglichen (BE: 256, ZH: 256).

Schaltjahre weder Vor- noch Nachteil

Grund für die Bevorteilung der Arbeitnehmerschaft liegt schlicht in der Tatsache, dass es mehr Werk- als Wochenendtage gibt, auf die Feiertage fallen können. Aber auch die Angestellten können ihr Freitage-Potenzial nicht ganz ausschöpfen. So ist es zwar möglich, dass Neujahr, Berchtoldstag, der 1. Mai, der 1. August und die Weihnachtstage – die üblichen nicht auf einen Wochentag fixierten Feiertage – alle in einem Jahr ausserhalb der Wochenende liegen.

Nicht möglich ist es jedoch, dass man in einem solchen Jahr gleichzeitig von mehr Wochenendtagen profitieren kann. Normalerweise zählt ein Jahr 104 Samstage und Sonntage. Regelmässig gibt es jedoch auch Jahre mit 105 und in Schaltjahren sogar solche mit 106 Wochenendtagen. Weil dann jedoch zwingend der Neujahrs- oder der Berchtoldstag auf einen Sonntag fällt, haben Arbeitnehmer auch in solchen Jahren keinen zusätzlichen Freitag.