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Zukunft der CVP Schluss mit faulen Kompromissen

Legende: Audio Der CVP-Präsident will, dass seine Partei öfter Nein sagt abspielen. Laufzeit 02:56 Minuten.
02:56 min, aus Rendez-vous vom 06.01.2017.
  • CVP-Präsident Gerhard Pfister hat vor den Medien dargelegt, wie er seine Partei aus dem Tief herausführen will.
  • Sie soll künftig mit klareren Standpunkten, und nicht mehr mit Kompromissen, in politische Debatten einsteigen.
  • Die CVP soll auch wieder einen deutlicheren C-Kurs fahren und das «C» im Namen behalten.
  • Laut einer Umfrage unterstützt die Parteibasis Pfisters konservativen Kurs.

Die CVP ist die einzige Partei, die in den letzten Jahren in sämtlichen kantonalen Parlamentswahlen verloren hat. Mit pointierteren Positionen möchte Parteipräsident Gerhard Pfister die Christdemokraten nun aus dem Tief herausholen. Umso dringlicher sei es, mit klareren Haltungen aufzutreten, sagt der Parteichef im Rahmen eines Medienanlasses zum Dreikönigstag.

Keine faulen Kompromisse mehr

«Das ist die wesentliche Führungsaufgabe: Fragen, bei denen die Meinungen in der Partei auseinandergehen, frühzeitig zu erkennen und sich frühzeitig auf eine gemeinsame Position zu einigen, mit der man dann in die Debatte geht.»

Das bedeutet für Pfister auch, dass die CVP häufiger Nein sagen solle, wenn das Resultat einer politischen Debatte nicht ihrer Haltung entspreche. Künftig solle das Motto gelten: «Kompromisse am Ende im Sinne guter Resultate: Ja. Kompromisse im Sinne eines Akzeptierens von schlechten Resultaten: Nein.»

Pfister spricht auf einem Podium. Hinter ihm das orange Parteilogo.
Legende: Das «C» im Parteinamen sei nicht nur ein Buchstabe, erklärt Pfister. Keystone

Besinnung auf christliche Werte

Zudem solle sich die CVP wieder vermehrt auf ihre Werte besinnen. In seiner achtmonatigen Amtszeit hat Pfister eine Religionsdebatte angestossen, die von den Linksparteien heftig kritisiert wird. Er hatte in einem Interview mit der NZZ erklärt, der Islam gehöre im Sinne einer historischen Prägung des Landes und der Kultur nicht zur Schweiz.

Zuspruch für Pfister von der Basis

Mit seiner konservativeren Ausrichtung sieht sich der CVP-Chef von der Parteibasis getragen, die im Rahmen des Strategieprojekts «CVP 2025» breit befragt worden ist. Die Resultate zeigen laut Pfister ganz klar: «Die Basis steht voll und ganz dahinter. Es ist ihr wichtig, dass sich die CVP in dieser Frage positioniert.»

C bleibt im Parteinamen

Pfister will denn auch die immer wiederkehrende Diskussion zur Frage, ob die CVP das «C» und damit die christliche Prägung aus ihrem Namen streichen sollte, ein für alle Mal beenden. «Der klare Wunsch der Basis ist, dass man das C behält und es mit politischen Inhalten füllt.»

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17 Kommentare

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  • Kommentar von H. Wach (H. Wach)
    Endlich besinnt sich die CVP auf die seit jeher staatstragenden konservativen Werte für unser Land. Im Sinne der In unserer Bundes-Verfassung (Präambel) festgelegte Erhaltung u. Bewahrung der Errungenschaften für die kommenden Generationen. Fertig mit der Friede-Freude-Eierkuchen-Politik.
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  • Kommentar von A. Moser (AM)
    Eine längst überfällige Einsicht - aber wahrscheinlich zu spät!! Das funktioniert nur noch, wenn die anderen Mitte- und Links-Parteien weiterhin dermassen den Volkswillen ignorieren und ihren überheblichen "wir-wissen-alles-besser-Kurs" fahren! Wobei, momentan stehen die Chancen für die CVP gar nicht so schlecht - insbesondere die FDP glaubt selber immer noch ernsthaft daran, dass sie den Wählern mit der MEI-Farce einen Gefallen getan hat - und sich selber auch! :-)
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  • Kommentar von Christoph Lorenz Aeberhard (Kuli)
    Endlich erkannt dass die kompromisse Politiker nicht funktioniert samt den Profilierungspolitiger sie richt mehr schaden an für die nächsten xxxxx Jahre und verhalten sich auch noch überheblich und die Justitz schütz deren Edelschrott mit der Prämisse von nicht Verstehen und der Unwissenheit und zu urteilen über gegebenheit in der Annahme sie liegen richtig und es sei der Volkswille weit gefehlt jedoch lassen sie sich nichts sagen sie sind über jeden Verdacht erhaben so ist die Geschichte !
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